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News-Sonderthema:

Der Georg-Büchner-Preis 2005

Die Preisträgerin, die Dankesrede, der Preis, das Interview

 

07.11. Brigitte Kronauer erhält Büchner-Preis - Plädoyer für Künstlichkeit

Darmstadt (dpa) - Die Hamburger Schriftstellerin Brigitte Kronauer
(64) ist am Samstag mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden, der höchsten deutschen Literaturauszeichnung. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh der Autorin den mit 40 000 Euro dotierten Preis zum Abschluss ihrer Herbsttagung in Darmstadt. Das Präsidium der Akademie würdigte sie als «Meisterin des Vexierspiels, der höheren Heiterkeit und des musikalischen Schreibens». Sie richte «ihren Sinn für das scheinbar Banale, für Komik, Erotik und Sarkasmus hellhörig und präzise auf alles Doppelbödige in Gefühlen und Gesten».

Kronauer sprach sich in ihrer Dankesrede für das Recht auf Künstlichkeit in der Literatur aus. Diese Forderung untermauerte sie mit der Figur des Woyzeck in Georg Büchners (1813-1837) gleichnamigem Drama. Sie führte aus, dass auch Woyzeck, ein Prototyp des «kleinen Mannes», selbst in höchster Not komplexe Gedanken in einer für sein Milieu unpassenden Sprache geäußert habe. Damit habe der Dramatiker durch seine Figur eine wahre Revolution ausgerufen: «Nicht die Erkenntnis, dass, recht unverbindlich, alle Menschen Menschen und irgendwie auch Brüder sind. Vielmehr, dass kein Mensch, ob Überflieger oder nicht, flach ist, simpel ist.»

«Büchners Protagonist wird nicht zurückgescheucht in die Sprachhülsen, in die reale Sprachlosigkeit seiner Klasse», sagte Kronauer. «Geschähe ihm das, würde es seinen Vorgesetzten und einem arrogant geschwätzigen Publikum bequem gemacht.» Der Dramatiker habe genau gewusst, «dass Literatur mit ihren Charakteren und Geschichten immer etwas Künstliches, Inszeniertes, vom Leben Inspiriertes und ihm Verpflichtetes, aber nie von ihm Abgeschriebenes ist».

Zugleich wandte sich Kronauer gegen Verkürzungen und Verallgemeinerungen, wie man sie allzu leicht in das oft zitierte Büchner-Wort «Friede den Hütten! Krieg den Palästen!» interpretieren könne. Literatur müsse zwar oft ein «Gegner der Gesellschaft und ihrer zeitgeistlichen Zumutungen» sein, stelle aber stets «den treuesten und streng fordernden Freund des Individuums dar».

In seiner Laudatio würdigte der Feuilletonchef der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», Patrick Bahners, das Werk der Autorin als «Schatzhöhle». In ihren Texten entstehe ein «gewaltiger Effekt von Dreidimensionalität». «Die Großartigkeit ihres Werkes liegt vor aller Leseraugen», sagte Bahners.

Akademie-Präsident Klaus Reichert äußerte sich während der Feierstunde besorgt über die Folgen einer großen Koalition für die Kulturpolitik. Diese drohe zu einer vernachlässigenswerten Größe zu werden, «die sich beliebig hin und her schieben lässt». Durch die unklare Haltung der designierten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Zukunft des unter Rot-Grün geschaffenen Amts eines Kulturstaatsministers seien geeignete Kandidaten vergrault worden.

Neben Kronauer ehrte die Akademie den Philosophen Peter Sloterdijk mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. In seinem Werk sei er zu einem Erzähler geworden, «der Philosophie und Poesie wieder miteinander verbindet», begründete das Präsidium die Wahl. Mit stehendem Applaus würdigte das Publikum außerdem die Auszeichnung für den Psychoanalytiker und Schriftsteller Hans Keilson (95), der den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay erhielt. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 12 500 Euro dotiert.
Im vergangenen Jahr war der in Frankfurt lebende Schriftsteller Wilhelm Genazino Jahr der Träger des Georg-Büchner-Preises.
 

 

Auszüge aus der Dankesrede der Büchner-Preisträgerin im Wortlaut

Darmstadt (dpa) - Die Hamburger Schriftstellerin Brigitte Kronauer hat am Samstag in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis 2005 erhalten.
dpa dokumentiert Auszüge aus ihrer Dankesrede im Wortlaut:

«Warum bloß (...) hat Georg Büchner die hier gleich folgenden Worte von jemandem sprechen lassen, aus dessen Mund sie dermaßen unnatürlich, ja unglaubwürdig klingen: "... so ein schöner, fester, grauer Himmel, man könnte Lust bekommen, einen Kloben hineinzuschlagen und sich dran zu hängen, nur wegen des Gedankenstrichels zwischen Ja und Nein und wieder Ja - und Nein. Ja und Nein? Ist das Nein am Ja oder das Ja am Nein schuld?" (...)

