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News-Sonderthema: 

Zum Verkaufsstart von Harry Potter 7

Hintergrundberichte zum Erscheinen des letzten Bandes der Reihe
 

 
Unsere Beiträge:

02.08.
Ausländische Häftlinge in Indien fordern neuen Harry Potter

27.07.
Harry-Potter-Autorin Rowling schreibt an zwei neuen Büchern

26.07.
Potter-Fans können im Internet über Cover für letztes Buch abstimmen

25.07.
Englische Harry-Potter-Ausgabe auf Platz 1 der deutschen Buchcharts

23.07.
Rezension zum neuen Harry Potter
Buch der Rekorde: Potter so schnell verkauft wie kein Buch zuvor
«Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» erscheint im Oktober

22.07.
Was sind die «Deathly Hallows»?
Harry Potter in Zahlen - Das Buch der Rekorde
Reaktionen auf letzten Potter in der britischen Presse
Das große Finale: Der letzte Harry Potter als Megaseller gestartet
Butterbier und Zauberwasser für Potter-Fans - «We want Harry!»

21.07.
Zehn Jahre Fiebern mit Harry Potter zu Ende - Letzter Band erschienen

Neuer Harry Potter bricht Rekorde - «beispielloser Verkauf»
Bombe vor Einkaufszentrum in Pakistan - wegen Harry-Potter-Buch?
Potter-Anhänger starten in lange Lesenacht - Rowling hält sich kurz
Letztes Abenteuer von Harry Potter erschienen - Weltweite Partys
Rowlings Abschied von Harry Potter - «Ich brauche eine Auszeit»

20.07.
Rabbi: Potter-Band in der Sabbat-Nacht unter Auflagen erwerbbar
Bistum mag Harry Potter: Parallelen zu Werten des Christentums
Harry Potters Lebenslauf
Potterpedia - das Harry-Potter-Lexikon im Internet
Joanne K. Rowling - von der armen Kirchenmaus zur Multimillionärin
Auch auf Englisch ist Harry Potter für deutsche Buchbranche wichtig
Zaubertrankkunde und «Quidditch» - Harry Potter-Fanclubs
Harren auf Harry: Hochspannung trotz Raubkopie vor letztem Potter

19.07.
Rowling verärgert über vorzeitige Potter-Rezensionen in Medien
Schuluniformen und Zauberhüte - Harry Potter kann kommen
Harry-Potter-Bände bereits in USA ausgeliefert - Rezension in NYT

18.07.
Potter-Band wird in Deutschland ohne Madeleine-Suchplakat verkauft Buchhandlung am Flughafen verkauft neuen Harry Potter in der Nacht Buchhändler verkaufen nachts Harry Potter
Raubkopie des letzten Harry Potters im Internet aufgetaucht
Joanne K Rowling: Buchhandlungen sollen Madeleine-Plakate aufhängen

17.07.
Geheime Drucksache Harry Potter - Siebter Band in Thüringen gedruckt

16.07.
15 Millionen Euro für Bewachung der letzten Harry Potter-Bände

13.07.
Deutscher «Harry Potter»-Verlag rüstet sich für «Riesenprojekt»
Mehr als 325 Millionen verkaufte Harry-Potter-Bücher weltweit
Handel fürchtet vorzeitigen Verkauf von Harry Potter
Die Harry-Potter-Saga: Am Anfang ein Geistesblitz im Zug nach London
 

 
 

02.08. Ausländische Häftlinge in Indien fordern neuen Harry Potter

Neu Delhi (dpa) - Ausländische Häftlinge im Hochsicherheitsgefängnis Tihar in der indischen Hauptstadt Neu Delhi haben sich mit ihrer Forderung nach dem neuen Harry-Potter-Roman durchgesetzt. Die Zeitung «Daily News and Analysis» berichtete am Mittwoch unter Berufung auf die Gefängnisverwaltung, die Behörden hätten 15 Exemplare des Bandes «Harry Potter and the Deathly Hallows» bestellt. Es sei das erste Mal, dass Gefangene die Lieferung einer Neuerscheinung gefordert hätten.

Das Blatt berichtete weiter, die Häftlinge hätten bereitwillig für das Buch bezahlt. Das Geld verdienten sie durch Arbeit in dem Gefängnis. Die Leitung habe zuvor angeboten, auf ihre Kosten einige wenige Exemplare für die Bücherei zu beschaffen. Die Häftlinge bestanden aber darauf, jeweils eigene Ausgaben zu bekommen - wenn auch auf eigene Kosten.
 

 

27.07. Harry-Potter-Autorin Rowling schreibt an zwei neuen Büchern

London (dpa) - Erfolgsautorin Joanne K. Rowling (41) arbeitet nach dem Ende ihrer Harry-Potter-Serie bereits an zwei neuen Büchern. «Eins davon ist ein Kinderbuch, das andere ist nicht für Kinder», sagte Rowling in einem Interview mit der Zeitung «USA Today». Mehr wollte sie nicht verraten. Sie sei sich aber darüber im Klaren, das wohl nichts, was sie schreibe, an die Beliebtheit von Harry Potter herankomme. «Das weiß ich seit Jahren, und ich akzeptiere das.»

Die Schriftstellerin sagte, dass sie sich über die Vorab- Veröffentlichung ihres letzten Buches «Harry Potter and the Deathly Hallows» im Internet sehr geärgert habe. «Ich habe mich vor allem um die jüngeren Fans gesorgt, die einfach nicht wissen wollten, wie alles endet, bis sie es selbst gelesen hatten», erklärte die 41- Jährige.
 

 

26.07. Potter-Fans können im Internet über Cover für letztes Buch abstimmen

Hamburg (dpa/lno) - Harry-Potter-Fans können seit Donnerstag im Internet über das Cover für die deutschsprachige Ausgabe des letzten Bandes abstimmen. Der Hamburger Carlsen Verlag, der «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» am 27. Oktober veröffentlicht, stellte zwei Vorschläge von Illustratorin Sabine Wilharm auf seine Homepage. Bis zum 6. August ist das Online-Wahllokal geöffnet. Die englische Originalausgabe «Harry Potter and the Deathly Hallows» war am vergangenen Samstag erschienen und hatte auf Anhieb Platz eins der deutschen Buchcharts erobert. Seit Beginn von Joanne K. Rowlings Saga 1997 wurden weltweit mehr als 325 Millionen Exemplare verkauft.

(Internet: www.carlsen-harrypotter.de)
 

 

25.07. Englische Harry-Potter-Ausgabe auf Platz 1 der deutschen Buchcharts

München (dpa) - Die englische Originalausgabe des letzten Harry Potters hat auf Anhieb Platz eins der deutschen Buchcharts erobert. Der Band «Harry Potter and the Deathly Hallows» war am vergangenen Samstag erschienen, jetzt steht der Zauberlehrling an der Spitze der «Focus»-Bestseller-Liste Belletristik, wie das Münchner Magazin am Mittwoch mitteilte. Die deutschsprachige Übersetzung wird am 27. Oktober unter dem Titel «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» herauskommen. Seit Beginn von Joanne K. Rowlings Potter-Saga vor zehn Jahren wurden weltweit mehr als 325 Millionen Exemplare in fünf Dutzend Sprachen verkauft.
 

 

23.07. Buch der Rekorde: Potter so schnell verkauft wie kein Buch zuvor

New York/London/Hamburg (dpa) - Der letzte Harry-Potter-Band ist in den USA und Großbritannien so schnell verkauft worden wie noch kein Buch zuvor. Allein in diesen beiden Ländern seien am Wochenende elf Millionen Exemplare abgesetzt worden, teilten die Verlage Scholastic in New York und Bloomsbury in London mit. In Deutschland gingen fast 400 000 Exemplare der Zauber-Saga weg. Die englische Ausgabe kam am Samstag weltweit auf den Markt und löste einen Riesenansturm aus. Die deutsche Ausgabe soll Ende Oktober mit dem Titel «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» erscheinen.

In den ersten 24 Stunden seien in den USA 8,3 Millionen Exemplare von «Harry Potter and the Deathly Hallows» abgesetzt worden, teilte der US-Verlag Scholastic am Sonntag (Ortszeit) mit. In Großbritannien verkaufte sich der siebte Potter am ersten Tag fast 2,7 Millionen Mal und übertraf damit den vorherigen Band um einiges. Es sei die «erfolgreichste Buchveröffentlichung» aller Zeiten gewesen, hieß es bei Bloomsbury am Montag.

Der vorherige Potter-Band «Harry Potter and the Half-Blood Prince» war in den USA in den ersten 24 Stunden 6,9 Millionen Mal über die Ladentheke gegangen und war damals nach Angaben von Scholastic das am schnellsten verkaufte Buch gewesen. «Die Aufregung, Erwartungen und die Hysterie, die das ganze Land an diesem Wochenende ergriffen hat, waren ein bisschen wie beim ersten US-Besuch der Beatles», sagte die zuständige Leiterin des amerikanischen Verlags, Lisa Holton. Die Startauflage des siebten und letzten Bandes der Zauber-Saga lag in den USA bei 12 Millionen Stück.

Kurz nach dem Ansturm auf den Potter-Band ist nun auch das Geheimnis um die deutschsprachige Ausgabe gelüftet: Das siebte Abenteuer des populären Zauberlehrlings wird am 27. Oktober unter dem Titel «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» erscheinen, wie der Carlsen Verlag in Hamburg mitteilte.

Für Übersetzer Klaus Fritz läuft nun der Countdown. «Mit dem Erscheinen des englischen Buches konnte er seine Arbeit beginnen», hieß es beim Verlag. Noch Ende dieser Woche sollen zudem die beiden Vorschläge für die Titel-Illustrationen ins Internet gestellt werden, über die dann wieder abgestimmt werden kann. In welcher Auflagenhöhe die letzte Folge aus der populären Fantasy-Reihe von Joanne K. Rowling an den Start gehen werde, könnte man erst nach Bestellschluss am 9. September sagen, meinte eine Verlagssprecherin.

Schon seit Monaten laufen bei Carlsen die Vorbereitungen für den letzten Potter auf Hochtouren. «Ein Erfolg wie "Harry Potter" ist bisher komplett einmalig auf dem Buchmarkt und wird wahrscheinlich in dieser Größenordnung auch einmalig bleiben», hatte Geschäftsführer Joachim Kaufmann erst kürzlich betont. «In Jahren, in denen ein neuer Band erscheint, erreichen wir mehr als eine Verdoppelung unseres Umsatzes.» Als im Jahr 2000 die vierte Geschichte des erfolgreichen Kinderbuchs herauskam, hatte der Verlag nach Kaufmanns Angaben noch 35 Mitarbeiter. «Inzwischen sind es über 80 und "Harry Potter" hat eindeutig den Grundstein dafür gelegt, dass wir in dieser Zeit so wachsen konnten.»
 

 

23.07. «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» erscheint im Oktober

Hamburg (dpa/lno) - Kurz nach dem Ansturm auf die englischsprachige Ausgabe des letzten Harry-Potter-Bandes ist das Geheimnis um die deutschsprachige Ausgabe gelüftet: Das siebte Abenteuer des populären Zauberlehrlings erscheint am 27. Oktober unter dem Titel «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes», wie der Carlsen Verlag in Hamburg am Montag mitteilte. Das Original «Harry Potter and the Deathly Hallows» war am Samstag in den Handel gekommen und hatte weltweit für großen Andrang in den Buchhandlungen gesorgt. Rund um den Globus stürmten Fans die Läden, um den siebten Band der vor zehn Jahren begonnenen Saga zu ergattern. Auch in Deutschland machten Buchhändler schon nachts große Kasse.

Viele deutsche Buchhandlungen wollen indessen erst zur Veröffentlichung der deutschsprachigen Ausgabe Sonderaktionen starten. Für Übersetzer Klaus Fritz läuft nun der Countdown. «Mit dem Erscheinen des englischen Buches konnte er seine Arbeit beginnen», hieß es beim Verlag. Noch Ende dieser Woche sollen zudem die beiden Vorschläge für die Titel-Illustrationen ins Internet gestellt werden, über die dann wieder abgestimmt werden kann. In welcher Auflagenhöhe die letzte Folge aus der populären Fantasy-Reihe von Joanne K.
Rowling an den Start gehen werde, könnte man erst nach Bestellschluss am 9. September sagen, meinte eine Verlagssprecherin.

Schon seit Monaten laufen bei Carlsen die Vorbereitungen für den letzten Potter auf Hochtouren. «Ein Erfolg wie "Harry Potter" ist bisher komplett einmalig auf dem Buchmarkt und wird wahrscheinlich in dieser Größenordnung auch einmalig bleiben», hatte Geschäftsführer Joachim Kaufmann erst kürzlich betont. «In Jahren, in denen ein neuer Band erscheint, erreichen wir mehr als eine Verdoppelung unseres Umsatzes», berichtete er. Als im Jahr 2000 die vierte Geschichte des erfolgreichen Kinderbuchs herauskam, hatte der Verlag nach Kaufmanns Angaben noch 35 Mitarbeiter. «Inzwischen sind es über 80 und "Harry Potter" hat eindeutig den Grundstein dafür gelegt, dass wir in dieser Zeit so wachsen konnten.»

(Internet: www.carlsen.de)
 

 

22.07. Was sind die «Deathly Hallows»?

London (dpa) - Harry Potter erfährt in der Mitte des Buches, was es mit den «Deathly Hallows» auf sich hat. Es sind drei Gegenstände, die einst drei Brüder vom Tod höchstpersönlich bekommen habe. Dabei handelt es sich um einen unschlagbaren Zauberstab (Elder Wand), einen Stein, der Tote wiederauferstehen lassen kann (Stone of Resurrection) und einen Tarnumhang (Invisible Cloak). Der Besitzer der drei «Deathly Hallows» bekommt eine unglaubliche Macht und wird «Meister des Todes». Alle drei Brüder sterben.

Harry ist von der Macht der «Reliquien» fasziniert und will sie finden. Vor allem der Zauberstab bekommt eine große Bedeutung. Denn diesen besitzt der böse Lord Voldemort, der Harry umbringen möchte. In einer Welt zwischen Tod und Leben trifft Harry ein letztes Mal seinen toten Mentor Dumbledore, der ihm gesteht, dass auch er von den mächtigen «Deathly Hallows» angezogen war. Der wahre Besitzer ist aber Harry.

