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News-Sonderthema: 

Heinrich Heine - 150. Todestag am 17. Februar

Ein Porträt des Schriftstellers, sein Lebenswerk und neue Bücher über den Autor
 

 
Unsere Beiträge:

Porträt des Schriftstellers
Reich-Ranicki: Verhältnis der Deutschen zu Heine
Wichtige Lebensstationen
Wichtige Werke
Heines Besuche in Frankfurt
Neue Bücher über Heinrich Heine
Zitate von Heine
 

 

Immer noch ein Außenseiter: Heinrich Heine starb vor 150 Jahren

Düsseldorf (dpa) - Romantiker und Revolutionär, gefeierter Lyriker, gefürchteter Prosaist, gescheiterter Dramatiker. Jüdisch geboren, protestantisch getauft, katholisch verheiratet. Auch 150 Jahre nach seinem Tod am 17. Februar 1856 ist der Schriftsteller Heinrich Heine noch nicht endgültig in das literarische Pantheon Deutschlands aufgenommen. Er sitzt dort eher zu Füßen des ehernen Denkmals für Goethe und Schiller - und hätte sich als Spötter so sicher wohlgefühlt. Seine lebenslange Hassliebe zu Deutschland, seine politische Liberalität und erotische Lockerheit bleiben unverziehen: Vor allem ältere Lesergenerationen, so urteilt Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, schleppten bis heute die während der NS-Zeit eingeimpften «Ressentiments» gegenüber Heine mit.

Bei keinem anderen deutschen Autor wirke das historische Verdammungsurteil so nachhaltig in die Gegenwart wie bei Heine, meint Prof. Joseph A. Kruse, Direktor des Heine-Institutes in Düsseldorf, wo der Dichter mutmaßlich am 13. Dezember 1797 zur Welt gekommen ist Und wo der Streit zwei Jahrzehnte bis in die 80er Jahre dauerte, ehe sich die örtliche Uni nach ihm benannte.

Mit wichtigen Schriften stand der Dichter schließlich bis 1967 auf dem Index verbotener Bücher der katholischen Kirche, darunter die ab
1826 erschienenen, leichtfüßigen «Reisebilder», die Heines Name in Europa bekannt machten und mit deren sehr subjektiven Schilderungen und Bekenntnissen zu Freiheit und Gleichheit er das moderne Feuilleton begründete.

Auf das Konto seines bis heute populärsten Lyrikbandes «Buch der Lieder» (1827), vom dem Heine selbst noch 16 Auflagen erlebt hat, geht der Löwenanteil der 8000 Heine-Vertonungen seit Schumann, seit Silchers Loreley-Lied («Ich weiß nicht, was soll es bedeuten»), ermittelte Heine-Biograf Jan-Christoph Hauschild. Die feinsinnige ironische Brechung in der nur scheinbar sentimentalen Lyrik des «entlaufenen Romantikers» (Heine über Heine) genießt wohl erst der gegenwärtige Leser ganz.

Der Autor, der seit 1831 im Exil in Paris lebte und von der Zensur in Deutschland verfolgt wurde, hatte es laut Biograf Hauschild nicht nötig, für den Geschmack des Publikums zu schreiben: «Er erzieht sich vielmehr seine Leser.» Womit das Verdikt des Kulturphilosophen Adorno, Heine habe die Dichtung kommerzialisiert, ebenso ins Leere läuft wie Karl Kraus' galliger Bannspruch vom Sprachverderber Heine.

Als Pariser Zeitungskorrespondent, alimentiert auch aus einer ominösen Schatulle des französischen Außenministers, wurde es Heines höchst moderne selbstgestellte Aufgabe, Leser in beiden Ländern mit Leben, Politik und Kultur des jeweils anderen Volkes vertraut zu machen. Seine gesammelten Zeitungsberichte, die «Französischen Zustände», finden ihr spiegelbildliches Gegenüber in den kritischen Analysen «Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland», des Landes, von dem er bestürzend prophetisch einen zerstörerischen «deutschen Donner» erwartet.