Gilt Büchner nicht jedem Schulkind als Revolutionär auch deshalb, weil er, im Gegensatz zum ungeliebten Schiller, die Wirklichkeit nicht idealisiert, sondern endlich in ihrer realen Erscheinung darstellte?

Und dann ausgerechnet bei unserem Woyzeck, dem uns inzwischen so teuren Prachtexemplar des Geringen, des leidend Anspruchslosen derart komplizierte Gedanken und Gedankenstrichel!

Die Welt Büchners freilich ist (...) stets eine komplizierte.
(...) Der bewundernswert entschlossene Sozialrevolutionär entwickelt parallel als Dichter eine Wirklichkeit, die so relativiert, unideologisch, extrem, flackernd, ambivalent ist, dass man ihn eher für einen an den Beleuchtungswundern der Sprache entzündeten genialen Ästheten halten könnte als für einen im Gebrauchssinn politischen Kopf. (...)

Erstens verkündet uns also Woyzeck, dass nicht nur die Welt eine komplizierte, ja verworrene ist, eine nicht auf das Idyll holzschnittartiger Gegensätze zu reduzierende. Er ruft zusätzlich die bodenlose Rätselhaftigkeit, unantastbar wie die Menschenwürde, eines jeden ihrer Bewohner aus.

Das ist die Revolution, eine Binsenweisheit, aber eine dauerhaft
revolutionäre: Nicht die Erkenntnis, dass, recht unverbindlich, alle Menschen Menschen und irgendwie auch Brüder sind. Vielmehr, dass kein Mensch, ob Überflieger oder nicht, flach ist, simpel ist. Keiner, was er an Floskeln auch daherredet, gedankenlos, hilflos, Einverständnis heischend, ist, egal was Augenschein und Verabredung behaupten mögen, nur mit dieser einen, von ihm verbalisierten Dimension ausgestattet.
(...)

Büchners Protagonist wird nicht zurückgescheucht in die Sprachhülsen, in die reale Sprachlosigkeit seiner Klasse. Geschähe ihm das, würde es seinen Vorgesetzten und einem arrogant geschwätzigen Publikum bequem gemacht, ihn selbst in Seele, Herz, Kern mit der Primitivität von Wortschablonen seiner Umgebung zu verwechseln. (...)
 

 

01.11.Brigitte Kronauer wird mit Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet

Darmstadt (dpa) - Die Hamburger Schriftstellerin Brigitte Kronauer
(64) wird an diesem Samstag (5.11.) mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Die mit 40 000 Euro dotierte renommierteste deutsche Literaturauszeichnung wird jedes Jahr während der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt überreicht.
Kronauer gilt als präzise und sinnliche Beobachterin, die in ihren Romanen und Erzählungen gegen die Entzauberung der Welt anschreibt.
Zuletzt wurde vor allem ihr im Jahr 2000 erschienener Roman «Teufelsbrück» hoch gelobt.

Für ihr Werk erhielt die Autorin zahlreiche Preise. So wurde «Teufelsbrück» 2003 mit dem Grimmelshausen-Preis ausgezeichnet. Für den Roman «Verlangen nach Musik und Gebirge» (2004) bekam sie den Bremer Literaturpreis der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie im vergangenen Jahr den Mörike-Preis. Neben «Verlangen nach Musik und Gebirge» erschien von ihr zuletzt unter dem Titel «Die Tricks der Diva» ein Band mit Erzählungen.

Der Büchner-Preis ist nach dem deutschen Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner benannt, der 1813 im Großherzogtum Hessen geboren wurde und 1837 in Zürich starb. Die Akademie für Sprache und Dichtung verleiht ihn an deutschsprachige Schriftsteller und Dichter, die «durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben». Zu den bisherigen Preisträgern gehören Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Böll, Erich Kästner, Günter Grass, Wolf Biermann und Friederike Mayröcker. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den Schriftsteller Wilhelm Genazino.
 

 

Büchner-Preisträgerin Kronauer: Verführung in magische Welten

Hamburg (dpa) - Für Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki ist Brigitte Kronauer «die beste Prosa schreibende Frau der Republik».
Und auch andere Rezensenten überschütten die in Hamburg lebende Schriftstellerin förmlich mit Lob. «Über den diffusen Zustand der Wirklichkeit, ihren Rollentausch mit der Fiktion und die zeitgenössischen Orientierungsprobleme der Literatur kann man sich kaum intelligenter und raffinierter äußern, als Brigitte Kronauer es tut», heißt es. Am Samstag (5. November) erhält die 64-jährige Autorin den Georg-Büchner-Preis - die bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung.