Eine deutsche Übersetzung für den Titel des siebten Bandes «Harry Potter and the Deathly Hallows» gibt es noch nicht. «Harry Potter und die Reliquien des Todes» wäre eine Möglichkeit.
 

 

22.07. Harry Potter in Zahlen - Das Buch der Rekorde

London (dpa) - Die siebenteilige Saga um den Zauberlehrling Harry Potter ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. dpa listet einige Fakten auf:

- Startauflage des ersten Bandes «Harry Potter and the Philosopher's Stone» (1997) nach Angaben des Bloomsbury Verlags: 500

- Startauflage des US-Verlags Scholastic für den letzten Band «Harry Potter and the Deathly Hallows» (2007): 12 Millionen

- Erwartete Verkaufszahl des letzten Bandes in Deutschland nach Angaben des Carlsen Verlags: mehr als 3 Millionen

- Weltweite Vorbestellungen beim Internethändler Amazon für Band sieben: 2,2 Millionen

- Zahl der verkauften Bücher bei der britischen Buchhandelskette WHSmith beim Erscheinen des letzten Bandes in der Nacht zum Samstag:
15 pro Sekunde.

- Weltweit verkaufte Exemplare von Band eins bis sechs: mehr als 325 Millionen, davon 25,2 Millionen in Deutschland.

- Geschätztes Vermögen von Autorin Joanne K. Rowling: 545 Millionen Pfund (rund 810 Millionen Euro)
 

 

22.07. Reaktionen auf letzten Potter in der britischen Presse

London (dpa) - Die Reaktionen der britischen Presse auf den samstagfrüh erschienenen letzten Harry-Potter-Band sind am Wochenende überwiegend freundlich gewesen. Die «Times» nannte es ein «Muss», den Roman zu lesen. «Das ist das erwachsenste Buch von allen», schrieb die Zeitung. Der Sender BBC zeigte sich begeistert, «es ist ein überwältigendes, gewaltiges und gänzlich erfüllendes Ende dieser epischen Serie.»

Manche Passagen seien allerdings «selbst für Potter-Junkies etwas einschläfernd», schränkte die «Times» ein. Der Leser merke, dass Joanne K. Rowling beim Schreiben von «Harry Potter and the Deathly Hallows» bereits an die Verfilmung gedacht habe. «Ich vermute, nicht einmal ein wiederentdecktes Buch von Shakespeare mit einer Titelseite, die Michelangelo gemalt hat, könnte so viel Aufregung auslösen», schrieb der Kritiker der Zeitung «Daily Telegraph». Es gebe «sehr stichhaltige» Gründe, warum die Bücher so berühmt wurden. Für erstmalige Potter-Leser sei der letzte Roman jedoch nicht geeignet.

Der «Guardian» lobt, wie Rowling im letzten Band alle Geschichten zu einem Ende bringt. Die Mysterien seien «reif» gewesen, enträtselt zu werden. «Rowling hat verdammt nochmal alles getan, die Ereignisse und auch weniger wichtigen Charaktere aus den früheren Bänden zusammenzuführen.»

Die «Sun» nannte den Roman ein «klassisches Märchen zwischen Gut und Böse», das auf einer Stufe mit Tolkiens «Herr der Ringe» stehe. Allerdings sei das Buch «etwas kompliziert», bemängelte das Massenblatt.

Generell wurde die Potter-Manie eher in den Innenteilen der Zeitungen besprochen und die Zeitungen waren bedacht darauf, nicht zu viel vom Inhalt zu verraten.
 

 

22.07. Das große Finale: Der letzte Harry Potter als Megaseller gestartet

London/Hamburg (dpa) - Weltweiter Ansturm auf Harry Potter: Mit Millionenverkäufen bereits am Start-Wochenende hat der letzte Band über den Zauberlehrling Literaturgeschichte geschrieben. Eine Minute nach Mitternacht britischer Zeit (01.01 MESZ) kam am Samstag «Harry Potter and the Deathly Hallows» in den Handel. Rund um den Globus stürmten Fans die Läden, um den siebten Band der vor zehn Jahren begonnenen Saga zu ergattern. Auch in Deutschland machten Buchhändler schon nachts große Kasse. Viele Läden meldeten: «Ausverkauft!».

Harrys Schöpferin Joanne K. Rowling trug bei ihrer Mitternachts- Lesung im Londoner Naturkundemuseum sichtlich bewegt das erste Kapitel vor. «Ich könnte heulen», sagte die Autorin, die durch die Serie Multimillionärin geworden ist. Der neue Band soll ihr weitere 55 Millionen Euro einbringen, berechnete die Zeitung «Daily Mirror».

Fans standen samstagfrüh weltweit in Schlangen an, im Sekundentakt gingen die Bücher über den Ladentisch. Bei Potter-Partys feierten Tausende den Schlussband. Die deutsche Übersetzung, deren Titel noch nicht bekannt ist, wird am 27. Oktober herauskommen.

«In der Buchverkaufs-Geschichte gibt es nichts Vergleichbares», sagte der Sprecher der Buchkette Waterstone's, Jon Howells. Die Verkaufszahlen seien magisch. Eine seiner Kolleginnen ergänzte: «Wir hatten über das ganze Wochenende eine viertel Million Menschen in unseren Läden erwartet. Jetzt hatten wir aber schon in der ersten Nacht so viele Besucher.» Der Händler WHSmith, der in Großbritannien nachts 400 Läden öffnete, verkaufte 15 Potter-Bücher pro Sekunde.

Der englische Verlag Bloomsbury geht davon aus, dass rund drei Millionen Bücher allein in Großbritannien in den ersten 24 Stunden verkauft wurden. Der amerikanische Verlag Scholastic hatte zwölf Millionen Stück als Start-Auflage gedruckt. «Ich vermute, nicht einmal ein wiederentdecktes Buch von Shakespeare mit einer Titelseite, die Michelangelo gemalt hat, könnte so viel Aufregung auslösen», schrieb der Kritiker der Zeitung «Daily Telegraph».

Auch in vielen deutschen Städten wie Berlin, Frankfurt/Main und Düsseldorf hatten Buchhandlungen Nachtschichten eingelegt. Im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann wurden die wartenden Fans mit Butterbier, Schokofröschen und Zauberwasser bei Laune gehalten. Selbst am Frankfurter Flughafen standen die Käufer nachts Schlange: «Bei uns ist die Hölle los», sagte ein Verkaufsleiter über den Andrang im dortigen «k Bookstore». Der Internethändler Amazon lieferte 220 000 Exemplare des englischen Potter-Bands in Deutschland aus, weltweit waren es 2,2 Millionen Vorbestellungen.

Nicht nur für die Buchhändler, auch für die Liebhaber der Geschichten aus der Zauberschule Hogwarts war es die Nacht der Nächte: Allein auf der größten britischen Party feierten in London mehr als 7000 Menschen. In New York amüsierten sich die Menschen bei einem Fest mit Feuerschluckern und Zauberern. Die Schlange der bunt kostümierten Fans vor einem Laden am Union Square war so lang, dass die Polizei für Sicherheit sorgen musste. Der größte deutsche Harry- Potter-Fanclub hp-fc feierte in der Zitadelle Spandau in Berlin.

Die Menschen stürzten sich sofort ins Lesevergnügen, in London steckten am Wochenende in den U-Bahnen die Nasen nur in einem Buch: Harry Potter. Auch am Pariser Seine-Strand vergruben sich die Menschen hinter dem Schmöker. Selbst beim Lesen wurden Rekorde aufgestellt: Anne Jones (55) aus dem britischen Leicester brauchte nur 47 Minuten, um die 199 900 Wörter auf 607 Seiten zu lesen.

Sehr zum Ärger der Fans waren die Bücher schon wenige Stunden nach dem Verkaufsstart in einigen Läden vergriffen. In London hieß es oft «sorry» und auch in Moskau gingen viele Fans leer aus. In Brasilien kam es sogar zu Tumulten, weil die Exemplare so schnell ausverkauft waren. Ohne Probleme verlief der Verkaufsstart dagegen in Israel. Zuvor hatte es Proteste wegen der Störung der Sabbat-Ruhe gegeben.

In Großbritannien unterboten sich die Händler derweil mit Billig- Preisen; auch in Deutschland wird der Band unterschiedlich teuer angeboten. Für Originalausgaben aus dem Ausland gilt nämlich die Buchpreisbindung nicht. In Australien hatte eine Buchhandelskette eine Fahrt mit einer Dampflok für rund 1500 Fans organisiert. Der britische Botschafter in Thailand, auf dem Kopf einen Zauberhut, überreichte in Bangkok das Buch an den ersten Kunden.

«Alle Geheimnisse, die ich so lange mit mir herumgetragen habe, werden nun auch Eure sein», schrieb Rowling auf ihrer Internetseite. Aus der Lektüre wird nun auch die Bedeutung der rätselhaften «Deathly Hallows» klar: Reliquien des Todes, die ihren Besitzer zum «Meister des Todes» machen. Auch das Geheimnis um Harrys Bestimmung ist gelüftet: Der Kampf gegen das Böse nimmt ein gutes Ende.

Allerdings lässt die Autorin auf Harrys Weg zum persönlichen Glück einige lieb gewonnene Romanfiguren sterben. Dennoch endet das Werk mit dem Satz: «Alles war gut.» Der ein oder andere Fan mag das jedoch anders sehen: Cahina Lewis aus London fragte sich: «Was soll ich jetzt bloß mit meinem Leben anfangen?»
 

 

22.07. Butterbier und Zauberwasser für Potter-Fans - «We want Harry!»

Berlin (dpa/bb) - Ein zotteliger, weißhaariger Zauberer und eine Wahrsagerin begrüßen die Neugierigen vor dem Berliner Kulturkaufhaus Dussmann zur langen Harry-Potter-Nacht. Schon vor dem heiß ersehnten Verkaufsstart für das siebte und letzte Abenteuer des Zauberschülers versorgen sie zu nächtlicher Stunde die Wartenden mit Butterbier, Schokofröschen und Zauberwasser. Artig stehen die Leseratten in der Schlange, die kontinuierlich länger wird. Doch bei manchen Fans wächst die Ungeduld. «We want Harry!», skandieren sie. Pünktlich um 1.01 Uhr in der Nacht zu Samstag ist es dann so weit: Die ersten Exemplare des über 600 Seiten dicken Bandes «Harry Potter and the Deathly Hallows» in englischer Originalversion werden verkauft.

Schon in der ersten Stunde gehen nach Angaben einer Dussmann- Sprecherin 1200 Bücher über den Ladentisch. Als das Geschäft morgens um 6.00 Uhr schließt, sind insgesamt 1500 Exemplare verkauft, im Laufe des Tages kommen noch hunderte dazu. Auch bei Hugendubel, die keine Verkaufzahlen nennen, heißt es, das Geschäft sei «sehr, sehr gut gelaufen». Die Berliner Hugendubel-Filialen melden in den Nachtstunden Warteschlangen von mehreren hundert Metern, und auch bei Dussmann stehen die Fans bis hinaus auf die Friedrichstraße.

Bei den Wartenden sind allerdings erstaunlich wenig Kostüme zu sehen, nur hier und da ein schwarzer Hut oder ein selbstgenähter Umhang. Ein 14-jähriger Junge, der mit Mutter und Tante gekommen ist, erzählt, dass er die Bücher mag, weil sie «nicht zu schnulzig» sind. In der Nacht wollte er die ersten zwei Seiten des finales Bandes lesen. Die am 27. Oktober erscheinende deutsche Übersetzung möchte er sich aber auch kaufen.

Der 30-jährige Daniel Pasche kennt alle bisherigen Abenteuer der Zauberlehrlinge von Hogwarts als Hörbuch. Mit dem neuen Potter will er seine Freundin in der Nacht überraschen: «Wir werden uns die Story dann gegenseitig vorlesen.» Er bedauert das angekündigte Ende der Reihe, kann sich aber gut vorstellen, dass es irgendwie weitergeht. «So eine Fanbasis kann man nicht hungern lassen.»

Trotz der Spekulationen um den Ausgang der Fantasy-Reihe schlägt kaum jemand die letzten Seiten des Buches auf, um das Ende sofort zu lesen. «Ich hab mich tierisch geärgert, dass der angebliche Schluss schon im Netz zu lesen war», sagt Politikstudent Elmar Haus. Eine Raubkopie kursierte bereits vor Veröffentlichung im Internet, die «New York Times» hatte schon am Donnerstag eine Rezension veröffentlicht. Stirbt Harry oder nicht? Das war die große Frage. Student Haus, für den Harry Potter eine «Retter-Figur wie Jesus» ist, wittert hinter der ganzen Aufregung eine perfide Strategie, um einen Hype zu erzeugen. Nein, vorblättern wolle er nicht: «Ich werde gleich nach Hause fahren und das Buch von vorne bis hinten lesen.»

In sehr uriger Atmosphäre feiert zu gleicher Zeit der größte deutsche Harry-Potter-Fanclub in der Hauptstadt das Erscheinen des letzten Bandes: Laut Veranstalter waren mehr als 120 Gäste - allesamt in Harry-Potter-Manier gekleidet - in die Zitadelle Spandau gekommen, um dort in der «Harry Potter Akademie» das neue Werk von Joanne K. Rowling zu studieren. Die ersten Reaktionen der Experten sollen recht positiv ausgefallen sein. So zitiert der Veranstalter einen Fan mit den Worten: «Schon die ersten Seiten des 7. Bandes sind sehr spannend.»

Auch wenn dies tatsächlich der letzte Harry Potter sein sollte - die Mitglieder des Fan-Clubs wollen weitermachen. «Aufhören können wir auf gar keinen Fall», sagt Saskia Preissner (21), Mitbegründerin des Clubs. «Den achten Band wollen wir selber herausbringen.» Im Internet soll dieser von Fans geschrieben werden. «Für uns fängt es jetzt erst richtig an.»
 

 

21.07. Zehn Jahre Fiebern mit Harry Potter zu Ende - Letzter Band erschienen

London/Hamburg (dpa) - Monatelang hatten die Fans auf diesen Moment gewartet: Pünktlich eine Minute nach Mitternacht britischer Zeit (01.01 MESZ) startete in der Nacht zum Samstag der Verkauf von «Harry Potter and the Deathly Hallows». Rund um den Globus stürmten die Anhänger des Zauberlehrlings die Buchläden, um ein Exemplar des siebten und letzten Bandes der Saga zu bekommen. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Buches standen aufgeregte Fans weltweit in langen Schlangen an, im Sekundentakt gingen die Bücher über den Ladentisch. Bei Potter-Partys feierten Tausende die letzte der zauberhaften Geschichten. Die deutsche Übersetzung, deren Titel noch nicht bekannt ist, erscheint am 27. Oktober.

