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News-Sonderthema:

Fußball-WM 2006: Literatur und Fußball, Teil 1

Was Schriftsteller und Intellektuelle über Fußball denken
 

 

04.05. Literarische WM-Vorlagen: die zehn schönsten Fußball-Bücher

Stuttgart (dpa) - Als müsse man diesen Sommer nicht ständig vor dem Fernseher sitzen, sondern habe auch noch Zeit zum Lesen: Vor der WM wird der Büchermarkt überschwemmt von Neuerscheinungen zur wichtigsten Nebensache der Welt. Viele Schnellschüsse sind dabei - aber auch einige Volltreffer. Zur Übersicht zehn Fußball-Bücher, die internationale Klasse haben - die man gelesen oder angeschaut haben muss.

«FEVER PITCH» von Nick Hornby
Keiner hat die Leidenschaft für Fußball intensiver erlebt und beschrieben wie der englische Kultautor. «Ballfieber - die Geschichte eines Fans» birgt magische Momente wie sie auf dem Platz nur wenige Profis bieten. Zum Beispiel als Arsenal London nach 18 Jahren in der 92. Minute des letzten Spieltags am 26. Mai 1989 endlich, endlich wieder mal Meister war. Da fielen Nick Hornby ausnahmsweise keine Worte mehr ein: «Es gibt also buchstäblich nichts, um es zu beschreiben.»
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 9,95 Euro.

«FUSSBALL UNSER» von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, Christian Zaschke
Die Fußball-Bibel: goldener Buchrücken, Lesebändchen und auf dem schwarzen Einband eine goldene Eckfahne. Ein Sammelsurium mit dem
Untertitel: «Was man nicht alles wissen muss.» Aber wissbegierig liest. Fußballer, die gerne rauchen. Pokaldebakel des FC Bayern München. WM-Songs des DFB. Rekordmeister in Kirgisien. Und und und...
Süddeutsche Zeitung GmbH, 18 Euro.

«TORE» von Neville Gabie
Ein Bilderbuch - so schlicht wie schön, weil man das leere Tor vor sich hat. Zwei Pfosten, eine Latte, manchmal nur an eine Backsteinwand gemalt, aus Bambus oder Blech irgendwo im Nirgendwo. In Paraguay, Nordirland, Botswana. Im aberwitzigen Kontrast zur Realität stehen daneben FIFA-Regeln wie: «Die Torpfosten und Querlatten müssen aus Holz, Metall oder einem anderen genehmigten Material bestehen.»
Carl Hanser Verlag, 10 Euro.

«SPIELFELD EUROPA» von Hans van der Meer
Landschaften der Fußball-Amateure fotografiert von einer Trittleiter.
Oft liegen die Spielfelder inmitten von schier endlosen Wiesen: Pässe gehen ins Niemandsland, die Tiefe des Raumes kennt keine Grenzen wie schnöde Werbebanden. Die große Welt des kleinen Fußballs.
SteidlMack Verlag, 25 Euro.

«FUTEBOL» von Alex Bellos
Ein Brite erklärt den brasilianischen Fußball, virtuos und präzise wie die Pässe Ronaldinhos. Bellos beschreibt Profis aus dem Land des Weltmeisters, die ihr Geld in Grönland verdienen, erzählt noch einmal Garrinchas Geschichte und noch tragischer: das Trauma des an Uruguay verlorenen WM-Titels 1950.
Fischer Taschenbuch Verlag, 9,95 Euro.

«KICKER FUSSBALL ALMANACH» von Robert Hohensee, Ulrich Matheja, Wolfgang Riedel, Peter Schütz
Das alljährlich erscheinende Nachschlagewert ist so trocken wie ein Fünf-Meter-Raum im Hochsommer, bietet aber alle Fakten des nationalen und internationalen Ballgeschehens.
Copress Verlag, 11,90 Euro.