Das satirische Versepos «Deutschland. Ein Wintermärchen», in dem er mächtig an der Nachtmütze des deutschen Michels rupft, schreibt Heine 1844; der Witz ist ihm einmal mehr Waffe gegen nationalistische Borniertheit und teutschen Untertanengeist. Sein «Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht» als doppeldeutige »Nachtgedanken» (1843), sein sozialkritisches und schnell verbotenes Gedicht «Die schlesischen Weber» entstehen. Auch Heines Nähe zu den Frühsozialisten und Karl Marx werden im Gefolge der 1968er Aufbruchjahre Belege einer mittlerweile in den Hintergrund getretenen «linken» Interpretation des Dichters.

Im Revolutionsjahr 1848 bricht der längst schon kranke Heine bei einem Besuch des Louvre zusammen und wird von seiner Frau Mathilde, seinem «Hausvesuv», in der «Matratzengruft» acht Jahre lang gepflegt.
Die späten Gedichte («Romanzero») und Schriften («Lutetia») vom qualvollen Krankenlager einer bis heute ungeklärten Nervenlähmung werden zu anrührenden Reflexionen über Leben und Tod, Politik und Religion.

Der Blick aus dem Wohnungsfenster auf die lebhafte Avenue Matignon ist dem Dichter schließlich nur noch möglich, wenn er sich mit dem Finger die gelähmten Augenlider hochschiebt. Eine heftige, aber platonische Liebe verbindet Heine mit einer jungen Verehrerin, die er zärtlich «Mouche» nennt. Sein letztes Schreiben an sie («Ich bin sehr leidend und zum Tode verdrießlich...») trägt den Abschiedsgruß:
«Misère, dein Name ist H.H.».

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Reich-Ranicki: Verhältnis der Deutschen zu Heine ist besser geworden

Düsseldorf/Frankfurt (dpa) - Das Verhältnis der Deutschen zu Heinrich Heine (1797-1856) als einem ihrer größten Autoren hat sich nach Ansicht des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki (85) deutlich verbessert. «Es ist eine neue Generation von Lesern herangewachsen, die ein objektiveres und sachlicheres Verhältnis zu Heine hat», sagte der prominente Literaturexperte der dpa. Sein rund ein Jahrzehnt altes Wort «Wenn es um Heine ging, wurde in Deutschland seit eh und je scharf geschossen» gelte deshalb in dieser Form nicht mehr, betonte Reich-Ranicki.

«Man muss unterscheiden zwischen Leuten, die im Dritten Reich oder
15 Jahre danach in die Schule gegangen sind», sagte der Kritiker. Die Älteren hätten die «unglaublichen Ressentiments nie abgeschüttelt», die während der NS-Zeit über den jüdischen Autor verbreitet wurden.

Heine als dritten Klassiker neben Goethe und Schiller zu sehen, fiele trotzdem vielen Literaturinteressierten schwer, meinte Reich-
Ranicki: «Man hält in Deutschland für einen Klassiker, wer auch Dramatiker ist.» In Sachen Bühnenliteratur sei es aber bei dem aus Düsseldorf stammenden Schriftsteller «nur bei zwei Versuchen ohne Bedeutung» geblieben. «Das Bahnbrechende bei ihm ist die Lyrik.»

Heine wirke «viel stärker in die Gegenwart» als viele Autoren seines Jahrhunderts. «Sein Zugang zum Leben, seine Ironie, seine Fragestellungen, das alles steht uns näher.» Der Autor habe nachhaltig «zur Demokratisierung der deutschen Poesie» beigetragen.

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Wichtige Lebensstationen von Heinrich Heine

Hamburg (dpa) - Wichtige Stationen seines Lebens:

1797: Heine wird am 13. Dezember als Sohn des jüdischen Kaufmanns
Samson Heine und seiner Frau Betty van Geldern in Düsseldorf
geboren.