Noch nie zuvor beschwor ein Buch einen solchen globalen Rummel herauf: Schon beim Mitternachtsverkauf wurden Rekorde gebrochen, Millionen Bücher wurden binnen weniger Stunden verkauft. «In der Buchverkaufs-Geschichte gibt es nichts Vergleichbares», sagte der Sprecher der Buchkette Waterstone's, Jon Howells. Die Verkaufszahlen seien magisch. «Das ist unglaublich», sagte eine seiner Kolleginnen. «Wir hatten über das ganze Wochenende eine viertel Million Menschen in unseren Läden erwartet. Jetzt hatten wir aber schon in der ersten Nacht so viele Besucher.» Der Händler WHSmith, der in Großbritannien nachts 400 Läden öffnete, verkaufte 15 Potter-Bücher pro Sekunde.

«Ich vermute, nicht einmal ein wiederentdecktes Buch von Shakespeare mit einer Titelseite, die Michelangelo gemalt hat, könnte so viel Aufregung auslösen», schrieb der Kritiker der Zeitung «Daily Telegraph» am Samstag. Auch in vielen deutschen Städten wie Berlin, Frankfurt/Main, Düsseldorf und Aachen hatten Buchhandlungen Nachtschichten eingelegt. Der Verkauf begann hier wegen der Zeitverschiebung zur Potter-Metropole London nicht um Mitternacht, sondern eine Stunde später. Im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann wurden die wartenden Fans mit Butterbier, Schokofröschen und Zauberwasser bei Laune gehalten. Selbst am Frankfurter Flughafen standen die Käufer nachts Schlange: «Bei uns ist die Hölle los», sagte ein Verkaufsleiter über den Andrang im dortigen «k Bookstore».

Nicht nur für die Buchhändler, auch für die Liebhaber der Geschichten aus der Zauberschule Hogwarts war es die Nacht der Nächte: Allein auf der größten britischen Potter-Party feierten im Flaggschiffladen in London mehr als 7000 Menschen. Harrys Schöpferin Joanne K. Rowling trug bei ihrer Mitternachts-Lesung im Londoner Naturkundemuseum sichtlich bewegt das erste Kapitel vor.

Auch in vielen anderen Städten waren die Menschen unterwegs, um ein Buch zu ergattern, gemeinsam zu feiern oder sich sofort ins Lesevergnügen zu stürzen. In New York amüsierten sich die Menschen bei einem Fest mit Jongleuren, Feuerschluckern und Zauberern. Die Schlange der oft bunt kostümierten Fans vor einem Buchladen am Union Square war so lang, dass die Polizei für Sicherheit sorgen musste. Die Stadt Peninsula im US-Bundesstaat Ohio wirkte mit ihren Dekorationen wie eine Kulisse für die Zauberer-Saga. Der größte deutsche Harry-Potter-Fanclub hp-fc feierte in der Zitadelle Spandau in Berlin.

Auf vielen Partys zogen sich die Fans allerdings rasch zum Lesen zurück. Während die 55-jährige Schnell-Leserin Anne Jones aus dem britischen Leicester gerade mal 47 Minuten brauchte, um die 199 900 Wörter auf 607 Seiten zu lesen, begann für viele andere Anhänger eine lange Nacht. «Ich schließe mich gleich zusammen mit meiner Schwester im Badezimmer ein», sagte Sophia Papanicols (16) aus London. Die 23 Jahre alte Anna Gallen legte gleich in der Londoner U-Bahn mit der Lektüre los: «Ich habe zwei Jahre darauf gewartet.»

Auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Frankreich machten sich die Freunde des Zauberlehrlings zur Geisterstunde über das Buch her. In Australien hatte eine Buchhandelskette eine Fahrt mit einer Dampflok für rund 1500 Fans organisiert. Der britische Botschafter in Thailand, auf dem Kopf einen Zauberhut, überreichte in Bangkok das Buch an den ersten Kunden. In Buchhandlungen Brasiliens kam es zu Tumulten, weil die Exemplare schnell vergriffen waren. Ungestört verlief der Verkaufsstart dagegen in Israel. Zuvor hatte es Proteste wegen der Störung der Sabbat-Ruhe gegeben.

«Alle Geheimnisse, die ich so lange mit mir herumgetragen habe, werden nun auch Eure sein», schrieb Rowling auf ihrer Internetseite. Aus der Lektüre wird nun auch die Bedeutung der rätselhaften «Deathly Hallows» klar: Reliquien der Toten, die ihren Besitzer zum «Meister des Todes» machen.

Die Saga um den Zauberlehrling und seinen Kampf gegen das Böse nimmt ein glückliches Ende. Allerdings lässt die Autorin auf Harrys Weg zum persönlichen Glück einige lieb gewonnene Charaktere sterben. Dennoch endet das Werk mit dem Satz: «Alles war gut.» Der ein oder andere Fan mag das allerdings ob des Endes der Saga anders sehen: Cahina Lewis fragte sich am Samstag in London: «Was soll ich jetzt bloß mit meinem Leben anfangen?»
 

 

21.07. Neuer Harry Potter bricht Rekorde - «beispielloser Verkauf»

London (dpa) - Der neue Harry Potter hat beim Mitternachtsverkauf in  Großbritannien nach ersten Berechnungen bereits Rekorde gebrochen. Der Händler WHSmith, der landesweit 400 Läden um 00.01 Uhr öffnete, verkaufte in der Nacht zum Samstag nach eigenen Angaben im Durchschnitt 15 Exemplare von «Harry Potter and the Deathly Hallows» pro Sekunde. Das liege noch über den 13 Büchern pro Sekunde, die beim sechsten Band vor zwei Jahren verkauft wurden. Die Fans hätten «die Läden gestürmt», um ihren druckfrischen Potter zu bekommen.

Auch die Buchkette Waterstone's sprach von magischen Verkaufszahlen. Die Geschwindigkeit, mit der der siebte und letzte Teil der Reihe um den Zauberlehrling über den Tresen ging, sei «beispiellos» gewesen, sagte Sprecher Jon Howells. «In der Buchverkaufs-Geschichte gibt es nichts Vergleichbares.» Vor den rund 280 Filialen hätten um Mitternacht rund 250 000 Potter-Fans gestanden. Allein in den ersten beiden Stunden seien rund 100 000 Bände über die Ladentische gegangen. Auf der größten Potter-Party feierten im Flaggschiffladen in London mehr als 7000 Menschen.

Die Supermarktkette Asda, die für fünf Pfund (7,50 Euro) einen Billig-Potter anbot, teilte mit, dass die Hälfte der gesamten Lieferung bereits über Nacht ausverkauft war. In den ersten neun Stunden seien 250 000 Bände weggegangen - so viel wie beim letzten Potter in 24 Stunden.

Die Supermarktkette Tesco hatte rund 300 Läden landesweit geöffnet und sprach von «noch nie da gewesenen» Vorbestellungen. Sie ging davon aus, dass in den ersten zwölf Stunden mindestens 300 000 Exemplare verkauft werden. Der englische Bloomsbury-Verlag wollte am Montag erste Zahlen mitteilen. Offiziell ist die Auflage nicht bekannt, es wird jedoch davon ausgegangen, dass sie bei mehr als zweieinhalb Millionen liegt.
 

 

21.07. Bombe vor Einkaufszentrum in Pakistan - wegen Harry-Potter-Buch?

Islamabad (dpa) - Kurz vor dem Verkaufsstart des neusten Potter-Buchs hat die pakistanische Polizei in Karachi vor einem Einkaufszentrum eine Autobombe entschärft. «Wir wissen bislang nicht genau, ob das Ziel der Bombe der Start des Buches war, aber wir können das nicht ausschließen», sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Ein anonymer Anrufer habe am Freitagabend einen Hinweis gegeben. Einsatzkräfte hätten die mit zehn Kilo Sprengstoff präparierte Bombe, die mit einem Fernzünder ausgestattet war, unschädlich gemacht. Der Verkaufsstart von «Harry Potter and the Deathly Hallows» sei daraufhin verschoben worden.
 

 

21.07. Potter-Anhänger starten in lange Lesenacht - Rowling hält sich kurz

London/Hamburg (dpa) - Weltweit ist der Sturm auf den neuen Harry Potter nach langem Warten eröffnet: Der siebte und letzte Band des beliebten Kinderbuchs ist in der Nacht zu Samstag erschienen. Von Australien bis Deutschland ergatterten sich die ersten Fans punkt eine Minute nach Mitternacht britischer Zeit ein heiß ersehntes Exemplar von «Harry Potter and the Deathly Hallows» und vertieften sich sofort in die Lektüre. Vielerorts bildeten sich lange Warteschlangen vor den Verkaufsständen.

Vor der Londoner Buchhandlung Waterstone's am Piccadilly Circus warteten bis zu 6000 Menschen. Einige lieferten sich kleinere Rangeleien, um als erste ihre Hand auf ein Exemplar zu legen. Ansonsten aber feierten Fans, die zum Teil eigens aus Deutschland, Kanada oder den USA angereist waren, eine friedliche Party. Viele stürzten sich sofort in eine lange Lesenacht. «Ich schließe mich gleich zusammen mit meiner Schwester im Badezimmer ein», sagte Sophia Papanicols (16) aus London, die stundenlang vor einem Buchladen in der britischen Hauptstadt ausgeharrt hatte.

Die Potter-Autorin Joanne K. Rowling war mit ihrer Mitternachts- Lesung im Londoner Naturkundemuseum währenddessen nur kurz in einer Live-Übertragung im Internet zu erleben. Wer nicht zu den 500 glücklichen Inhabern eines Tickets zählte, konnte Rowling lediglich zwölf Minuten lang im Netz lauschen. Die Autorin, die in einem großen Sessel aus rotem Samt saß, trug sichtlich bewegt das erste Kapitel des Bandes vor. Zuvor hatte sie gestanden, vor dem Potter-Ende «berauscht» vor Aufregung zu sein.

Die Saga um den Zauberlehrling und seinen Kampf gegen das Böse nimmt im letzten Band der Reihe ein glückliches Ende. Allerdings lässt die Autorin auf Harrys Weg zum persönlichen Glück einige lieb gewonnene Charaktere sterben. «Alle Geheimnisse, die ich so lange mit mir herumgetragen habe, werden nun auch Eure sein», schrieb Rowling auf ihrer Internetseite.

Doch nicht nur in London, auch in Deutschland, Australien, Neuseeland und Österreich verschlangen kleine und große Leseratten den Schmöker. In Städten wie Berlin, Frankfurt oder Aachen legten Buchhandlungen Nachtschichten ein, während die Fans in Neuseeland mit den neuen Abenteuern des Zauberschülers in den Tag starteten. Um 11.01 Uhr Ortszeit sicherten sich viele große und kleine Leser in Auckland ihr Exemplar. In Wien dagegen hielten die Fans in der heißen Sommernacht tapfer die Augen offen und ließen sich ihre Vorfreude auch nicht durch Raubkopien, die im Internet aufgetaucht waren, verderben.

In Australien landete ein treuer Potter-Fan kurz vor der Buchveröffentlichung mit Unterkühlung im Krankenhaus. Dem 21-jährigen war die Quittung für ein vorbestelltes Buch in den eiskalten Burley Griffin See in Canberra gefallen, berichteten Medien. Er sprang hinterher - an einem der kältesten Tage des australischen Winters. Besorgte Augenzeugen alarmierten den Notruf. Der junge Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Zur schnelleren Genesung ihres Patienten überredeten sie die Buchhandlung, dem Mann auch ohne Quittung ein Exemplar zu schicken - direkt ins Krankenhaus

Die Verlage gehen davon aus, dass der Roman schon in den ersten Stunden mehrere Millionen Mal verkauft wird und alle bisher da gewesenen Rekorde bricht. Die deutsche Übersetzung erscheint am 27. Oktober. Der Titel steht noch nicht fest.
 

 

21.07. Letztes Abenteuer von Harry Potter erschienen - Weltweite Partys

London/Hamburg (dpa) - Die Fans von Harry Potter sind erlöst: Rund um den Globus stürmten die Anhänger des Zauberlehrlings die Buchläden, um ein Exemplar des siebten und letzten Bandes der Saga zu bekommen. Pünktlich eine Minute nach Mitternacht britischer Zeit war in der Nacht zum Samstag der Verkauf von «Harry Potter and the Deathly Hallows» gestartet. Ob in London oder Berlin, Sydney oder São Paulo - vielerorts standen Leser in langen Schlangen an. Bei der britischen Buchhandelskette Waterstone's gingen nach Auskunft einer Sprecherin allein in den ersten beiden Stunden nach Mitternacht rund 100 000 Bücher über die Ladentische. Die Verlage erwarteten, dass sich der englischsprachige Roman schon in den ersten Stunden mehrere Millionen Mal verkaufen und alle bisherigen Rekorde brechen wird. Die deutsche Übersetzung erscheint am 27. Oktober.

«Das ist unglaublich», sagte die Waterstone's-Sprecherin. «Wir hatten über das ganze Wochenende eine viertel Million Menschen in unseren Läden erwartet. Jetzt hatten wir aber schon in der ersten Nacht so viele Besucher.» Für Liebhaber der Geschichten aus der Zauberschule Hogwarts war es die Nacht der Nächte: Vor einer Buchhandlung am Piccadilly Circus in London warteten bis zu 6000 Menschen auf das neue Abenteuer. Einige lieferten sich kleinere Rangeleien, ansonsten aber feierten Fans eine friedliche Party.

Harrys Schöpferin Joanne K. Rowling trug bei ihrer Mitternachts- Lesung im Londoner Naturkundemuseum sichtlich bewegt das erste Kapitel vor. Wer nicht zu den 500 Ticket-Inhabern zählte, konnte ihr nur zwölf Minuten lang live im Internet lauschen. Der größte deutsche Harry-Potter-Fanclub feierte in der Zitadelle Spandau in Berlin, die im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten einer Burg gebaut worden war.