«HARDER, BETTER, FASTER, STRONGER» von Raphael Honigstein
«Die geheime Geschichte des englischen Fußballs» bietet so manche Neuentdeckung für die deutsche Fangemeinde, die ja auch längst inbrünstig «You'll Never Walk Alone» singt.
Kiepenheuer & Witsch, 7,95 Euro.

«FUTBOL» von Javier Caceres
«Spaniens Leidenschaft» schafft so manches Leid: Das Land war noch nie Weltmeister. Dafür hat es Real und Barça. Daran kommen viele Weltstars nicht vorbei: Di Stéfano, Puskas, Cruyff, Maradona, Beckham, Zidane, Ronaldo, Ronaldinho.
Nur Pelé und Beckenbauer haben nie in España gespielt. Selbst schuld.
Kiepenheuer & Witsch, 7,95 Euro.

«1974» aus der WM-Bibliothek der Süddeutschen Zeitung
Da die 70er Jahre längst wieder in sind und Deutschland theoretisch erneut als Gastgeber Weltmeister werden kann: Die Spiele, Tore und Bilder der 10. Fußball-WM. Die Autoren schauen über den Stadionrand
hinaus: Brandts Rücktritt, die Levis-Jahre, Breitners und Netzers lange Haare gehören auch dazu.
Süddeutsche Zeitung GmbH, 15 Bände (inklusive 2006) für 154 Euro.

«DER TRAUMTORHÜTER» von Ronald Reng
Der Aufstieg des einstigen Kreisliga-Keepers Lars Leese bis in die englische Premier League, der beim FC Barnsley gegen den FC Liverpool spielen darf, die Trinkgewohnheiten seiner Kollegen kennen lernt und erfährt, wie man sich am einfachsten vor dem Spiel aufwärmt: einmal heiß duschen. Eine Geschichte wie eine Glanzparade.
Kiepenheuer & Witsch, 8,90 Euro.
 

 

20.03. Harte Zeit für Fußballmuffel: Stürmer-Schnitten und Experten-Sprüche

Berlin (dpa) - Fußballmuffeln steht eine harte Zeit bevor. Schon knapp drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft haben es die Anti-Fans des runden Leders schwer, dem Thema zu entrinnen. Wie soll das erst ab 9. Juni werden, wenn in München das erste Spiel angepfiffen wird und Deutschland gegen Costa Rica aufläuft? Gerade noch rechtzeitig ist jetzt ein Handbuch für WM-ferne Zeitgenossen mit dem Titel «Augen zu und durch» erschienen. Zwei Frauen haben es verfasst - mit Augenzwinkern. Silvia Meixner und Gisela Schütte lassen von «Fußballverweigerung - aber richtig» über «Spielverderber mit der Pfeife» und bis zur «Philosophie der Grobmotorik» keine relevante Fußball-Frage aus.

Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren - an guten Ratschlägen zum mentalen Überleben mangelt es den beiden Frauen nicht: So meinen sie, dass gefürchtete Dinge ihren Schrecken verlieren, wenn man sich ihnen in friedlicher Absicht nähert. «Fußball-Weltmeisterschaften lassen für Ignoranten nur zwei Alternativen zu: abtauchen oder sich arrangieren.» Wer seine sozialen Kontakte während der Spiele nicht auf Dauer verlieren will, sollte deshalb Diplomatie walten lassen - gepaart mit dem Anschein von Grundkenntnissen.

Schon mit elf Sprüchen über Fußball käme man in Expertenkreisen durch, zeigen sich die Autorinnen sicher. Gute Wirkung zeige immer wieder der Spruch des legendären Bundestrainers Sepp Herberger: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.» Zum kleinen Einmaleins des Fußball- Wissens gehöre auch «Ein Spiel dauert 90 Minuten.» Dazu passe die tiefsinnige Erkenntnis von Moderator Marcel Reif: «Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt.»