1815: Banklehre in Frankfurt und später bei seinem Onkel in Hamburg

1819: Beginn des Jurastudiums in Bonn. Es folgen Wechsel an die
Universitäten in Göttingen und Berlin. In Berlin findet er
schnell Kontakt zu literarischen Zirkeln und nimmt Verbindung
zu dem «Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden» auf.

1822: Veröffentlichung erster Gedichte

1824: Wanderung durch den Harz. Besuch bei Goethe in Weimar.

1825: Heine promoviert in Göttingen zum Doktor der Rechte. Kurz zuvor
war er zum Christentum konvertiert.

1826: Reise nach England. Veröffentlichung des ersten Bandes der
«Reisebilder».

1827: Redakteurstätigkeit bei den «Neuen allgemeinen politischen
Annalen» in München. Der Lyrikband «Buch der Lieder» erscheint,
eines der populärsten Werke der deutschen Literatur.

1831: Umzug nach Paris, nachdem er in Deutschland wegen seiner
politischen Ansichten zunehmend kritisiert wurde.

1832: Tätigkeit als Pariser Korrespondent für die Augsburger
«Allgemeine Zeitung»

1835: Der Deutsche Bund setzt Heines Schriften auf den Index.

1841: Heirat mit Crescence Eugénie Mirat - genannt Mathilde.

1843: Eine Fahrt nach Hamburg regt ihn zu dem Gedicht «Deutschland.
Ein Wintermärchen» an. Bekanntschaft mit Karl Marx.

1844: Inspiriert von den Aufständen in Schlesien entsteht das Gedicht
«Die schlesischen Weber». Letzte Reise nach Deutschland.

1848: Sein schweres Rückenmarkleiden fesselt Heine ans Bett. Er
selbst nennt es seine «Matratzengruft».

1851: Mit dem Lyrikband «Romanzero» wird das Spätwerk Heines
eröffnet.

1856: Heine stirbt am 17. Februar im Alter von 58 Jahren in Paris.

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Wichtige Werke von Heinrich Heine

Hamburg (dpa) - Zu seinen wichtigsten Werken zählen:

- «Reisebilder» (vier Bände 1826/27 und 1830/31). In dem Werk schildert der Schriftsteller seine Eindrücke von Reisen etwa nach England, Italien und in den Harz.

- «Buch der Lieder» (1827). Die Gedichtsammlung bringt dem Romantiker weit über das eigene Land hinaus Popularität. Bis heute wurde das Werk in zahlreiche Sprachen übersetzt.

- «Der Salon» (vier Bände 1834-49). Das Sammelwerk enthält Lyrik- und Prosastücke. Zentrale Themen sind die Französische Revolution sowie die Rolle von Religion und Moral. In der Polemik «Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland» bringt Heine seine Ansichten über Kunst und Politik am deutlichsten zum Ausdruck.

- «Die romantische Schule» (1836). Mit der Schrift kritisiert Heine die politische Position der deutschen Romantik. Dabei schreckt er auch nicht vor persönlichen Diffamierungen zurück.

- «Ludwig Börne. Eine Denkschrift» (1840). Heine war für seine scharfen Angriffe von Zeitgenossen gefürchtet. In der Denkschrift rechnet er mit dem Publizisten Börne ab, der ihn zuvor des Verrats an der politischen Revolution bezichtigt hatte.

- «Deutschland. Ein Wintermärchen» (1844). In dem satirischen Gedicht setzt sich Heine schonungslos mit den politischen Zuständen in Deutschland auseinander.

- «Die schlesischen Weber» (1844). Vom Weberaufstand in Schlesien inspiriert, thematisiert er die Folgen der Industriellen Revolution.
Das Gedicht - auch als «Weberlied» bekannt - wurde als Flugblatt in den Aufstandsgebieten verteilt.