In Berlin, Frankfurt/Main, Düsseldorf oder Aachen legten Buchhandlungen Nachtschichten ein. Der Verkauf begann hier wegen der Zeitverschiebung zur Potter-Metropole London nicht um Mitternacht, sondern eine Stunde später. Im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann wurden die Käufer von einem Zauberer und einer Wahrsagerin begrüßt. Mit Butterbier, Schokofröschen und Zauberwasser ließ sich die Zeit überbrücken. Auch vor der Mayerschen Buchhandlung in Aachen warteten Fans. «Als bei uns das Licht anging, haben die Leute in der Warteschlange vor unserem Geschäft applaudiert», so eine Sprecherin.

Am Frankfurter Flughafen konnten sich Fans ebenfalls schon nachts mit Lesestoff versorgen. «Bei uns ist die Hölle los», sagte Michael Lambert, Regionalverkaufsleiter bei der Handelsgruppe Valora, über den Andrang im dortigen «k Bookstore». «Die Nachfrage ist exorbitant hoch und übertrifft deutlich unsere Erwartungen.» Großer Trubel herrschte ebenfalls in der Buchhandlung Lehmanns in Leipzig. In das Buchhaus Stern-Verlag in Düsseldorf waren fast 1000 Besucher gekommen. Auch in Hannover hatten Hunderte für den Band angestanden. In Sachsen-Anhalt und Thüringen lief das Geschäft dagegen verhalten an. Viele Leser warteten auf die deutschsprachige Ausgabe, hieß es.

Während die 55-jährige Schnell-Leserin Anne Jones aus dem britischen Leicester gerade mal 47 Minuten brauchte, um die 199 900 Wörter auf 607 Seiten zu lesen, begann für alle anderen Anhänger eine lange Nacht. «Ich schließe mich gleich zusammen mit meiner Schwester im Badezimmer ein», sagte Sophia Papanicols (16) aus London. Die 23 Jahre alte Anna Gallen legte gleich in der Londoner U-Bahn mit der Lektüre los. «Ich habe zwei Jahre darauf gewartet», betonte sie.

Auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Frankreich machten sich die Freunde des Zauberlehrlings zur nächtlichen Geisterstunde über das neue Buch her. Der Ansturm in Spanien hielt sich dagegen in Grenzen. In Australien hatte eine Buchhandelskette eine Fahrt mit einer Dampflok für rund 1500 Potter-Fans organisiert. In Tokio dagegen war von der großen Potter-Faszination zunächst nichts zu spüren. Nur rund 20 Käufer warteten vor dem Maruzen Bookstore im Zentrum der City. In der chinesischen Hauptstadt Peking zählte ein Buchladen mehr als 100 Käufer, die das siebte Abenteuer von Harry Potter, genannt «Hali Bote», lesen wollten. Der britische Botschafter in Thailand, auf dem Kopf einen Zauberhut, überreichte in Bangkok das Buch an den ersten Kunden. In Buchhandlungen Brasiliens herrschte teilweise Ärger, weil die Exemplare schnell vergriffen waren. Ungestört verlief der Verkaufsstart in Israel: Zuvor hatte es Proteste wegen der Störung der Sabbat-Ruhe gegeben.

«Alle Geheimnisse, die ich so lange mit mir herumgetragen habe, werden nun auch Eure sein», schrieb Rowling auf ihrer Internetseite. Die Saga um den Zauberlehrling und seinen Kampf gegen das Böse nimmt im letzten Band der Reihe ein glückliches Ende. Allerdings lässt die Autorin auf Harrys Weg zum persönlichen Glück einige lieb gewonnene Charaktere sterben. Dennoch endet das Werk mit dem Satz: «Alles war gut.»
 

 

21.07. Rowlings Abschied von Harry Potter - «Ich brauche eine Auszeit»

London (dpa) - Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling sieht so aus, als würde sie am liebsten unter dem Tarnumhang ihres Zauberlehrlings verschwinden. «Ich habe es geliebt, über Harry zu schreiben», sagte Rowling kurz vor dem Erscheinen des letzten Bandes der Potter-Saga. «Aber jetzt brauche ich wirklich eine Auszeit.»

Von Anfang an hat die 41 Jahre alte Britin, die mittlerweile Fans von Alaska bis Australien hat, den Rummel um ihre eigene Person eher widerwillig ertragen. Ihren Abschied von Harry feierte sie deshalb auch eher im «kleinen Kreis». 500 Fans konnten sich zu den Glücklichen zählen, die am Samstag um eine Minute nach Mitternacht englischer Zeit bei einer Lesung im Londoner Naturkundemuseum das erste Kapitel von «Harry Potter and the Deathly Hallows» aus dem Mund der Autorin hören durften.

«Ich habe Rotz und Wasser geheult, als ich das letzte Kapitel geschrieben habe», hatte Rowling erklärt und die kleinen und großen Leser aufgefordert, sich auf ein paar «schreckliche Dinge» einzustellen. Ein wenig Melancholie spiegelte sich dann auch in ihrer Miene, als sie in der Nacht der Nächte in einem großen roten Samt- Sessel Platz nahm und die ersten Worte des lang ersehnten letzten Potter-Bandes vorlas. Ganze zwölf Minuten konnten die Fans außerhalb der Mauern des Museum Rowlings Lesung live im Internet verfolgen - danach waren die geladenen Gäste wieder unter sich, später signierte die Autorin viele Bücher.

Die Potter-Anhänger, die ihrem Idol Rowling tatsächlich begegnen durften, konnten ihr Glück kaum fassen. «Für mich ist heute Nacht ein Traum wahr geworden», sagte die 22 Jahre alte Kathryn Longwill. Ihre signierte Kopie sei wie ein Schatz für sie - lesen wolle sie lieber ein zweites Ersatz-Exemplar.

Mit dem letzten Band der Saga geht für viele Potter-Fans eine Ära zu Ende. «Die letzten zehn Jahre lang war Harry Potter so ein großer Teil meines Lebens», sagte Leserin Cahina Lewis. «Mit meinen Freunden habe ich immer wieder neue Potter-Theorien erdacht. Das ist jetzt vorbei. Was soll ich jetzt bloß mit meinem Leben anfangen?»

Auch Rowling will ihren Alltag nun erst einmal neu organisieren. «Ich kann niemandem irgendetwas versprechen», sagte sie. Vor allem brauche sie dringend Urlaub. Doch selbst wenn ihr Harry fehlen werde - für sie sei die Geschichte noch nicht beendet. «Meine beiden jüngsten Kinder wissen noch gar nicht wirklich, wer Harry Potter ist. Ich freue mich so sehr darauf, das Buch mit ihnen teilen zu können, wenn sie alt genug sind - das hilft mir, nicht so traurig zu sein, dass jetzt alles vorbei ist.»
 

 

20.07. Rabbi: Potter-Band in der Sabbat-Nacht unter Auflagen erwerbbar

Jerusalem (dpa) - Der weltweite Verkaufsstart des letzten Harry-Potter-Romans in der Nacht zum Samstag stürzt gläubige Juden unter den eingeschworenen Fans des bebrillten Zauberlehrlings in einen schweren Zwiespalt. Ihnen ist es nämlich am Sabbat, der von Freitagabend bis Samstagabend reicht, nicht erlaubt, zu arbeiten oder Geschäfte zu tätigen. Ein Rabbi, der nicht namentlich genannt werden wollte, wies jedoch am Freitag in der Tageszeitung «Jerusalem Post» einen Ausweg. Unter bestimmten Auflagen könnten jüdische Potter-Leser das Kult-Buch in der Nacht zum Samstag auch erwerben, ohne das Religionsgesetz zu verletzen.

So können die potenziellen Käufer den Band im Buchgeschäft entgegennehmen, wenn sie sich zu Fuß dorthin begeben und die Bezahlung vorher erledigt haben. Im Buchladen dürfen keine jüdischen Angestellten beschäftigt sein, und der Laden darf nicht ausdrücklich für jüdische Käufer geöffnet sein, befand der Rabbi. In Israel erfolgt der Verkaufsstart der englischen Originalausgabe von «Harry Potter and the Deathly Hallows» Samstagfrüh um 02.01 Uhr Ortszeit und damit zum selben Zeitpunkt wie auch überall sonst auf der Welt. Eine hebräische Übersetzung soll im Dezember erscheinen.

Den Haupt-Event mit überraschungsmäßigen Show-Einlagen plant die führende Buchhandelskette «Steimatsky's» im Tel Aviver Szene-Treff «Port». Ultra-religiöse Politiker hatten schon zuvor mit Strafen wegen der Verletzung der Sabbat-Ruhe gedroht. Handelsminister Eli Jischai von der ultra-orthodoxen Schas-Partei hatte am Dienstag angekündigt, seine Arbeitsinspektoren in die illegal geöffneten Buchhandlungen ausschwärmen zu lassen. Sprecher der Handelsketten hatten aber erklärt, dass sie in Hinblick auf den Verkaufsstart des neuesten Potters in Israel durch internationale Verträge gebunden seien.
 

 

20.07. Bistum mag Harry Potter: Parallelen zu Werten des Christentums

Essen (dpa/lnw) - Das Bistum Essen steht auf Harry Potter. Die Romane böten Parallelen zu Werten des Christentums bieten. Die Zauberei der Romanfigur hält das Bistum überhaupt nicht für schädlich. «Was mir an Harry Potter gefällt ist, dass das Gute letztlich den Sieg davonträgt. Das ist die Botschaft, die wir auch als Christen haben», sagte am Freitag der Sektenbeauftragte des Bistums, Pfarrer Gary Albrecht.

Die Verurteilung der Romane von einigen christlichen Gemeinschaften als «okkultisch» und «teuflisch» resultiere aus einer wörtlichen Auslegung der Bibel. Sie sähen die Welt unter dem Einfluss des Satans und hätten naturgemäß Vorbehalte gegen Romane mit positiver Darstellung von Hexen und Zauberern. «Die katholische Kirche ist in dieser Frage sehr viel gelassener», sagte Albrecht. Ihm fielen viel eher Bilder auf, die mit dem Christentum höchst vereinbar seien, etwa die Tatsache, dass das Waisenkind Harry Potter durch die Liebe seiner verstorbenen Eltern geschützt ist oder dass Solidarität und Freundschaft die Helden weiter bringen als Zauberei.

Albrecht: «Der weise alte Schulleiter sagt: Man kann Glück in der Dunkelheit finden, aber man darf nie vergessen, ein Licht leuchten zu lassen.» Das sei eine tief christliche Botschaft, auch wenn Gott nicht explizit vorkommt.»
 

 

20.07. Harry Potters Lebenslauf

London (dpa) - Die sieben «Harry-Potter»-Bände entsprechen den sieben Schuljahren des kleinen Magiers auf der Zauberschule Hogwarts. Die Reihe beginnt mit dem elften Geburtstag Harry Potters.

Im Mittelpunkt der Saga steht Harrys Kampf gegen die Schreckensgestalt Lord Voldemort, der Harrys Eltern umgebracht hat. Als der böse Lord auch ihren Sohn töten will, fällt der Todesfluch auf ihn selbst und zerstört seinen Körper. Harry kommt nach dem Tod der Eltern als Baby in die Obhut seiner Tante Petunia und ihres Mannes Vernon Dursley.

Die Familie der Muggles (so heißen die nicht magischen Wesen) behandelt ihn schlecht und hat absolut nichts für Zauberei übrig. Doch die magische Welt hält ihre schützende Hand über Harry, mit dem sie längst große Pläne hat. An seinem elften Geburtstag bekommt Harry eine Einladung für das Zauberinternat Hogwarts. Von nun an lernt er seine magischen Fähigkeiten kennen. Jedes Jahr fährt Harry mit dem Express-Zug von London King's Cross nach Hogwarts.

Dort lernt er seine Freunde Hermine und Ron kennen, der Schulleiter Albus Dumbledore wird Harrys Unterstützer. Der flüchtige Gefangene von Askaban in Band Drei entpuppt sich als Harrys Pate Sirius Black und wird zur wichtigen Bezugsperson.

Der böse Lord Voldemort versucht immer wieder, seinen Körper zurück zu erlangen, was ihm schließlich in Band Vier gelingt. In der Schlüsselszene nimmt er mit Hilfe von Harrys Blut wieder eine Gestalt an und er schaart seine Anhänger, so genannte Todesser, um sich. Im folgenden, fünften Band erfährt Harry, dass er eine Macht hat, die Voldemort nicht besitzt und dass entweder er oder der dunkle Lord sterben muss.

Es ziehen immer mehr dunkle Wolken am Horizont auf, die auch auf die Muggle-Welt ausstrahlen. Im bisher letzten Band wird bekannt, dass der dunkle Lord seine Seele in Form von Horkruxen gesichert hat. Harry nimmt sich vor, diese zu finden und zu zerstören. Sein Mentor Dumbledore muss im sechsten Band sterben. Harry beschließt, Lord Voldemort zum entscheidenden Duell zu stellen.
 

 

20.07. Potterpedia - das Harry-Potter-Lexikon im Internet

Hamburg (dpa) - Cuthbert Binns - wer war das nochmal? Wer nach bislang sechs und bald sieben Harry Potter-Bänden den Überblick über Namen, Ereignisse oder Hogwarts-Schulfächer verloren hat, dem hilft das Lexikon «Potterpedia» im Internet weiter. 899 Einträge zählt das Nachschlagewerk bereits, das auf der frei verfügbaren Wiki-Software basiert. Unter anderem werden die Begriffe «Hufflepuff», «Quidditch» oder «Muggel» erklärt. «Potterpedia entstand vor knapp drei Jahren», erzählt Gründer Herbert Hertramph, der als Medienwissenschaftler an der Uni Ulm arbeitet.

Die rund 40 Autoren des Lexikons sind zwischen 14 und 22 Jahre alt und alle eingefleischte Harry Potter-Fans. «Das Lexikon bietet einen systematischen Überblick über die Harry Potter-Welt. Der Einstieg in die Geschichte wird erleichtert, wenn beispielsweise jemand erst mit dem sechsten oder siebten Band beginnt», sagt Hertramph. Der Neueinsteiger kann dann bei «Potterpedia» zum Beispiel lernen, dass Professor Cuthbert Binns der einzige Geist ist, der in Hogwarts unterrichtet. Sein Fach ist die Geschichte der Zauberei.

(Internet: http://potterpedia.de)
 

 

20.07. Joanne K. Rowling - von der armen Kirchenmaus zur Multimillionärin

London (dpa) - Joanne K. Rowling hat eine Karriere von der armen Kirchenmaus zur Multimillionärin hinter sich. Während sie zu Beginn ihres Ruhms den Eindruck erweckte, als wolle sie sich vor Schüchternheit Harry Potters Unsichtbarkeits-Mantel borgen, schreitet die 41-Jährige heute selbstbewusst über die roten Teppiche der Welt.