Die Handbuch-Verfasserinnen - die Journalistin Meixner und die studierte Kunstgeschichtlerin Schütte - wundern sich auf 158 Seiten nicht wirklich, dass sich Frauen oft weigerten, Fußball-Interesse zu entwickeln. Vielen würde die Männerbegeisterung fremd bleiben, mit seligem Gesichtsausdruck vor dem Fernseher zu sitzen, haben sie beobachtet.

Doch daran seien die Männer selbst Schuld: 1955 erließ der Deutsche Fußball-Bund ein Frauen-Fußballverbot mit der Begründung:
Das Zurschaustellen des weiblichen Körpers auf dem Fußballplatz verletze die Schicklichkeit und den Anstand. Das sei ein klassisches Foul gewesen, empören sich die Autorinnen. Erst 1970 wurde das Verbot aufgehoben. «Na - und wer ist jetzt Weltmeister? Die deutschen Frauen!», freuen sie sich.

Bei einem kleinen Exkurs in die Fußball-Geschichte kann der Laie in dem Buch aus dem Berliner Verlag Bostelmann & Siebenhaar auch erfahren, dass Fußball eine chinesische Erfindung ist. Schon im Jahre 2697 vor Christus sollen, so stehe es in einem militärischen Lehrbuch aus der Huang-Dynastie, Soldaten «Ts'uh küh» gespielt haben, bei dem mit einem gefüllten Ball gekickt wurde, der nicht mit der Hand berührt werden durfte.

Ganz pragmatisch schlussfolgern die Fußballmuffel-Expertinnen in einem anderen Kapitel, dass eine Fußball-WM aus Küchensicht durchaus Vorteile haben könne. Schließlich erwarte niemand vom Gastgeber während dieser Zeit des Ausnahmezustandes ein Sieben-Gänge- Candlelight-Dinner. Die Alternative: Beim Fernsehen könnte das gute alte Schnittchen wiederauferstehen - als Fußball-Fingerfood.

Das oft belächelte kulinarische Relikt der 70er Jahre könne beispielsweise als Stürmer-Schnittchen zu neuen Ehren kommen:
Gebratenes Steak auf gebuttertem Toast, mit Ketchup und Senf, garniert mit Gewürzgurke und Tomantenscheiben. Fußballfans würden sich auf dem Sofa bei einem anstrengenden Match aber auch über Tabula-Rasen-Schnittchen mit Quark und grünem Bärlauchpesto freuen.
Aber kein Schnittchen ohne Kaltgetränk, empfehlen die Autorinnen leicht ironisch: «Wir rufen: Bier her, Bier her..!».

(«Augen zu und durch - Ein Handbuch für Fußballmuffel», Verlag Bostelmann & Siebenhaar, Berlin, ISBN 978-3-936962-32-1, 12,80 Euro)
 

 

24.01. Wenn Intellektuelle Fußball revolutionieren - die etwas andere Sicht

Berlin (dpa/bb) - Ob Taktik oder Regelwerk: Wenn Intellektuelle das Sagen hätten, müsste die Geschichte des Fußballs neu geschrieben werden. «Warum bilden nach dem Anstoß nicht zehn Spieler einen Kreis um den elften in der Mitte, damit sich diese asterixartige Kohorte dann Richtung gegnerisches Tor bewegt?», fragt sich zum Beispiel der österreichische Schriftsteller Franzobel. Auch seine Kollegen sind um neue Ideen nicht verlegen, wie sie am Samstag bei der Veranstaltung «Kopfballspieler» im Kulturprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin bewiesen.

Franzobel regt weiter an: «Man könnte doch einen extrem dicken Spieler einsetzten, damit der Gegner nicht mehr an den Ball kommt».
Und auch die Gegenmaßnahme hat er gleich parat: «Der Gegner könnte dann natürlich Pygmäen einsetzen.» Zudem könnten Spieler, die sich ausreichend lange nicht gewaschen haben, besser vor enger Manndeckung gefeit sein. Für den spanischen Autoren und bekennenden Fußballfan Javier Marias gibt es im Fußball ohnehin zu viele Vorschriften. «Eine Gesellschaft ist meist in der Lage, die Dinge selbst zu regeln.»