Wenn man die Elbchaussee entlangfährt, vorbei an herrschaftlichen Villen, die Elbe und die Hafenanlagen blitzen zwischen den vorbeiziehenden Bäumen hervor, dann meint man, ihr gleich zu begegnen. So anschaulich und zugleich poetisch hat die zierliche blonde Frau die Gegend, in der sie mit ihrem Ehemann tatsächlich in einem Klinkerhäuschen wohnt, in ihrem Roman «Teufelsbrück» (2000) beschrieben. Da wird das Elbe-Einkaufs-Zentrum (EEZ) zu einem Ort der schicksalhaften Begegnung. Und Protagonistin Maria Fraulob von nun an magisch ins alte Land auf die andere Seite der Elbe gezogen, wohin sie von Teufelsbrück mit der Fähre nach Finkenwerder übersetzt.

Aufgewachsen in einem bürgerlichen Elternhaus im Ruhrgebiet nach dem Krieg («Wir hatten wenig zu essen, aber es war trotzdem eine glückliche Kindheit»), träumte Brigitte Kronauer schon als kleines Mädchen davon, Schriftstellerin zu werden. «Ich habe von klein auf gerne Geschichten geschrieben», erzählt sie in einem dpa-Gespräch.
Die Welt der Literatur habe sie magisch angezogen. Bereits als 16- Jährige schreibt sie Hörspiele und schickt Geschichten an Verlage.
« Um unabhängig zu sein» wird sie jedoch nach dem Germanistik- Pädagogik-Studium in Köln/Aachen zunächst Lehrerin in Aachen und Göttingen. «Ich wollte von Anfang an eine avantgardistische Schriftstellerin werden, da brauchte ich finanziellen Rückhalt», sagt sie selbstbewusst.

Nach drei Bänden mit kurzen Prosastücken in den 70er Jahren kam mit ihrem ersten Roman «Frau Mühlenbeck im Gehäus» (1980), in dem sie zwei unterschiedliche Frauenleben aufeinander prallen lässt, der große Durchbruch. Schon an ihrem Debütroman lobten die Kritiker sprachliche Kunstfertigkeit, Sicherheit des Stils und Originalität der Beobachtung. Der 1990 erschienene Roman «Die Frau in den Kissen» schloss die mit «Rita Münster» begonnene und mit dem «Berittenen Bogenschützen» fortgesetzte Trilogie zum Thema Emanzipation ab. Für ihren Roman «Teufelsbrück» (2000) erhielt Kronauer 2003 den Grimmelshausen-Preis und für ihren Roman «Verlangen nach Musik und Gebirge» (2004) den Bremer Literaturpreis.

Die gleichzeitig stark und zerbrechlich wirkende Frau hasst das Klischee vom Schriftsteller, der «wie in einem Rausch» sein Werk zu Papier bringt. «Das Schreiben ist so Bestandteil meiner Existenz und meines Lebens, meiner Gedanken, meines Herzens, dass ich das nicht trennen kann.» Nur in ihrer Kammer unter dem Dach fühlt sie sich ungestört genug, um sich voll auf ihre Figuren konzentrieren zu können. Nur hier kann sie eine «magische Stimmung» aufrechterhalten und der Welt vertrauen, die sie selber errichtet. Dann darf sie auch kein Telefonat stören: «Wenn das Universum zusammenkracht, ist es schwierig, diesen Kosmos wieder aufzubauen.»

Die «Nicht-Emanzipation der Männer» spüre sie, wenn Schriftstellerinnen nur auf das Impressionistische, Assoziative und Autobiografische reduziert werden. «Die Planung, die Konstruktion, die Architektur eines Textes, sind bei einem guten Literaturtext, ob er von einer Frau stammt oder von einem Mann, gleichermaßen wichtig.» Nicht von ungefähr fühlt sie sich Lou Andreas-Salomé (1861-1937) verbunden, der großen Denkerin, die jedoch meistens nur auf ihre Beziehungen zu Nietzsche, Rilke und Freud reduziert wird. «Dabei galt ihre Biografie lange Zeit als das Beste, was zu Lebzeiten über Nietzsche geschrieben wurde.» Und auch Freud sei sie, wie er selbst gestanden hat, eine originär denkende Ratgeberin gewesen.