- «Atta Troll. Ein Sommernachtstraum» (1847). Mit dem satirischen Versepos über den Tanzbären Troll verspottet Heine die Dichter seiner Zeit.

- «Romanzero» (1851). Der Gedichtzyklus birgt die persönlichsten Töne des Schriftstellers. Die drei Teile der Sammlung kreisen um das Motiv der Liebessehnsucht. Schwer krank revidiert er im Nachwort seine Abkehr von Gott.

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Heinrich Heine: Die Besuche in Frankfurt prägten den Spötter

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nur drei Mal war Heinrich Heine in Frankfurt. Doch die Aufenthalte haben Leben und Denken des berühmten Dichters, dessen Tod sich am Donnerstag (17. Februar) zum 150. Mal jährt, wesentlich geprägt.

Erstmals kam Harry - wie der jüdische Heinrich Heine vor seiner christlichen Taufe hieß - 1815 im Alter von knapp 18 Jahren zusammen mit seinem Vater nach Frankfurt. Der gab ihn in die Lehre bei einem Bankier mit dem Namen Veitel Rindskopf. Dort hielt es Harry aber «höchstens drei Wochen» aus, bevor er zurück ins heimische Düsseldorf floh. Er hatte kein Talent «zum Erwerb», stellte er fest.

Heine entschied sich letztlich für die Literatur. Daran sollte auch die anschließende Banklehre in Hamburg und das Jurastudium nichts ändern. Schon beim ersten Mal in Frankfurt war er dem wortgewaltigen Publizisten Ludwig Börne kurz begegnet, den er 1827 bei seinem zweiten Besuch traf. Zu diesem Zeitpunkt war Heine, der inzwischen Heinrich hieß, bereits mit seinen Gedichten und Reisebildern bekannt geworden. Börne sollte ein enger Freund werden - beide rechneten erst Jahre später gnadenlos in ihren Schriften miteinander ab.

1831 kam Heinrich nochmals in die Handelsstadt Frankfurt, die er schon früher wegen ihres «Krämergeistes» verspottet hatte. Er war auf der Durchreise nach Paris, wo er bis zu seinem Tod wohnen sollte. Der scharfzüngige Heine machte seinem Ruf erneut alle Ehre. Zu den damals hochgelobten Promenaden auf den geschleiften Wallanlagen in Frankfurt meinte Heine ironisch: «Der Umgang um die Stadt ist jedenfalls interessanter als der Umgang in der Stadt.»

Den Schlüssel für die Beziehung Heines zu Frankfurt liefert aber wohl dessen nicht einfaches Verhältnis zu seinem Judentum. In Frankfurt lernte er schon früh das jüdische Getto kennen - es war zum Zeitpunkt seiner Einrichtung im 15. Jahrhundert das erste in Deutschland. Den zwiespältigen Charakter des Gettos, das zur Zufluchtsstätte für Juden aus ganz Deutschland wurde, schildert Heine in seinem Roman «Der Rabbi von Bacharach».

«Es ist praktisch ein Versuch, seine jüdische Vergangenheit literarisch zu bewältigen», sagt der Historiker Fritz Backhaus vom Jüdischen Museum in Frankfurt. Der Roman blieb für immer Fragment.
Bezeichnenderweise stoppte Heine die Arbeit an der Novelle, als er sich taufen ließ.

In Paris setzte sich Heines Verbindung zu Frankfurt indirekt fort:
Der Dichter hatte dort engen Kontakt zur jüdischen Bankiersfamilie Rothschild, die aus der Frankfurter Judengasse stammte. Die Stadt Frankfurt ließ sich trotz mancher Schmähung in ihrer Wertschätzung für den bis weit ins 20. Jahrhundert umstrittenen Dichters nicht beirren. Eine von der «Frankfurter Zeitung» initiierte Stiftung sorgte seit 1897 auf dem Montmartre-Friedhof in Paris für die Pflege von Heines Grab, wie die Historikerin Sabine Hock berichtet.