Den sportlichen Erfolg einer Nation könne man an ihrer Ernährung ableiten, glaubt Franzobel. «Die Tschechen, die viele Knödel essen, sind gute Tennisspieler. Fußballer würden demnach irgendeine Art von Melonen brauchen.» Das seien eher die Italiener und Spanier. Die fußballerischen Misserfolge der Österreicher seien nicht auf deren Leibspeisen zurückzuführen. In den Ursprüngen des Fußballs, die bei den Azteken in Mexiko lägen, seien die Sieger den Göttern geopfert worden. «Deswegen haben wir Österreicher etwas Angst vor dem Erfolg.»

Ein Trainer könnte die Verteidiger mit spitzen Schuhen ausstatten, schlägt Franzobel vor. Dann könne er, «wenn es eng wird, dem Ball einen Platten stechen. Auch so kann man Tore verhindern». Der schwedische Autor Henning Mankell kann sich vorstellen, mit einer Regeländerung die Spannung zu erhöhen: Wird das Spiel zu langweilig, soll der Schiedsrichter abpfeifen dürfen, um zu passive Spieler vom Platz zu stellen.

«Über Fußball zu sprechen kann einem das Leben retten», weiß Marias zu berichten. Als er einst auf dem Weg nach Hause überfallen wurde, habe er den Täter in ein Gespräch über ihren gemeinsamen Lieblingsverein Real Madrid verwickelt, der am selben Tag ein Spiel im Europapokal 0:5 verloren hatte. «Der Fußball sorgt dann für so etwas wie einen Waffenstillstand.» Er kam mit heiler Haut davon.

Beim schwedischen Autor Per Olof Enquist spielt im Fußball neben der Emotion die Hoffnung eine wichtige Rolle. Er hoffe inständig, dass die für 2006 nicht qualifizierten Ungarn in diesem Jahr trotzdem Fußball- Weltmeister werden. Denn schon früh habe er gelernt: «Wenn man etwas wirklich will, dann ist alles möglich.»
 

 

24.01. Schriftsteller Javier Marías: «Fußballer sind tragische Charaktere

Berlin (dpa) - Literaten haben ihre ganz eigene Sicht auf den Fußball als gesellschaftliches Phänomen: Für den spanischen Bestsellerautor Javier Marías, der selber schon über Fußball geschrieben hat («Alle unsere frühen Schlachten. Fußball-Stücke»), sind die Spieler vor allem «tragische Charaktere». Als Subjekt eines längeren Romans taugten sie aber nicht, sagte der Schriftsteller («Mein Herz so weiß») am Wochenende in einem dpa-Gespräch in Berlin. Denn im Mittelpunkt müsse beim Fußball stets die gesamte Mannschaft stehen. «Und das sind immer gleich elf Charaktere.»

Mit dem Karriereende habe ein Spieler schon früh den Zenit seines Lebens überschritten. «Er wird sich niemals wieder so wichtig fühlen wie auf dem Spielfeld. Das ist sehr tragisch.» Während ihrer aktiven Zeit waren Fußballer Aufmacher von Nachrichtensendungen und zierten die Titelseiten der Zeitungen. Danach verliere die Gesellschaft die einstigen Idole schnell aus dem Blickfeld. «Bis auf wenige, die Trainer oder Manager werden, verschwinden sie von der Bildfläche.»

Einen Roman über Fußball zu schreiben sei trotz dieser Tragik nicht leicht. Über Boxer gebe es reichlich Filme und Literatur. Diese Geschichten könne man auf ein Individuum zuspitzen. Beim Fußball gehe es selbst bei der Betrachtung eines überragenden Spielers stets um die gesamte Mannschaft.

