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News-Sonderthema:
Buchmesse Leipzig 2006 - vom 16. bis
19. März
Aktuelle Berichterstattung, Messeportrait, Geschichte
und Serviceteil
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Aktuelle Berichte:
Kurt-Wolff-Preis 2006 für Verlage
Premiere für Immendorff-Bibel
Ansturm auf Leipziger Buchmesse
Buchmesseplitter vom Donnerstag02
Buchmesseplitter vom Donnerstag01
Buchmesseplitter vom Mittwoch
Hintergrund:
Gespräch mit Messe-Direktor Zille
Gespräch mit Messe-Geschäftsführer Marzin
Messeporträt: Der Leipziger Bücherfrühling
Eintrittskarten: Die Buchmesse in Zahlen
Geschichte der Leipziger Buchmesse
Preis der Leipziger Buchmesse
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17.03. Kurt-Wolff-Preis 2006 an Verlage
aus Berlin und Idstein vergeben
Leipzig (dpa) - Der Berliner Verlag Friedenauer Presse hat am Freitag
bei der Leipziger Buchmesse den mit 26 000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Preis
2006 erhalten. Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis ging an
den Verlag KOOKbooks in Idstein (Hessen).
Der Verlag Friedenauer Presse wurde für die Entdeckerfreude
und den Nachdruck geehrt, mit dem er an das Zeitalter der Revolution
und des Holocaust erinnert. Mit dem Förderpreis belohnte die Kurt-Wolff-
Stiftung den 2003 gegründeten Verlag KOOKbooks dafür, dass
er in kurzer Zeit in der Buchbranche Akzente als junger, risikoreicher
und innovativer Verlag gesetzt habe.
Die von unabhängigen Verlegern und dem damaligen Kulturstaatsminister
Michael Naumann im Jahr 2000 gegründete Stiftung erinnert an den
bedeutenden Verleger (1887-1963) des deutschen Expressionismus, der
mit dem nach ihm benannten Verlag unter anderem in Leipzig wirkte.
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17.03. Premiere für Immendorff-Bibel bei Leipziger Buchmesse
Leipzig (dpa) - Bei der Leipziger Buchmesse hatte am Freitag eine
mit 25 Werken des schwer kranken Düsseldorfer Künstlers Jörg
Immendorff illustrierte Bibel Premiere. «Er hat dafür aus
seinem Fundus Arbeiten ausgesucht, die etwas mit Sinnsuche zu tun haben»,
sagte der Chefredakteur der «Bild»-Zeitung, Kai Diekmann,
bei der Präsentation im Museum der bildenden Künste. Die
Gemälde und Arbeiten auf Papier entstanden zwischen 1967 und 1998.
Herausgeber des 1000 Seiten-Werkes sind neben «Bild» der
Club Bertelsmann und das Gütersloher Verlagshaus. Das 2,5 Kilogramm
schwere, in Lederoptik mit Goldprägung gebundene «Buch der
Bücher» ist von Dienstag an für 19,95 Euro im Buchhandel
erhältlich.
«Mein erster Reflex war, passt das?», sagte Immendorff
in einem bei der Vorstellung gezeigten Film. Der Maler selbst konnte
wegen seiner Krankheit nicht nach Leipzig reisen. «Durch die
Sinnsuche, die sich auch wie ein roter Faden durch mein Werk zieht,
war es spannend, Parallelen zu entdecken.» Die Bibel sehe er
als Hinterlassenschaft und Geschenk. Begleitet von seinen Bildern lade
sie ein zu einer abenteuerlichen Reise, «bei der sich Türen
und Fenster öffnen und keine feste Lösung präsentiert.» Jeder
trage in sich die Möglichkeit, neue Sichten zu wagen auf alltägliche
Dinge, die Begegnung mit Kunst könne den Menschen dabei helfen. «Ich
würde mich freuen, wenn die Bibel großen Zuspruch bekommt
und es gelänge, dass die Menschen dadurch zu sich selbst finden.»