Joanna Rowling kam am 31. Juli 1965 im südwestenglischen Chipping Sodbury nahe Bristol zur Welt. Schon als Fünfjähriger spukten ihr Fantasiegeschichten im Kopf herum, die sie ihrer Schwester Di erzählte. «Seitdem wollte ich Schriftstellerin werden, obwohl ich das selten jemandem erzählt habe. Ich hatte Angst, dass jemand sagte, es sei hoffnungslos», berichtete Rowling. Sie war sogar so schüchtern, dass sie sich im Zug von Manchester nach London, wo ihr 1990 die Harry-Potter-Saga einfiel, nicht traute, nach einem Stift zu fragen.

Rowling studierte Französisch und arbeitete unter anderem bei amnesty international als Sekretärin. Als ihre Mutter mit 45 Jahren an Multipler Sklerose starb, ging Rowling vor Schmerz nach Portugal, wo sie als Sprachlehrerin arbeitete. Dort lernte sie ihren ersten Mann kennen. Die Ehe währte jedoch nicht lang und Rowling zog mit ihrer Tochter Jessica ins schottische Edinburgh, war arbeitslos und lebte von Sozialhilfe.

Der Legende nach soll sie dort in einem Café 1995 das erste Buch «Harry Potter und der Stein der Weisen» fertig geschrieben haben, weil sie zu Hause keine Heizung hatte. Doch Rowling bestreitet das: «Ich bin doch nicht so blöd, mir mitten im Winter eine ungeheizte Wohnung in Edinburgh zu mieten.»

Nachdem der Verlag Bloomsbury das Werk akzeptierte, nahm Rowling die Kürzel «JK» an. Das «K» steht für «Kathleen», den Namen ihrer Lieblingsoma. Rowling benutzte die Initialien, um ihr Geschlecht zu vertuschen. Der Verlag war besorgt, dass Jungen das Buch nicht lesen wollen, weil es von einer Frau geschrieben wurde. Doch die Geschichten über den Zauberlehrling wurden zum Verkaufsschlager. Rowlings Vermögen wird derzeit auf rund 800 Millionen Euro geschätzt.

Rowling engagiert sich heute für Wohltätigkeitsorganisationen. Mit ihrem zweiten Mann Neil Murray hat sie zwei Kinder. Der sei auch der einzige, mit dem sie über das Ende von Harry Potter sprechen könne, bekannte sie einst, «weil er alles gleich wieder vergisst».
 

 

20.07. Auch auf Englisch ist Harry Potter für deutsche Buchbranche wichtig

Frankfurt/Main (dpa) - Das sommerliche Harry-Potter-Fieber grassiert in Deutschland nicht so heftig wie in England oder den USA: Doch auch hier ist der 21. Juli mit dem Start des siebten und letzten englischsprachigen Bands ein Top-Termin für die Branche. Beim Online- Händler Amazon lagen bereits Anfang Juli über 170 000 Vorbestellungen vor. «Der Band wird ruck-zuck auf der Bestsellerliste sein», sagt Heinrich Riethmüller, Geschäftsführer des Buchhandels-Filialisten Osiander in Tübingen.

Für den Handel ist «Harry Potter and the Deathly Hallows» mehr als nur ein Probelauf für den 27. Oktober, wenn die deutsche Übersetzung auf den Markt kommt. Denn die englische Ausgabe schlägt positiv zu Buche. Der Umsatz werde wahrscheinlich bei einem Drittel der deutschsprachigen Ausgabe liegen, sagt Riethmüller, der auch Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist.

Gerade die Branchenführer lassen es sich deshalb nicht nehmen, den weltweiten Verkaufsstart entsprechend zu feiern. Bei Hugendubel, einem der größten Buchhändler Deutschlands, sind am 21. Juli - einem Samstag - viele Filialen frühmorgens ab 07.00 Uhr geöffnet. In manchen, wie etwa der rein englischsprachigen Buchhandlung in München oder der Filiale in Frankfurt, gibt es zur Potter-Premiere auch ein Frühstück, wie ein Hugendubel-Sprecher erläutert.

Zeitgleich mit London ist in Deutschland bei Hugendubel nur die Filiale in Berlin dran, wo das Buch wegen der einstündigen Zeitverschiebung zu England ab 01.01 Uhr morgens verkauft wird. Das Berliner Kulturkaufhaus Dussmann veranstaltet ebenfalls eine «Lange Harry Potter Nacht» und Amazon lädt in die Hauptstadt zu einer «Harry-Potter-Akademie» ein. Aber auch Osiander hält in Baden- Württemberg mit: In den Filialen Tübingen, Reutlingen und Konstanz wird es auch Mitternachtslesungen geben.

Bereits der sechste Harry-Potter-Band hatte es - als erstes englischsprachiges Buch überhaupt - auf die Bestseller-Liste geschafft. «Der siebte Band wird das noch toppen», glaubt Riethmüller. «Wer halbwegs Englisch kann, will nicht bis zum Herbst warten.» Ein Grund für das Interesse an englischen Band ist auch, dass viele Potter-Fans zusammen mit ihrem Helden und Autorin Joanne K. Rowling älter geworden sind inzwischen auch besser Englisch können. Außerdem gibt es auch unter Erwachsenen viele begeisterte Potter-Leser.

Deshalb ist der englischsprachige Buchmarkt in Deutschland ein Wachstumsmarkt. In den Metropolen haben inzwischen viele große Filialisten eigene Abteilungen eingerichtet. Das wiederum bringt für den deutschen Buchmarkt eine weitere Besonderheit: Englische Titel unterlegen in Deutschland nicht der gesetzlichen Buchpreisbindung.

Dies dürfte auch die Leser des neuen Harry-Potter-Bandes freuen.
Denn schon vor dem Start sind die Buchhändler dabei sich zu unterbieten. Offiziell sollte der Band um die 25 Euro kosten, beim Internet-Buchhändler Amazon liegt er derzeit bei 18,90 Euro. Hugendubel ist schon bei 17,90 Euro angekommen und will notfalls noch billiger werden, wenn das andere tun.

Auch kleine Händler können sich dem Preisdruck nicht entziehen.
«Notfalls müssen wir "mitdumpen"», sagt Konrad Hasse von der alternativ ausgerichteten Buchhandlung Ypsilon in Frankfurt. Riethmüller von Osiander hat dagegen die Erfahrung gemacht, dass viele Kunden schon verstehen, dass ein Internet-Buchhändler unter Umständen billiger sein kann als ein Einzelhändler.
 

 

20.07. Zaubertrankkunde und «Quidditch» - Harry Potter-Fanclubs

Hamburg (dpa) - In seinem Unterrichtsfach Zaubertrankkunde lehrt Wolfgang Wettach das Zubereiten von magischen Gebräuen. Dafür braucht der 34-Jährige Rabenfedern, Rote Spinnen, Silberdisteln oder Katzenblut. Im Supermarkt nebenan wären diese Zutaten schwer zu besorgen, doch Wettach unterrichtet in der virtuellen Welt - auf einer Harry Potter-Fanseite im Internet. Dort gibt es auch Silberdisteln und Rote Spinnen. Mehr als 1000 Schüler haben Wettachs Unterricht bereits besucht und kommunizieren mit ihrem «Magister» über Email und Chat. «Einige Hundert nehmen auch an den Tests teil», erzählt Wettach.

Im wirklichen Leben gibt der 34-Jährige als Unternehmensberater Existenzgründern Ratschläge. «Die Harry Potter-Fanseite, das ist ein Hobby. Es macht mir Spaß, dort als Lehrer mitzuarbeiten», sagt er. Dass er schon längst dem Jugendalter entwachsen ist und dennoch als großer Harry Potter-Fan viele Stunden in sein Hobby und die Seite https://hogwartsonline.de investiert, sei nichts Ungewöhnliches, sagt Wettach. «Joanne K. Rowling hat es geschafft, etwas Altersübergreifendes zu schaffen.»

Saskia Preissner stimmt ihm zu. Die 21 Jahre alte Zahnmedizinstudentin ist «seit Beginn an» Harry Potter-Fan und hat vor sieben Jahren die Fanclubseite www.hp-fc.de ins Leben gerufen. «Da wächst man nicht raus», sagt sie. «Für jede Altersgruppe hat Harry Potter eine andere Faszination.» Jüngere Kinder identifizierten sich stärker mit den Charakteren. Sie selbst lobt «das tolle Konzept» und findet es interessant, «wie die Bände aufeinander aufbauen».

Jonas Hahn hat auf seiner Fanseite www.hp-fans.de die Benutzer nach ihrem Alter gefragt: Mehr als die Hälfte seien bereits volljährig, sagt der 19-Jährige. Er selbst ist seit sieben Jahren Fan des Zauberschülers Potter und seiner Schulkameraden. «Die Autorin hat eine Welt konstruiert, in die sich viele gerne flüchten würden, wenn sie Stress haben zum Beispiel», erklärt der Wirtschaftsstudent das Harry Potter-Phänomen. Auch die Fanseiten im Internet bieten diese Flucht in eine Fantasiewelt. Dort können Harry-Potter-Begeisterte «Quidditch» spielen, sich den Hogwarts-Häusern Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff oder Ravenclaw anschließen und sich mit anderen Fans in Chats und Foren über die neuesten Harry Potter-Nachrichten austauschen.

Die Besucherzahlen der Fanseiten im Internet zeigen, dass es viele Gleichgesinnte gibt: 50 000 Benutzer zählt Hahns Portal, doppelt so viele die Seite von Saskia Preissner. Alleine schafft es die 21- Jährige schon lange nicht mehr, die Seite zu pflegen. Den «harten Kern der Mitarbeiter» bilden 150 Fans, sie selbst investiere noch zwei bis vier Stunden pro Tag in ihr Hobby. Zurzeit ist sie zudem mit der Organisation einer Buchpremierenparty beschäftigt. Zusammen mit einem großen Internetbuchhandel lädt sie 150 eingefleischte Fans ein, den Verkaufsstart der englischen Ausgabe des siebten und letzten Bandes am 21. Juli gemeinsam zu feiern.

Mit diesem letzten Band ist die Geschichte von Harry Potter zu Ende erzählt. Verlieren damit die Fanseiten im Internet an Anziehungskraft? «Die Harry Potter-Fanseite wird es definitiv auch nach dem siebten Band noch länger geben», zeigt sich Jonas Hahn überzeugt. Saskia Preissner und die Besucher ihres Internetportals haben eine besondere Idee, die Faszination an Harry Potter lebendig zu halten: «Wir schreiben einen achten Band», sagt sie.

(Internet: www.hp-fc.de; www.hp-fans.de; http://hogwartsonline.de)
 

 

20.07. Harren auf Harry: Hochspannung trotz Raubkopie vor letztem Potter

London (dpa) - Das Harren auf Harry hat ein Ende: In der Nacht zum Samstag um eine Minute nach Mitternacht britischer Zeit (01.01 Uhr deutsche Zeit) erscheint der siebte und damit letzte Band über Harry Potter, der rund um den Globus Millionen Leser verzaubert hat. Eine Saga, die vor genau zehn Jahren begonnen hat, geht damit zu Ende. «Harry Potter and the Deathly Hallows» kommt vorerst nur auf Englisch in die Läden, doch auch in Deutschland stehen die Fans des Jungen mit den magischen Kräften unter Hochspannung - selbst wenn im Internet bereits Raubkopien das Finale verraten und die «New York Times» schon am Donnerstag eine Rezension des Buchs brachte. Die quälende Frage aller Fragen lautet: Stirbt Harry?

Zwar wurde der finale Band für Millionen von Euro wie in einem Hochsicherheitstrakt gelagert. Doch in den USA sollen etwa 1200 Exemplare durch eine peinliche Panne zu früh ausgeliefert worden sein. Internetprofis stellten eine US-Ausgabe von mehr als 700 Seiten ins Netz, die «New York Times» brachte eilig eine Buchbesprechung, allerdings ohne das konkrete Ende zu verraten. «Diese Leute sind doch alle Spielverderber», klagte die Sprecherin des englischen Potter- Verlages Bloomsbury. Auf Harry-Fanseiten wurde dazu aufgerufen, keine Inhalte öffentlich zu machen.

Joanne K. Rowling prangerte die US-Medien an, «Millionen Lesern» die Freude zu vermiesen. Daraufhin verteidigte sich die «New York Times», das Buch in einem Laden gefunden zu haben: «Es ist unsere Politik, dass wir ein Buch besprechen, sobald es verkauft wird», sagte Rick Lyman, Buch- und Theaterchef der Zeitung. «Jeder spricht darüber, es gibt derzeit nichts Größeres.»

Die Hysterie übertrifft alles bisher Dagewesene. Der größte Online-Buchhändler Amazon verzeichnete am Donnerstag fast 2,2 Millionen Vorbestellungen weltweit, mehr als 170 000 davon in Deutschland. Der US-Verlag Scholastic druckt als Startauflage zwölf Millionen Stück, in Großbritannien sollen in den ersten 24 Stunden drei Millionen Exemplare reißenden Absatz finden. Ein Wahnsinn, lag die Startauflage des ersten Bandes noch bei kümmerlichen 500 Stück.

Getrieben wird der Hype um den Zauberlehrling noch zusätzlich durch den fünften Film «Harry Potter und der Orden des Phönix», der vergangene Woche weltweit in die Kinos kam und sofort an die Spitze der Charts stürmte. Auch durch die geschickte Vermarktung mit Filmen, Videospielen und Hörbüchern verkauften sich die Bücher weltweit bisher sagenhafte 325 Millionen Mal.

In Harrys Heimat Großbritannien rüsteten sich die Menschen mit Zauberstäben und Hexenbesen für den Tag der Tage, einige Fans lagern bereits seit Donnerstag nahe des Piccadilly Circus in London - dort soll Europas größte Potter-Party steigen: Der Buchhändler Waterstone's erwartet tausende Fans und lädt zum «Schlange-Stehen» plus Magierschau ein. Eine Hotline für aufgewühlte Fans soll für die folgenden 48 Stunden eingerichtet werden. «Falls Harry stirbt», erklärt eine Sprecherin.