Autoren haben einen etwas anderen Zugang zum Fußball, gesteht Marías. «Wir denken vielleicht mehr über das Spiel und die Bedeutung nach.» Sonst seien sie aber «ganz normale Leute, die sich für Fußball interessieren wie Architekten und Barkeeper». Erfreulich sei, dass sich Intellektuelle heute offen zu diesem Interesse bekennen. «Vor 20 Jahren war das anders», sagte der Schriftsteller. «Sie schämten sich.
Fußball war für Literaten zu vulgär, um ihn lieben zu können.» Heimlich seien sie am Wochenende aber alle ins Stadion gelaufen.

Ein kulturelles Rahmenprogramm habe Fußball in der Regel nicht nötig. «Er ist alleine populär genug.» Selbst wenn sich Intellektuelle nicht zu dem Thema äußerten, wäre das Spiel so beliebt wie es ist, sagte Marías. Doch könne die Kultur ein Großereignis wie die Weltmeisterschaft bereichern. «Man kann damit zeigen, dass Fußball nicht ganz so wichtig ist, wie manche Leute denken.»
 

 

23.01. «Kopfballspieler» - Autoren und Fußballer fanden nicht zusammen

Berlin (dpa) - Der Anspruch war hoch: Prominente Schriftsteller und Fußballer sollten unter dem beziehungsreichen Titel «Kopfballspieler» in Berlin diskutieren und Zugang zueinander finden.
Doch statt intellektueller Kombinationen misslang sogar das Kurzpassspiel, mancher gedankliche Flachpass landete im Seitenaus der Podiumsdiskussion am Samstagabend in Berlin. Dabei hatte das Gespräch im Museum für Kommunikation Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung «Kopfballspieler» sein sollen, ein Event im Rahmen des Kulturprogramms zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Zu den sportlichen Akteuren gehörten Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer - sie hatte Deutschland mit einem tollen Kopfball zum Titelgewinn geköpft -, Ex-Schalke-Trainer Ralf Rangnick, Ex- Fußballprofi Axel Kruse und der frühere Schiedsrichter Bernd Heynemann. Knappe Statements und Anekdoten überwogen, kurz wurde auch das Thema Gewalt im Fußball gestreift.

Die vier Autoren mühten sich um Originalität. «Warum bilden nach dem Anstoß nicht zehn Spieler einen Kreis um den elften in der Mitte, damit sich diese asterixartige Kohorte dann Richtung gegnerisches Tor bewegt?», fragte zum Beispiel der österreichische Schriftsteller Franzobel. Er regte weiter an: «Man könnte doch einen extrem dicken Spieler einsetzen, damit der Gegner nicht mehr an den Ball kommt.» Und auch die Gegenmaßnahme hat er gleich parat: «Der Gegner könnte dann natürlich Pygmäen einsetzen.» Zudem könnten Spieler, die sich ausreichend lange nicht gewaschen haben, besser vor enger Manndeckung gefeit sein...

Für den spanischen Autor und bekennenden Fußballfan Javier Marias gibt es im Fußball zu viele Vorschriften. «Eine Gesellschaft ist meist in der Lage, die Dinge selbst zu regeln.» Der schwedische Autor Henning Mankell kann sich vorstellen, mit einer Regeländerung die Spannung zu erhöhen: Wird das Spiel zu langweilig, soll der Schiedsrichter abpfeifen dürfen, um zu passive Spieler vom Platz zu stellen.

Beim schwedischen Autor Per Olof Enquist spielt im Fußball neben der Emotion die Hoffnung eine wichtige Rolle. Er hoffe inständig, dass die für 2006 nicht qualifizierten Ungarn in diesem Jahr trotzdem Fußball-Weltmeister werden. Denn schon früh habe er gelernt: «Wenn man etwas wirklich will, dann ist alles möglich.»

 

 
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