Für den Berliner Kulturmacher Peter Raue ist es eine «klassische
herrliche Familienbibel». Immendorffs Bilder seien keine Illustrationen,
die das Geschehen der Bibel widerspiegelten, sondern Assoziationen. «Immendorf
wollte immer die Kunst vom Podest holen und ins Volk bringen.» Auf
einem faszinierenden Umweg sei nun ein «Himmelsgeschenk» für
den einstigen Schüler von Joseph Beuys gelungen. Das letzte Werk
stamme aus der Zeit, wo er schon nicht mehr selbst malen konnte, sagte
Raue.
Die vorläufige Auflage der Sonderausgabe der «Heiligen
Schrift» liegt bei 100 000 Exemplaren. Laut Diekmann soll
das Buch anregen, sich mit Fragen über Gott und den Menschen, über
Glaube und Erlösung auseinander zu setzen. Immendorff (60) gilt
als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler in
Deutschland. Er war im Jahr 2003 aber auch wegen eines Sex- und Drogenskandals
in die Schlagzeilen geraten.
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17.03. Bücherfrühling im Schneegestöber: Ansturm auf Leipziger
Buchmesse
Leipzig (dpa) - Bei Schneegestöber und Minusgraden ist die Buchbranche
am Donnerstag in den Bücherfrühling gestartet. Von der Präsentation
der teils noch druckfrischen Neuerscheinungen erhoffen sich Verlage,
Buchhändler und nicht zuletzt der Börsenverein des Deutschen
Buchhandels als ideeller Träger einen Impuls für die nächsten
Monate. «Die Leipziger Buchmesse wird belebend für den Buchmarkt
wirken, denn sie vermittelt Begeisterung für Bücher, das
Lesen und Vorlesen» - damit hatte Vorsteher Gottfried Honnefelder
schon vorab Optimismus verbreitet.
Kaum hatten sich um 10.00 Uhr die Absperrungen vor den vier Hallen
geöffnet, strömten die Wartenden an die Stände der Verlage,
umringten prominente und weniger bekannte Autoren bei Lesungen und
Signierstunden und blätterten in den neuen Büchern. Trauben
von Jugendlichen erweckten den Eindruck, ganz Leipzig sei auf Klassenfahrt
in Sachen Literatur. Wer es eilig hatte, musste sich deshalb in Geduld üben:
In den Gängen ging es oft nur zäh voran - kein Wunder, kamen
doch am ersten Messetag 24 500 Bücherfans und damit satte
15 Prozent mehr als im Vorjahr. Mittendrin schoben auch viele Mütter
mühevoll ihre Kinderwagen durchs Gedränge.
Übervolle Straßenbahnen aus dem Stadtzentrum entluden
im Minutentakt weitere Lesehungrige. Gegen Mittag hockten sie in den
Hallenecken, auf Treppenstufen und in den Gängen zum Verschnaufen,
viele packten ihr mitgebrachtes Picknick aus und futterten Stullen
und Obst. Andere hielten es eher mit geistiger Nahrung und vertieften
sich gleich an Ort und Stelle in die Bücher. Beim Schmökern
schienen sie Lärm und Trubel um sich herum völlig zu vergessen.
Die Teenager drängte es wie schon in den Vorjahren in die Halle
2, wo sich die Comicverlage - etwa mit japanischen Mangas oder den
Simpsons - inzwischen ebenso etabliert haben wie das Schwarze Sofa,
das Comic-Pendant zum Blauen Sofa, auf dem in der Glashalle Literatur-Prominenz
im Halbstundentakt interviewt wird. Neidvoll blickten da die Vertreter
der eher weniger stark frequentierten Schulbuchverlage auf den Trubel
bei den Comics nebenan, wo Fleisch gewordene Helden der Kids Aufkleber
und andere Geschenke verteilten.
Viele Lehrer hatten jedoch vorgesorgt und ihre Schüler mit Arbeitsaufträgen
ausgestattet, die zumindest einen kleinen Abstecher zum Schulbuch nötig
machten. «Wir sollten uns nach spannenden Lehrbüchern umschauen,
die wir dann im Unterricht vorstellen», erzählt die 17-jährige
Nicole Block. In ihrem dicken Beutel mit allerlei Mitbringseln fand
sich auch ein Fanbuch von Popstar Robbie Williams.