Dieses Geheimnis wird die Autorin Joanne K. Rowling höchstpersönlich im Naturkundemuseum in London lüften. Am Samstag zur Geisterstunde werden ihr 1700 Fans bei einer Lesung lauschen. Zuvor hatte sie mit allerlei Andeutungen die Spekulationen befeuert: Mindestens zwei wichtige Charaktere werden sterben. Ist es der böse Lord Voldemort? Sind es Harrys Freunde Hermine und Ron, oder gar er selbst? Diese Frage wird in Fan-Foren seit Monaten ebenso diskutiert wie die deutsche Bedeutung des mehrdeutigen englischen Originaltitels. Von «todbringenden Heiligen», «Todesheiligen» oder «Reliquien des Todes» ist die Rede.

Auch in Deutschland können sich die Fans schon in der Nacht mit Lesestoff versorgen: Unter anderem am Frankfurter Flughafen, am Hauptbahnhof in Hamburg und in Stuttgart, in den Berliner Läden Hugendubel und Dussmann und selbst in Erfurt und Karlsruhe. Die meisten deutschen Buchläden öffnen aber erst am Morgen. Einige bieten - wie in Kiel und München - ein Harry-Frühstück. Für die deutsche Ausgabe, die am 27. Oktober erscheint, erwartet der Carlsen Verlag einen Absatz von mehr als drei Millionen Stück.

Die Spannung auf das Ende wird dann allerdings verflogen sein, denn spätestens am Samstag um Mitternacht weiß die Welt, ob die Romanfigur Harry Potter tot ist oder auch den letzten Band überlebt hat. Es ist zwar noch nicht geklärt, ob die Raubkopien im Internet echt oder nicht echt sind: Aber es sieht nach einem guten Ende aus.
 

 

19.07. Rowling verärgert über vorzeitige Potter-Rezensionen in Medien

London (dpa) - Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling hat sich nach dem Auftauchen von angeblichen Raubkopien und Buchbesprechungen des letzten Bandes schockiert geäußert. Sie sei «entsetzt», dass amerikanische Zeitungen zwei Tage vor dem Erscheinen des Buchs den Spaß verderben würden, indem sie Rezensionen veröffentlichten, teilte die britische Autorin am Donnerstag in London mit. Das widerspreche «dem Wunsch von Millionen Lesern, besonders von Kindern, die Harrys Ende selbst erfahren wollen». «Ich bin all den Medien unglaublich dankbar, die sich dazu entschieden haben, den Fans Harrys letztes Abenteuer nicht zu verderben.»

Unter anderem hatte die «New York Times» eine Rezension des siebten und letzten Bandes «Harry Potter and the Deathly Hallows» im Blatt. Allerdings ohne das konkrete Ende zu verraten. Ein US-Händler hatte zuvor rund 1200 Exemplare ausgeliefert, worauf in Internet- Tauschbörsen Fotos aus dem vermeintlich echten Buch zirkulierten. Der englische Potter-Verlag teilte mit, er sei «bestürzt» über die vorzeitigen Auslieferungen. Die Rezensionen beruhten eventuell auf Fälschungen.
 

 

19.07. Schuluniformen und Zauberhüte - Harry Potter kann kommen

Hannover (dpa/lni) - Buchhandlungen in Niedersachsen bereiten sich zum Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes auf einen Ansturm von Fans des Zauberschülers vor. Am frühen Samstagmorgen um 01.01 Uhr kommt der siebte Teil der Saga über den Jungen mit den magischen Kräften in die Läden. In Hannover und Braunschweig zum Beispiel können Harry-Anhänger bereits um Mitternacht die englische Ausgabe kaufen, die meisten Buchhandlungen im Land öffnen allerdings erst am frühen Morgen. An vielen Orten sind Aktionen geplant.

«Bei uns tragen die Mitarbeiter Hogwarts-Schuluniformen oder andere Verkleidungen wie Zauberhüte», sagt Camilla Petri vom Thalia- Buchhaus in Braunschweig. Mit Filmmusik im Hintergrund und kleinen Überraschungen will das Buchhaus die geheimnisvolle Atmosphäre der Romane heraufbeschwören. «Uns Mitarbeitern ist es streng verboten, ,Harry Potter and the Deathly Hallows', vor ein Uhr anzufassen», berichtet Petri, die selbst Fan ist und die Uniformen der Zauberschule Hogwarts im Internet bestellt hat.

Die Buchhandlung Perl in Lüneburg stimmt ihre Leser mit einer Woche der englischen Literatur auf Harry Potter ein. Geöffnet wird am Samstag zwar erst um 8.30 Uhr, dafür hat sich Inhaber Dirk Michael Habor einen besonderen Gag ausgedacht: «Wir haben uns T-Shirts drucken lassen mit der Aufschrift: ,I know the end, but I won't tell you'.» Bereits seit Monaten rätseln die Anhänger über das Ende der Saga. Die quälende Frage lautet: Muss Harry sterben?

Einige Läden wie die Buchhandlung Lehmanns in Hannover, Otto Schwartz in Göttingen oder Jonscher in Osnabrück wollen sich große Aktionen allerdings erst für das Erscheinen der deutschen Ausgabe des letzten Bandes am 27. Oktober aufsparen.
 

 

19.07. Harry-Potter-Bände bereits in USA ausgeliefert - Rezension in NYT

London/New York (dpa) - Etwa 1200 Exemplare des letzten Harry- Potter-Bandes sollen nach Medienberichten in den USA versehentlich zu früh an Kunden ausgeliefert worden sein. Der US-Verlag Scholastic habe daraufhin einen Internet-Buchhändler und eine Vertriebsfirma in Chicago verklagt, berichtete die Zeitung «New York Times» am Donnerstag. Knapp eine Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart in der Nacht zu diesem Samstag seien die Exemplare an die Käufer versendet worden. Die «New York Times» veröffentlichte am Donnerstag bereits eine Buchrezension, ohne allerdings konkrete Details über das literarische Schicksal von Harry Potter oder anderer Hauptfiguren zu nennen. Die Rezension basiere auf einem Exemplar, das am Mittwoch in einem New Yorker Geschäft erworben worden sei, hieß es.

Die Auslieferungs-Panne könnte ein Grund sein, warum am Mittwoch auch eine angebliche Raubkopie von «Harry Potter and the Deathly Hallows» im Internet aufgetaucht war, schrieb die britische Zeitung «Times». Trotz extremer Sicherheitsvorkehrungen konnte drei Tage vor Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes eine angebliche Raubkopie des Buches im Internet herunter geladen werden. In verschiedenen Tauschbörsen kursierten Fotos, auf denen ein aufgeschlagenes Buch - vorgeblich aus der US-Ausgabe des Verlags Scholastic - in der Hand eines Mannes zu sehen ist. Insgesamt sind 759 mehr oder weniger gut lesbare Seiten des Buches abgebildet.

Mittlerweile hätten mehrere Webseiten das Buch wieder entfernt, nachdem ihnen mit rechtlichen Schritten gedroht wurde, schrieb die «Times» am Donnerstag weiter. Auf Harry Potter-Fanseiten wurde dazu aufgerufen, keine Inhalte zu verraten.

Vor dem Hauptgeschäft der britischen Buchhandlungskette Waterstones, unweit des Londoner Piccadilly Circus, warten seit Mittwoch bereits die ersten Fans auf die Veröffentlichung des Buches. Weltweiter Verkaufsstart des letzten Harry-Potter-Bandes in englischer Sprache ist in der nacht von Freitag auf Samstag kurz nach Mitternacht englischer Zeit (01.01 MESZ).
 

 

18.07. Potter-Band wird in Deutschland ohne Madeleine-Suchplakat verkauft

Berlin (dpa) - Trotz einer Bitte der Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling können zum Verkaufsstart des siebten Bandes an diesem Samstag keine Poster von der entführten Madeleine in Deutschland aufgehängt werden. «Wir wurden gar nicht von unseren britischen Kollegen gefragt und haben daher auch keine Plakate», hieß es am Mittwoch in der Vertriebsabteilung des Verlages Bloomsbury Berlin. Es seien nur Werbematerialien an die Buchhandlungen gesandt worden. Rowling hatte am Dienstag die Verlage ihres Buches in der ganzen Welt gebeten, mit Plakaten die Aufmerksamkeit auf die in Portugal entführte, vierjährige Britin zu lenken.

Beim Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin war die Plakataktion unbekannt. «Wir wissen davon nichts», sagte eine Sprecherin. Sollten bis zum Verkaufsstart in der Nacht zu Samstag jedoch noch entsprechende Poster geliefert werden, werde man sich zusammen mit dem Geschäftsführer überlegen, ob man sie auch aufhängen werde. Der siebte und letzte Band «Harry Potter and the Deathly Hallows» wird am Samstag kurz nach Mitternacht englischer Zeit (01.01 MESZ) in der englischen Originalausgabe weltweit in die Buchläden kommen.

Rowling hatte früher bereits mehrere hunderttausend Pfund als Belohnung für Hinweise auf Madeleine versprochen. Ursprünglich hatte sie geplant, dem siebten Band ein Lesezeichen mit Madeleines Foto beizulegen. Die Idee wurde jedoch aus Rücksicht auf jüngere Leser wieder verworfen. Mit der Posteraktion soll nun auch auf das Schicksal vieler anderer vermisster Kinder in anderen Ländern aufmerksam gemacht werden.
 

 

18.07. Buchhandlung am Flughafen verkauft neuen Harry Potter in der Nacht

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wer in der Nacht zum Samstag auf dem Frankfurter Flughafen auf einen Anschlussflug wartet, kann sich die Zeit mit dem neuen Harry Potter verkürzen. Zum weltweiten Start wird die Buchhandlung «k Bookstore» auf Deutschlands größtem Flughafen den siebten und letzten Band ab 01.01 Uhr im Terminal 1 verkaufen. Wie der Flughafenbetreiber Fraport am Mittwoch berichtete, wird das Personal kostümiert sein und alkoholfreie Cocktails anbieten.

Der mit Spannung erwartete letzte Band («Harry Potter and the Deathly Hallows») von Joanne K. Rowling wird kurz nach Mitternacht britischer Zeit in den Verkauf gelangen. Die deutsche Übersetzung kommt am 27. Oktober in den Handel.

In Frankfurt und Kassel wird am Samstagmorgen der Buchhändler Hugendubel ab 08.00 Uhr den neuen Potter verkaufen. In Frankfurt gibt es dazu Kaffee und Croissants, wie die Buchhandlung berichtete. In Kassel warteten auf Frühaufsteher ebenfalls «süße Überraschungen».

Die englische Ausgabe unterliegt in Deutschland nicht der gesetzlichen Buchpreisbindung. Der empfohlene Preis von knapp 25 Euro wird deshalb durchweg unterboten. Im «k Bookstore» am Frankfurter Flughafen, der zur Handelsgruppe Valora (Hamburg) gehört, kostet das Buch nach Auskunft einer Sprecherin 19,90 Euro. Bei Hugendubel wird der Band für 17,90 Euro angeboten.
 

 

18.07. Buchhändler verkaufen nachts Harry Potter

Berlin (dpa/bb) - Tausende Harry-Potter-Fans fiebern bereits der Nacht zum Samstag entgegen. Kurz nach der Geisterstunde, von 01.01 Uhr an, darf der siebte und letzte Band der Zauberlehrlings-Saga in englischer Sprache auch im deutschen Buchhandel verkauft werden. Die großen Berliner Buchhandlungen lassen ihre Fans nicht eine Sekunde länger zappeln. Das Kulturkaufhaus Dussmann lädt zur «Langen Harry- Potter-Nacht», Hugendubel öffnet drei Filialen bis 02.00 Uhr früh. Auch in anderen großen deutschen Städten legen Buchhändler eine Nachtschicht für den Zauberlehrling ein.

Der größte deutsche Harry-Potter-Fanclub in Berlin feiert an einem Ort, der in der Hauptstadt der Zauberschule Hogwarts noch am nächsten kommt: in der Zitadelle Spandau, erbaut im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg. Die Mauern sind dick - und Zutritt haben nur geladene Gäste.

Im letzten Romanband «Harry Potter and the Deathly Hallows» lüftet Autorin Joanne K. Rowling das gut gehütete Geheimnis um das endgültige Schicksal ihrer Zauber-Helden. Wer wird sterben? Dass es nicht Harry Potter sein kann, ist bei Mitgliedern des Berliner Fanclubs fast schon beschlossene Sache. Harry, spekulieren viele Mitglieder, werde aber möglicherweise seine Zauberkraft verlieren. Auf Potter-Leseratten kommt in der Nacht eine schwere Prüfung zu.
Viele wollen es sich verkneifen, die letzten Seiten des Romans zuerst zu lesen.

Dass bereits die englische Originalausgabe in Deutschland so heiß begehrt ist - allein beim Online-Händler Amazon liegen mehr als 170 000 Vorbestellungen vor - zeigt, dass Harry Potter kein reines Kinderbuch mehr ist. Die Leser des ersten Bandes sind mit ihren Helden aus der Zauberschule zu Teenagern herangewachsen. Sie lesen nun auch englische Bücher. Erwachsene Fans hat Harry ohnehin. Die Berlinerin Stefanie Bodien ist 31 - und verkleidet sich für Buch- oder Filmpremieren immer noch in selbst geschneiderten Zauber- Kostümen. «Mich fasziniert die Fantasiewelt, und was beim Lesen der Bücher für Bilder in meinem Kopf entstehen», sagt sie. Wie viele Potter-Fans mag sie die Romane deshalb noch lieber als die Filme.

Im Berliner Fanclub tragen junge Damen inzwischen Minirock zum Zauberhut und die Herren erste kleine Bärtchen. «Ich bin genauso alt wie Harry und kann immer total gut nachvollziehen, was er macht», sagt die Berliner Club-Mitbegründerin Sarah Preissner. Sie hat sich ihre braunen gewellten Haare bis über die Hüften wachsen lassen, das sieht auch schon sehr magisch aus.

Ihre Schwester Saskia (21), die Zahnmedizin studiert, sieht die Potter-Welt schon etwas gelassener, investiert aber immer noch viel Freizeit in den Internet-Auftritt des Clubs, der 100 000 Nutzer zwischen 10 und 66 Jahren hat. Die jüngste Preissner-Schwester Sally ist acht Jahre alt - und beginnt gerade, das Potter-Universum zu entdecken. Auf die deutsche Ausgabe des letzten Bandes muss sie aber noch bis Oktober warten.