Als erste Stadt Deutschlands errichtete das auf seine liberale Tradition stolze Frankfurt auch ein Heine-Denkmal - es wurde zum 116.
Geburtstag des Dichters am 13. Dezember 1913 enthüllt. Der Berliner Bildhauer Georg Kolbe schuf ein für die säbelrasselnde Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ungewöhnlich anmutendes Ensemble aus zwei Bronzefiguren - einem schreitenden Jüngling und einem davor sitzenden Mädchen. Es sollte den Rhythmus von Heines Lyrik symbolisieren. Das «dem Dichter Heine» gewidmete Denkmal, durch Spenden Frankfurter Bürger finanziert, wurde im gesamten Deutschen Reich angefeindet.

Drei Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Denkmal am 27. April 1933 gestürzt. Die Bronzefiguren überlebten als «Frühlingslied von Kolbe» an anderer Stelle - ohne die Heine- Plakette. Seit 1947 steht das Denkmal wieder mit dem Hinweis «Heinrich Heine» im Frankfurter Anlagenring - für den der Dichter einst nur Spott übrig hatte.

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Neue Bücher über Heinrich Heine

Düsseldorf (dpa) - Zahlreiche deutschsprachige Verlage bringen zum 150. Todestag Heinrich Heines Neuerscheinungen oder Neuausgaben heraus. Nachfolgend eine Auswahl:

FÜR EINSTEIGER

Otto A. Böhmer: Heinrich Heine. Sein Leben erzählt von Otto Böhmer
Diogenes, 2005, 170 S., Euro 8,90
(kurze, aber umfassende Biografie)

Winfried Freund: Schnellkurs Heinrich Heine
DuMont, 2005, 192 S., Euro 14,90

Kerstin Decker: Heinrich Heine. Narr des Glücks
Propyläen, 2005, 448 S., Euro 22,00
(Heine mit vielen O-Tönen, im Präsens und in
kurzen Sätzen; neue Form der Biografie)

Joseph A. Kruse: Heine für Gestresste
Insel, 2005, 110 S., Euro 6,00
(Heine in kleinen Häppchen)

UMFASSENDES UND EINZELASPEKTE

J.-Ch. Hausschild/: Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst
M. Werner Heinrich Heine - Eine Biografie
Zweitausendeins, 2005, 762 S., Euro 22,00
(aktualisierte große Heine-Biografie)

Jörg Aufenanger: Heinrich Heine in Paris
dtv, 2005, 160 S., Euro 12,00
(Schilderung von Heines Leben in Paris)

Edda Ziegler: Heinrich Heine. Der Dichter und die Frauen
Patmos, 2005, 205 S., Euro 19,90
(untersucht Heines Werk nach den Frauenbildern)

Chr. Bartscherer: Heinrich Heine und die Frauen
Herder, Mai 2006, 160 S., Euro 8,90

HEINE ZUM ANSCHAUEN

Chr. Liedtke (Hg.): Heinrich Heine im Porträt
Wie die Künstler seiner Zeit ihn sahen
Hoffmann und Campe, 2006, 96 S., Euro 45,00
(Bildband; Sammlung aller authentischen
Heine-Porträts, deren Entstehung und
Überlieferung)

FÜR DEN HEINE-PROFI

Jan-Chr. Hausschild (Hg.): Leben Sie wohl und hole Sie der Teufel
Biografie in Briefen
Aufbau-Verlag, 2005, 477 S., Euro 24,90
(199 Briefe am Leitfaden der Biografie,
kapitelweise mit Einführungen in Heines
Lebens- und Schreibsituation)

Manfred Windfuhr: Die Düsseldorfer Heine-Ausgabe
Ein Erfahrungsbericht
Grupello, 2005, 104 S., Euro 14,90
(Entstehungsgeschichte der DHA)

WERKE

Klaus Briegleb (Hg.): Heinrich Heine. Sämtliche Schriften
dtv, 2005, 6 Bände, Euro 78,00
(Neuauflage)