Schlagzeilen machte Kronauer dieser Tage mit einer für sie ungewöhnlichen politischen Geste. Nach 25 Jahren erklärte sie ihren Austritt aus dem Verband deutscher Schriftsteller (VS). Dass der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, ein Positionspapier unterschrieb, in dem unter anderem ein unbefristetes Festhalten am Atomstrom gefordert und das Kyoto-Protokoll in Frage gestellt wird, «läßt sich in keiner Weise mit meinen Überzeugungen in Einklang bringen», schrieb die Autorin. Der VS sei daran zwar eigentlich schuldlos, gehöre aber zu ver.di und habe ihres Wissens nicht gegen das Dokument protestiert. Parteipolitisch vereinnahmen lässt sich Kronauer jedoch nicht. Dem Wahlaufruf rot-grüner Intellektueller vor der Bundestagswahl schloss sie sich nicht an.
 

 

Brigitte Kronauer: Büchner ist «außerordentlich verehrungswürdig»

Hamburg (dpa) - Die Schriftstellerin Brigitte Kronauer erhält am Samstag (5. November) den Georg-Büchner-Preis, die bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung. Im dpa-Gespräch «3 Fragen - 3 Antworten» gibt sie Auskunft über den revolutionären Dramatiker (1813-1837).

Frage: Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Kronauer: «Ich freue mich darüber. Und zwar aus mehreren Gründen.
Einmal, weil dieser Preis den Namen eines Schriftstellers trägt, der verehrungswürdig ist. Unglaublich, was dieser Mann, der ein unvergängliches Werk hinterlassen hat, bis zu seinem frühen Tod mit
23 Jahren alles geleistet hat. Bei ihm kann man wirklich von einem Genie sprechen.»

Frage: Was fasziniert Sie besonders?

Kronauer: «An Büchner gibt es viel zu bewundern. Am erstaunlichsten ist für mich, wie er so präzise trennt zwischen politischer Agitation und kompromisslos künstlerischem Schreiben. Ich vermute, dass er da ganz einzigartig ist, nämlich in beidem radikal.
Er ist extrem in seinem sozialpolitischen Engagement und ebenso extrem in seiner Literatur.»

Frage: Welche konkreten Auswirkungen hat die Auszeichnung?

Kronauer: «Durch diesem Preis wird vielleicht ein etwas größeres Publikum mit meiner Arbeit bekannt. Aber die Auswirkungen zeigen sich auch ganz konkret im Erscheinen zweier Bücher, die es sonst nicht geben würde: Unter dem Titel "Frau Melanie, Frau Martha und Frau Gertrud" - drei Geschichten, die bereits in früheren Sammlungen erschienen sind (Suhrkamp) und unter dem Titel «Feuer und Skepsis" - ein Einlesebuch (Klett-Cotta) - ein Querschnitt durch meine Arbeiten.»
 

 

Stichwort: Georg-Büchner-Preis

Darmstadt (dpa) - Der Georg-Büchner-Preis gilt als die renommierteste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur. Er wird jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergeben und ist mit 40 000 Euro dotiert. Zu der Summe werden je 11 000 Euro von der Stadt Darmstadt, dem Land Hessen und dem Bund beigetragen. Den Rest übernimmt die Akademie aus Zinserträgen einer Erbschaft. Namensgeber des Preises ist der deutsche Revolutionär und Dramatiker Georg Büchner, der 1813 im Großherzogtum Hessen geboren wurde und 1837 in Zürich starb.

Erstmals vergeben wurde der Büchnerpreis 1923 vom «Volksstaat Hessen». Für besondere kulturelle Leistungen erhielten ihn auch Maler, Bildhauer und Musiker. In den ersten elf Jahren teilten sich jeweils zwei Künstler die Auszeichnung. Während des Nationalsozialismus (1933-1945) wurde sie nicht vergeben.

Die Akademie für Sprache und Dichtung machte den Büchner-Preis nach dem Krieg zum deutschen Literaturpreis schlechthin. Sie ließ sich 1950 in Darmstadt nieder und legte fest, dass die Auszeichnung nur Schriftsteller und Dichter erhalten sollten, die «durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben». Zu den bisherigen Preisträgern gehören Gottfried Benn, Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Böll, Erich Kästner, Günter Grass, Wolf Biermann, Friederike Mayröcker und Wilhelm Genazino.
 

 

Georg-Büchner-Preisträger seit 1995

Darmstadt (dpa) - Den Georg-Büchner-Preis haben in den vergangenen Jahren folgende Schriftsteller erhalten:

- 1995 Durs Grünbein
- 1996 Sarah Kirsch
- 1997 H.C. Artmann
- 1998 Elfriede Jelinek
- 1999 Arnold Stadler
- 2000 Volker Braun
- 2001 Friederike Mayröcker
- 2002 Wolfgang Hilbig
- 2003 Alexander Kluge
- 2004 Wilhelm Genazino
- 2005 Brigitte Kronauer
 

 

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