(Internet: www.hp-fc.de)
 

 

18.07. Raubkopie des letzten Harry Potters im Internet aufgetaucht

London (dpa) - Trotz extremer Sicherheitsvorkehrungen ist drei Tage vor Erscheinen des letzten Harry-Potter-Bandes eine angebliche Raubkopie des Buches im Internet aufgetaucht. «Es zirkulieren viele Kopien. Unsere Anwälte kümmern sich darum», sagte die Potter-Sprecherin des britischen Verlags Bloomsbury, Lucy Holden, am Mittwoch. Sie wollte aber nicht kommentieren, ob es sich dabei um eine echte Version oder eine Fälschung von «Harry Potter and the Deathly Hallows» handelt. Ein Anwalt der Autorin Joanne K. Rowling bestätigte der Onlineausgabe der Zeitung «The Times», dass echtes Material des siebten Buchs im Internet zu sehen sei. Es seien aber auch «viele Schwindeleien» darunter, sagte Neil Blair.

Im Internet kursieren in verschiedenen Tauschbörsen Fotos, auf denen ein aufgeschlagenes Buch - vorgeblich aus der US-Ausgabe des Verlags Scholastic - in der Hand eines Mannes zu sehen ist. Insgesamt sind 759 mehr oder weniger gut lesbare Seiten des Buches abgebildet, die eingescannt wurden. Das Ende ist dabei gut zu erkennen. Das Exemplar wurde am Mittwoch bereits mehr als 5000 Mal heruntergeladen.

Weltweiter Verkaufsstart des letzten Harry-Potter-Bandes in englischer Sprache ist der kommende Samstag kurz nach Mitternacht englischer Zeit (01.01 MESZ). Bloomsbury hat harte Strafen für Händler angekündigt, die das Embargo brechen. Seit Monaten spekulieren Fans, wie die Kinderbuch-Saga zu Ende geht und wer am Ende sterben wird. Rowling hatte die Neugier weiter angeheizt, als sie sagte, mindestens zwei wichtige Charaktere müssten sterben.

«Viele Menschen versuchen wirklich schlaue Sachen. Sie schreiben das Buch nach oder wollen eine Kopie ins Internet stellen, um zu sagen, sie wüssten den Inhalt. Aber die einzige, die das weiß, ist die Autorin Joanne K. Rowling», sagte Holden. Die Leser würden sich nicht den Spaß verderben lassen und auf das Erscheinen warten. Schon beim sechsten Potter-Band waren Raubkopien im Internet erschienen.

Unterdessen wurde bekannt, dass trotz der Bitte Rowlings keine Poster von der entführten Madeleine in Deutschland aufgehängt werden. «Wir wurden gar nicht von unseren britischen Kollegen gefragt und haben daher auch keine Plakate», hieß es am Mittwoch in der Vertriebsabteilung des Verlages Bloomsbury Berlin. Rowling hatte am Vortag die Verlage ihres Buches weltweit gebeten, mit Plakaten die Aufmerksamkeit auf die in Portugal entführte, vierjährige Britin zu lenken.

In Israel regte sich derweil Unmut über den zum Samstag geplanten Verkaufsstart. Das Spektakel, dem sich die großen Buchhandelsketten in Israel anschließen, soll Samstagfrüh um 02.01 Uhr Ortszeit über die Bühne gehen - für die Ultra-Orthodoxen stellt dies eine schwere Störung des heiligen Sabbat dar, der am Freitagabend beginnt und am Samstagabend endet. Handelsminister Eli Jischai, der der ultra-orthodoxen Schas-Partei angehört, drohte nach israelischen Medienberichten Buchhandlungen, die die gesetzliche Sabbat-Ruhe verletzen, kräftige Strafen an.

Der deutsche Titel des letzten Potter-Bandes stand bislang noch nicht fest. In der englischen Sprache ist «Deathly Hallows» nicht eindeutig. «Harry Potter und die geweihten Räume des Todes» lautet eine der nichtautorisierten Übersetzungen, die durch deutsche Chatrooms geistern. Auch von «todbringenden Heiligen» ist die Rede und von dem Titel «Harry Potter und die Todesheiligen».
 

 

18.07. Joanne K Rowling: Buchhandlungen sollen Madeleine-Plakate aufhängen

London (dpa) - Buchhandlungen, die den am Samstag erscheinenden siebten Harry-Potter-Band verkaufen, sollen Poster von der entführten Madeleine aufhängen und so an die Vierjährige erinnern. Potter- Autorin Joanne K. Rowling bat die 65 Verlage ihres Buches in der ganzen Welt, mit Plakaten die Aufmerksamkeit auf die vor 75 Tagen in Portugal entführte kleine Britin zu lenken. «Ich hoffe inbrünstig, dass die Poster in den Geschäften in der ganzen Welt helfen werden, Madeleine zu finden», heißt es in einer Erklärung der Autorin.

Gleichzeitig solle auf das Schicksal vieler anderer vermisster Kinder in anderen Ländern aufmerksam gemacht werden. Madeleines Eltern seien erfreut über das Vorhaben, hieß es in englischen Zeitungsberichten vom Dienstag. Rowling hatte schon zuvor mehrere hunderttausend Pfund als Belohnung für Hinweise auf das britische Mädchen versprochen. Ursprünglich hatte sie geplant, dem siebten und letzten Band «Harry Potter and the Deathly Hallows» ein Lesezeichen mit Madeleines Foto beizulegen. Die Idee wurde jedoch wieder verworfen, aus Rücksicht auf jüngere Leser. Das Buch wird am Samstag kurz nach Mitternacht englischer Zeit (01.01 MESZ) in der englischen Originalausgabe weltweit in die Buchläden kommen.

Doch eine halbe Million britischer Potter-Fans fürchteten zeitweise, leer auszugehen: Der englische Verlag Bloomsbury strich die Lieferung an eine Supermarktkette, weil das Unternehmen dem Verlag Preistreiberei vorgeworfen hatte. Am Abend zog die Asda seine Klage zurück und versprach, das begehrte Buch pünktlich in den Regalen zu haben. Für das 608 Seiten lange Werk empfiehlt Bloomsbury eine Preis von 17,99 Pfund (rund 27 Euro). Asda will den siebten Band für etwa die Hälfte auf den Markt bringen.

Auf den Potter-Hype ist auch die Kirche von England aufgesprungen: Die Anglikanische Kirche will mit einem Leitfaden Anweisungen geben, wie die christliche Botschaft mit Hilfe des Kinderbuchs vermittelt werden könne, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Harry Potter könne unter anderem dazu dienen, den Unterschied zwischen Gut und Böse zu lernen. Kirchenvertreter hatten an den Büchern zuvor oft kritisiert, sie würden Okkultismus fördern. Doch der Bischof von Oxford, John Pritchard, sagte nun, Rowling sei eine «fantastische Geschichtenerzählerin». Auch Jesus habe Geschichten benutzt, um seine Zuhörer an sich zu binden.

Auch die britische Post Royal Mail schwimmt auf der Potter-Welle: Am Dienstag kam eine Kollektion «magischer» Sonderbriefmarken heraus. Darauf sind unter anderem die Wappen der verschiedenen Häuser der Zauberschule Hogwarts abgebildet. Die Marken würden ein «aufregendes Geheimnis» enthüllen, wenn man sie berührt. Und der irische Wettanbieter Paddy Power versucht mit Spaßwetten, Geschäfte zu machen: Dort kann unter anderem darauf gewettet werden, ob sich der britische Prinz Harry an Halloween als Harry Potter verkleidet.
 

 

17.07. Geheime Drucksache Harry Potter - Siebter Band in Thüringen gedruckt

Erfurt (dpa) - Das Geheimnis von Harry Potter wird in der Karl- Marx-Straße 24 im thüringischen Pößneck gehütet. Hinter der schmutziggrauen Betonfassade soll derzeit der siebte und letzte Band «Harry Potter and the Deathly Hallows» gedruckt werden. Die für Millionen Fans wohl spannendste Frage - Wird Harry sterben oder nicht? - müssten die Mitarbeiter der Druckerei doch beantworten können. «Da sage ich nichts zu», raunzt ein junger Mann beim Verlassen des Gebäudes und eilt hastig davon. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wartet eine Frau an einer Bushaltestelle. «Ich darf Ihnen nichts sagen», sagt sie. «Das mussten wir alle unterschreiben.»

Die Druckerei GGP in Pößneck hält sich bedeckt, wenn es um Harry Potter geht. Sie will nicht einmal bestätigen, dass hier ein Teil der englischsprachigen Ausgabe gedruckt wird. «Für Auskünfte wenden Sie sich bitte an Arvato», teilt die Pressesprecherin Adelheid Künzel telefonisch mit. Zu der Bertelsmann-Tochter gehört die Druckerei seit 1990. Dort lautet die Antwort: «Wir geben grundsätzlich keine Informationen über unsere Aufträge und unsere Auftraggeber heraus».
Und der Auftraggeber, der britische Verlag Bloomsbury, hüllt sich ebenfalls in Schweigen.

«Ich kann verstehen, dass sich die Mitarbeiter an die Schweigepflicht halten», sagt Pößnecks Bürgermeister Michael Modde.
Mit mehr als 1000 Beschäftigten ist die Druckerei immerhin der größte Arbeitgeber in der Region. Hier laufen Bestseller von Frank Schätzing und Ken Follett, der Duden und die Memoiren von Altkanzler Gerhard Schröder vom Band. «Teilweise arbeiten da mehrere Generationen einer Familie.» Auch Modde flüchtet sich in diplomatische Formulierungen:
«Wir sind stolz, dass Harry Potter bisher hier gedruckt wurde und hoffen, dass er auch diesmal wieder hier gedruckt wird.»

Aus dem Fenster von Moddes Büros geht der Blick über die historische Altstadt. Wie das Rathaus stammen viele Häuser aus dem 15. Jahrhundert. Doch lange nicht alle sind so hübsch restauriert.
Ganze Straßenzüge sind verfallen und stehen leer. Die Bewohner von Pößneck sind nicht gerade stolz auf ihre Stadt. Fragt man sie nach Harry Potter, winken sie ab. «Ja, den kennen wir. Aber er interessiert uns nicht», sagt ein älterer Herr, der sich auf einer Bank im Schatten ausruht. Ein junger Mann ergänzt: «Jeder im Ort weiß, dass das Buch hier gedruckt wird. Aber die Druckerei hat schon immer ein Geheimnis drum gemacht.»

Dies sei ein klassisches Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, urteilt der Leipziger Medienwissenschaftler Günter Bentele. «Die Geheimnistuerei um Harry Potter dient dazu, die Spannung anzuheizen und den Verkauf zu steigern. Eine einfache, aber wirksame Strategie.»

Die Fan-Gemeinde für Harry Potter in Pößneck schrumpft jedoch seit Jahren. Rund 13 000 Einwohner leben in dem Ort am Rande des Thüringer Schiefergebirges. «Vor der Wende waren es mal 18 000», sagt Bürgermeister Modde. Wie in vielen ostdeutschen Kleinstädten fehlen in Pößneck die jungen Leute, die typischen Harry Potter-Leser also.
Trotzdem freuen sich die beiden Buchhandlungen im Ort schon auf die Veröffentlichung des siebten Bandes an diesem Samstag - vor allem aber auf die der deutschen Ausgabe im Oktober. «Immer wenn ein neuer Band erscheint, läuft Harry Potter gut», sagt Gabriele Könitzer, Inhaberin der ehemaligen Volksbuchhandlung.

Dass auch die deutsche Ausgabe zum Teil in Thüringen gedruckt wird, will der Hamburger Carlsen Verlag als Herausgeber zwar nicht offiziell bestätigen. Pressesprecherin Katrin Hogrebe erklärt aber, dass der Verlag es wie in den Jahren zuvor handhaben werde. Bisher wurden die deutschen Bände im nordfriesischen Leck, in Ulm (Baden-
Württemberg) und eben in Pößneck gedruckt. Das freut Bürgermeister Modde - auch aus persönlichen Gründen. Durch seine Kinder ist er selbst zum Harry-Potter-Fan geworden. «Jetzt bin ich meist der Erste aus meiner Familie, der den neuen Band liest.»
 


16.07. 15 Millionen Euro für Bewachung der letzten Harry Potter-Bände

London (dpa) - Strikte Sicherheitsmaßnahmen: Um das vorzeitige Bekanntwerden von Harry Potters Schicksal zu verhindern, werden nach Expertenschätzungen umgerechnet fast 15 Millionen Euro ausgegeben.
Die britische Zeitung «Sunday Telegraph» berichtete am Sonntag, der englische Potter-Verlag Bloomsbury habe Grundstücke in Großbritannien gemietet, auf denen die gedruckten Bücher bis zur Auslieferung an die Händler geschützt werden. Mehrere Dutzend Sicherheitsteams bewachten die erste Auflage des siebten und letzten Bandes der Potter-Reihe rund um die Uhr.

Die Wagen, mit denen die Bücher ab Dienstag zu den Buchhändlern gebracht werden, seien mit einem Satellitenüberwachungssystem ausgerüstet. Dieses zeige an, wenn ein Transporter von seiner vorgesehen Route abweicht. Die Bücher würden auf versiegelten und mit Alarmanlagen ausgestatteten Paletten transportiert.

«Harry Potter and the Deathly Hallows» erscheint am 21. Juli um kurz nach Mitternacht in englischer Sprache. Viele spekulieren, ob die Autorin Joanne K. Rowling ihren Titelhelden Harry sterben lässt oder nicht. Bislang ist das Ende außer Rowling nur gut 20 Personen, darunter Lektoren und Illustratoren, bekannt.

Der Bestseller-Autor Henning Mankell geht davon aus, dass Harry Potter am Leben bleibt und seine Zauberkraft behält. Dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte der Schwede, er erwarte, dass Potter erkennen werde, nicht nur ein Zauberer, sondern auch «ein Geschichtenerzähler» zu sein. Dagegen rechnet Rufus Beck, der in den deutschen Hörbüchern dem Zauberschüler seine Stimme leiht, damit, dass Potter am Ende des letzten Bandes stirbt. Irgendwann müsse «einfach Schluss» sein, sagte Beck im «Focus». «Unsterblich wird der Held nur, wenn er vorzeitig einen nicht natürlichen Tod stirbt.»

Die Boulevardzeitung «Sun» berichtete am Samstag, dass in Großbritannien mittlerweile sogar auf einen Selbstmord des Zauberschülers gewettet werden kann.

Unterdessen setzt die Produktionsfirma der erfolgreichen Harry Potter-Filme, Warner Bros., auf einen Nachfolger für den Roman- und Leinwandhelden: Der Filmverleih werde die siebenbändige Fantasyerzählung «Septimus Heap» der Autorin Angie Sage in Drehbücher umwandeln, berichtete die Zeitung «Sunday Times».