Werner Bellmann (Hg.): Deutschland. Ein Wintermärchen
Mit Bildern von Hans Traxler
Reclam, 2005, 143 S., Euro 14,90
(eines von Heines bekanntesten Werken mit
lllustrationen)

Bernd Kortländer (Hg.): Die Worte und die Küsse sind wunderbar
vermischt
Reclam, 2005, 256 S., Euro 12,00
(Heine in Häppchen, kurze Texte, Zitate,
neue Zusammenstellung zum 150. Todestag)

Klaus Briegleb (Hg.): Heinrich Heine. Sämtliche Gedichte
Insel-Verlag, 2005, 704 S., Euro 12,00
(Jubiläumsausgabe zum 150. Todestag)

B. Füllner/ : Und grüßen Sie mir die Welt
Ch. Liedtke (Hg.) Ein Leben in Briefen
Hoffmann und Campe, 2005, 560 S., Euro 25,00
(kommentierte Auswahl der schönsten und
bedeutendsten Briefe Heines)

Heinrich Heine: Memoiren, illustriert von Volker Kriegel
Eichborn Berlin, 2005, 84 S. Euro 14,90

HÖRBÜCHER

Die Heine Box. Die schönsten Gedichte - Deutschland, ein Wintermärchen - Die Harzreise Argon-Verlag, 2005, 300 Min., 5 CDs, Euro 19,90 (neue Zusammenstellung)

Ludwig Börne. Eine Denkschrift
Onomato, 2005, 6 CDs, Euro 35,00

SONSTIGES

Heinrich Heine Kalender 2006
Hoffmann und Campe, 2006, Euro 8,00

Heine im Quadrat
Grupello, 2005, 72 bedruckte Kärtchen, Euro 12,00
(72 chronologisch angeordnete Kärtchen mit Zitaten)

Heinrich Heine: Leben und Werk
CD-ROM, Directmedia Publishing, 2005, 1 CD-ROM, Euro 15,00

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Zitate von Heine

Düsseldorf (dpa) - Witz, liberale Gesinnung und eine oft überraschende politische Weitsicht lassen sich im Werk des Schriftsteller Heinrich Heine schon in wenigen kurzen Versen und Zitaten aus seinen Schriften finden. Eine Auswahl:

«Dies war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen» (aus: «Almansor»)

«Das Volk steinigt gern seine Propheten, um ihre Reliquien desto inbrünstiger zu verehren; die Hunde, die uns heute anbellen, morgen küssen sie gläubig unsere Knochen!» (aus: «Ludwig Börne»)

«Ich sterbe an den Prügeln, die ich nicht selber austeilen kann!» (Brief an Gustav Heine)

«Wer sich mit Hunden niederlegt, steht mit Flöhen auf.» (aus:
«Lutetia»)

«Du fragst mich, Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen Mist.» (aus: «Neue Gedichte»)

«Die Zeitschriften sind freilich nur die Pißecken der Literatur, aber alle Annoncen sind dort angeschlagen.» (Brief an Moses Moser)

«...die Musik ist vielleicht das letzte Wort der Kunst, wie der Tod das letzte Wort des Lebens.» (aus: «Lutetia»)

«Was ist in der Kunst das Höchste? Das, was auch in allen anderen Manifestationen des Lebens das Höchste ist: die selbstbewußte Freiheit des Geistes.» (aus: «Lutetia»)

«Alle Religionen sind heilig, denn bei aller Verschiedenheit der äußeren Formen hegen sie doch ein und denselben heiligen Geist. Das ist die Religion der Religionen.» (aus: Bruchstücke zu «Die Stadt
Lucca»)

«Das ist schön bei uns Deutschen; keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.» (aus: «Die
Harzreise»)

«Eine Revolution ist ein Unglück, aber ein noch größeres Unglück ist eine verunglückte Revolution.» (aus: «Ludwig Börne»)

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