Die deutsche Ausgabe von «Harry Potter and the Deathly Hallows» soll am 27. Oktober auf den Markt kommen

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13.07. Deutscher «Harry Potter»-Verlag rüstet sich für «Riesenprojekt»

Hamburg (dpa/lno) - «Harry Potter»-Jahre sind für den Hamburger Carlsen Verlag «Riesenprojekte». «Ein Erfolg wie "Harry Potter" ist bisher komplett einmalig auf dem Buchmarkt und wird wahrscheinlich in dieser Größenordnung auch einmalig blieben», sagte Geschäftsführer Joachim Kaufmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «In Jahren, in denen ein neuer Band erscheint, erreichen wir mehr als eine Verdoppelung unseres Umsatzes», berichtete er. «Schon lange laufen die Vorbereitungen für das neue Buch auf Hochtouren.»

Rund drei Millionen verkaufte Exemplare erwartet das Verlagshaus beim siebten Abenteuer des populären Zauberschülers. «Da es der letzte Band ist, rechnen wir damit, dass es sogar noch mehr werden.
Schließlich will doch jeder wissen, wie es ausgeht», meinte Kaufmann.
Dennoch sei schwer zu kalkulieren, wieviele Leser nicht warten und sich bereits für das englischsprachige Buch entscheiden. «Harry Potter and the Deathly Hallows» wird am 21. Juli veröffentlicht, die deutsche Ausgabe, deren Titel noch nicht bekannt ist, am 27. Oktober.

Als im Jahr 2000 die vierte Geschichte der erfolgreichen Fantasy- Reihe von Autorin Joanne K. Rowling herauskam, hatte der Verlag nach Angaben des Geschäftsführers noch 35 Mitarbeiter. «Inzwischen sind es über 80 und "Harry Potter" hat eindeutig den Grundstein dafür gelegt, dass wir in dieser Zeit so wachsen konnten», erläuterte er. In jenem Jahr war den Romanen über Harry und seine Freunde in der Zauberschule Hogwarts der Durchbruch auch in Deutschland gelungen. Kaufmann: «Das war das Potter-Jahr überhaupt - ein Riesenhype».

Einen Nachfolger für die «Harry Potter»-Zielgruppe hat der Verlag schon im Blick: Der Debütroman «Tom Scatterhorn» von Henry Chancellor. «Der erste Band dieser mehrteiligen Reihe erscheint im Herbst 2008. Es ist ein international hoch gehandelter Bestseller und wir trauen ihm einen ähnlichen Erfolg wie "Potter" zu», meinte der Geschäftsführer. Zum Inhalt verriet er: Titelheld Tom Scatterhorn (11) muss Weihnachten bei Verwandten in einem alten Naturkundemuseum verbringen. Dort sorgen seltsame Tiere, verschollene Saphire und ein unheimlicher Schokoladenfabrikant aus Peru für viel Aufregung.

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13.07. Mehr als 325 Millionen verkaufte Harry-Potter-Bücher weltweit

Hamburg (dpa) - Weltweit wurden bisher mehr als 325 Millionen Harry-Potter-Bücher verkauft, wie der Bloomsbury Verlag in London mitteilte. In Deutschland gingen 25,2 Millionen Exemplare über den Ladentisch. Die deutschen Verkaufszahlen (in Millionen) nach Angaben des Carlsen Verlags in Hamburg:

- «Harry Potter und der Stein der Weisen» (Juli 1998): 5,4
- «Harry Potter und die Kammer des Schreckens» (März 1999): 4,2
- «Harry Potter und der Gefangene von Askaban» (August 1999): 4,1
- «Harry Potter und der Feuerkelch» (Oktober 2000): 4,2
- «Harry Potter und der Orden des Phoenix»(November 2003): 4,0
- «Harry Potter und der Halbblutprinz» (Oktober 2005): 3,3

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13.07. Handel fürchtet vorzeitigen Verkauf von Harry Potter

London (dpa) - Wenige Tage vor dem Erscheinen des letzten «Harry Potters» fürchtet der britische Handel den vorzeitigen Verkauf des Kinderbuchs. «Es ist wahrscheinlich, dass jemand das Embargo bricht», sagte Katherine Rushton vom Branchenblatt «The Bookseller» dem «Daily Telegraph». Der Verkauf wird demnach vor allem an ungewöhnlichen Orten erwartet, zum Beispiel in Baumärkten oder Tankstellen. «Harry Potter and the Deathly Hallows» erscheint am 21. Juli um kurz nach Mitternacht, es gelten strikte Sicherheitsmaßnahmen, damit nichts von dem streng geheim gehaltenen Inhalt an die Öffentlichkeit dringt.

Nach Rushtons Worten könne der britische Verleger Bloomsbury dieses Mal nicht mehr damit drohen, bei einem Verstoß den nächsten «Potter» nicht mehr zu liefern. «Es ist der letzte "Harry Potter" und deshalb hat Bloomsbury nicht mehr so viel Macht.» Händler mussten nach Angaben des «Daily Telegraphs» Verpflichtungserklärungen unterzeichnen, das Buch nicht vor Mitternacht zu verkaufen. Die Läden müssten die Bücherboxen in einer «sicheren Zone und verschlossen» aufbewahren, und sie dürften für die Öffentlichkeit nicht zu sehen sein. Es sei auch verboten, Fotos von den Büchern zu machen, wenn diese ausgeliefert werden.

Es wird erwartet, dass zum Verkaufsstart am 21. Juli um 00.01 Uhr hunderte Buchläden in Großbritannien geöffnet haben. Mehr als drei Millionen Exemplare des siebten «Harry Potters» sollen nach Prognosen allein in Großbritannien in den ersten 24 Stunden verkauft werden.

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13.07. Die Harry-Potter-Saga: Am Anfang ein Geistesblitz im Zug nach London

London (dpa) - Harry Potter starb mit 19. Er war ein britischer Soldat und fiel vor fast 70 Jahren bei Kämpfen in Hebron. Als 2005 Harry-Potter-Fans zufällig auf das Grab dieses Namensvetters ihres Idols in der israelischen Kleinstadt Ramle stießen, stellten sie etwas seltsames fest: Es gab tatsächlich Menschen wie den Friedhofswärter Ibrahim Huri, die noch nie von den Büchern oder Filmen über den berühmten Zauberlehrling gehört hatten.

Inzwischen dürfte die ohnehin nur kleine Schar der «Potter- Ignoranten» noch weiter geschrumpft sein. Millionen von Menschen - längst nicht nur im Kindesalter - sehen den dritten Samstag im Juli (21.7.) als Schicksalstag an. Dann erscheint «Harry Potter And The Deathly Hallows», der siebte und letzte Band der Reihe. Stirbt Harry oder nicht? Die Frage wird derzeit in Internet-Chats vermutlich häufiger diskutiert als die Erderwärmung.

Begonnen hatte alles mit einem Geistesblitz während einer Bahnfahrt vor rund 17 Jahren. Er kam einer blonden Frau mit Supermarktbrille und abgetragener Kleidung im Zug von Manchester nach London. Aus dem Gedanken wuchs eine Welt der Magie mit eigenen Gesetzen, einprägsamen Gestalten und großartigen Schauplätzen wie der Zaubererschule Hogwarts mit dem Büro von Schulleiter Albus Dumbledore.

Das ganze Potter-Universum war fertig, ehe Joanne K. Rowling ihre erste Romanzeile schrieb. Was es so fesselnd macht, ist auch, dass neben der Fantasiewelt jene nachvollziehbar-reale der «Muggles» existiert, der Menschen wie du und ich. So kann der Leser leicht aus seiner eigenen Sphäre in die Traumzone wechseln. Und am Londoner Bahnhof King's Cross gibt es inzwischen an einer Wand den Hinweis auf den Bahnsteig 9 3/4, auf dem der magische Express nach Hogwarts abgeht - wenn man nur durch die Backsteinwand hindurchschreitet.

Schon der erste Band, «Harry Potter und der Stein der Weisen», wurde 1997 zu einem Riesenerfolg. Spätestens als 2001 die Verfilmung weltweit mehr als eine Milliarde Euro einbrachte, wurde klar, dass Rowling die Grundlagen für ein Fantasy-Imperium gelegt hatte, das viele Jahre lang Milliardenumsätze machen würde. Demnächst kommt zu unzähligen Nebenprodukten auch noch ein Themenpark in Amerika hinzu.

Von Anfang an - und das trug zum Entstehen des Potter-Imperiums bei - hatte Rowling Kurs genommen auf sieben Abenteuerfolgen. Vorbild waren sieben Jahre an weiterführenden britischen Schulen. Erst jetzt erfährt die globale Pottergemeinde, was Rowling schon als Unbekannte für den finalen Kampf zwischen dem Bösen in Gestalt des dunklen Lords Voldemort und dem Guten namens Harry erdacht hatte.

Stets war auch klar, dass die Auflösung etlicher Rätsel - darunter das um den scheinbar durch und durch fiesen Lehrer Snape - erst im siebten und letzten Band kommen würde. Doch nicht nur die fantasievolle Handlung bewegte die Leser. Auch Rowling (41) selbst wurde zu einer Story von der Art, wie das Volk sie liebt: Aus einem Aschenputtel wurde ein Schneewittchen.

«Es ging mir wirklich nicht gut», berichtete sie über jene Zeit, als sie sich beim Schreiben in einem Café der schottischen Hauptstadt Edinburgh stundenlang an einem Espresso festhielt. «Ich hatte meinen Job als Lehrerin verloren, meine Ehe war in die Brüche gegangen.
Meine Mutter war an Multipler Sklerose gestorben, ich war einsam und litt an Depressionen.» Die fanden Aufnahme in ihre Bücher, wurden zu Todessern, Dementoren und anderen Furcht erregenden Gestalten. Und aus der arbeitslosen Lehrerin wurde eine der am meisten bewunderten Frauen der Welt, die obendrein reicher ist als die britische Königin.

Manche Literaturkritiker rümpfen zwar noch leicht die Nase. Und es hält auch der Streit an, ob J.R.R. Tolkien («Der Herr der Ringe») oder J.K. Rowling den größeren Beitrag zur englischen Fantasy- Literatur geleistet hat. Leser des renommierten «Book Magazine» wählten sie jedoch schon vor einem Jahr zur bedeutendsten lebenden Schriftstellerin Großbritanniens - und gaben ihr immerhin den Vorzug vor Größen wie John Le Carré, Nick Hornby und sogar Nobelpreisträger Harold Pinter.

Nun also das Ende und die Furcht, dass der zauberhafte Harry uns verlässt. Natürlich wird er das nicht. Auch wenn Rowling selbst mal düstere Andeutungen machte und darauf verwies, dass Agatha Christie schließlich ihren Helden Hercule Poirot habe sterben lassen. Wer wollte ernsthaft glauben, dass die bekannteste Jugendbuchautorin der Welt den bekanntesten Jugendbuchhelden der Welt sterben lässt? Schlimmstenfalls nimmt sie ihm für alle Zeiten den Zauberstab weg.

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Bachmann-Preis an
Tilman Rammstedt

Porträt, Berichte
und Infos
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Büchner-Preis 2008:
Josef Winkler

Porträt und
Hintergrund-
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Dichter
Peter Rühmkorf
tot

Berichte, Stimmen
und
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Friedenspreis des
Deutschens
Buchhandels 2008:
Anselm Kiefer

Porträt und Hintergrund-
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10. Mai 1933:
Tag der
Bücher-
verbrennung

Informationen und
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3. Mai: Tag der Pressefreiheit
Berichte und Hintergrund-
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Welttag des Buches 2008
Berichte und Hintergründe
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UNESCO-Welttag der Poesie 2008
Hintergründe und Berichte
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100 Jahre Rowohlt Verlag
Ein Porträt des Verlags
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Leipziger Buchmesse 2008
täglich aktuelle News aus den Messehallen
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Unwort des Jahres 2007
Alles über die "Herdprämie"
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Jan Kross gestorben
Ein ausführliches Portrait des Autors
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Astrid Lindgren - 100. Geburtstag
Ein ausführliches Portrait
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Norman Mailer ist gestorben
Porträt, Werke, Zitate
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Harry Potter -
die deutsche Ausgabe

Hintergrundberichte zum Verkaufsstart
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Tag der Bibliotheken 2007
Berichte, Umfragen und Hintergründe
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Günther Grass wird 80
Glückwünsche, Interview und Porträt
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Literatur- Nobelpreis 2007
Alles zur Preisträgerin Doris Lessing
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Frankfurter Buchmesse 2007
Täglich aktuelle News aus den Messehallen
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Rechtschreib- reform tritt endgültig in Kraft
Die Änderungen ab 1. August 2007
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Zum Verkaufsstart von Harry Potter 7
Hintergrundberichte zum Erscheinen des letzten Bandes der Reihe
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Leipziger Buchmesse 2007 (22.03.-25.03.)
Stimmen und Hintergründe
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80. Geburtstag von Martin Walser
Lebenswerk und Porträt
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175. Todestag von Johann Wolfgang von Goethe (22.03.)
Lebenswerk und Hintergründe
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80. Geburtstag von Inge Jens (11.02.)
Herausgeberin der Thomas-Mann- Tagebücher
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125. Geburtstag von James Joyce (02.02.)
Autor des Jahrhundertwerks "Ulysses"
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125. Geburtstag von Virginia Woolf (25.01.)
Pionierin der Moderne und des Feminismus
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Autorenwerk, ZDF und WiSo
Wie das Autoren(werk) mit fingierten Reportagen das ZDF und das ZDF die Zuschauer abkassiert
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Der Börsenverein unter Honnefelder
Die Regierung in Schilda erklärt seinen Einwohnern den Krieg:
Ein aktueller Streich des Börsenvereins unter Vorsteher Gottfried Honnefelder
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Günter Grass: Das Waffen-SS Eingeständnis
Reaktionen und das Eingeständnis
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Zum 50. Todestag von Gottfried Benn am 07.07.
Lebenswerk, Hintergründe und Zitate
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Zum Tod von Robert Gernhardt am 30.06.
Reaktionen, Stimmen und ein Kurzporträt
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150. Geburtstag von Sigmund Freud (06.05.)
Lebenswerk und Hintergründe
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100. Geburtstag von Samuel Beckett am 13.04.
Lebenswerk und Hintergründe
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