Bei den Großen wie Suhrkamp, Kiepenheuer & Witsch oder
Diogenes und Random House lockten riesige Wände mit leuchtenden
Romancovern.
Dicht umlagert war auch das Hörbuchforum. Wer in die Programme
der mehr als 120 Aussteller reinhören wollte, musste Zeit mitbringen:
An den Abspielgeräten bildeten sich den ganzen Tag über lange
Schlangen.
«Es war schon ziemlich voll», sagte Friederike Vogel.
Die 61- jährige ehemalige Bibliothekarin aus Radebeul war zum «bestimmt
35.
Mal» bei der Buchmesse. «Auch wenn ich jetzt nicht mehr
arbeite, möchte ich mir den Messebesuch nicht nehmen lassen.» Die
Leipziger Buchmesse sei nach wie vor ein tolles Forum. Die Begeisterung
der Besucher brachte gleich den Zeitplan zahlreicher Autorenlesungen
durcheinander, weil nach der Lesung stets zahlreiche Zuhörer zu
Autoren wie Frank Schätzing, Rolf Hochhuth, Tanja Kinkel und Wladimir
Kaminer strömten und um Unterschriften baten.
Nicht aus der Ruhe bringen ließen sich die kleinsten Leseratten.
In einer eigens eingerichteten Werkstatt schauten sie neugierig zu,
wie Bücher oder Hörspiele entstehen. Autoren und Lektoren
erzählten dort geduldig von ihrer Arbeit und beantworteten Fragen.
Viele Buchmesse-Veteranen allerdings vermissten echte Frühlingsgefühle,
als sie nach der kräftigen Dosis Literatur vor den Eingangstüren
frische Luft schnappen gingen: Statt wärmender Sonnenstrahlen
wie in früheren Jahren kitzelten dieses Mal nur Schneeflocken
auf der Nase.
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16.03. Buchmessesplitter
vom Donnerstag Teil 2:
Europäischer Übersetzerpreis der Stadt Offenburg an Schmidgall
Leipzig (dpa) - Den erstmals vergebenen Europäischen Übersetzerpreis
der Stadt Offenburg erhält Renate Schmidgall aus Darmstadt. Mit
dem mit 15 000 Euro dotierten Preis wird die Arbeit der 1955 in
Heilbronn geborenen Übersetzerin gewürdigt, teilten die Stadt
und die Hubert-Burda-Stiftung als Auslober am Donnerstag bei der Leipziger
Buchmesse mit. Ein mit 5000 Euro verbundener Förderpreis gehe
an die Polin Joanna Manc. Die Auszeichnungen werden am 28. Mai in Offenburg
verliehen. Der Preis soll Übersetzer würdigen, die literarische
Texte aus einer Sprache der Europäischen Union ins Deutsche übertragen
haben.
«Der Kleine Laden» in Bonn schönste Kinderbuchhandlung
Leipzig (dpa) - Auf der Leipziger Buchmesse ist am Donnerstag «Der
kleine Laden» von Gisela Schruff in Bonn zur schönsten Kinderbuchhandlung
im deutschsprachigen Raum gekürt worden. Die Auszeichnung wurde
zum dritten Mal von der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen
(avj) vergeben. Auf die zweiten und dritten Plätze wählten
Vertreter der rund 70 avj-Mitgliedsverlage Geschäfte in Wien
(Österreich) und Mels (Schweiz). Kriterium war das herausragende
Engagement für das Kinder- und Jugendbuch.
Panini präsentiert Sonderausgabe zum Simpsons-Jubiläum
Leipzig (dpa) - Zum zehnten Geburtstag der deutschen Comic-Reihe «Die
Simpsons» präsentiert der Panini-Verlag auf der Leipziger
Buchmesse das limitierte Sonderheft «Lisa im Wörterland».
Die Abwandlung des Klassikers «Alice im Wunderland» mit
der Tochter der gelben Kult-Familie als Hauptperson erscheint in einer
Auflage von 1600 Stück. Auf der Messe können sich Fans das
seltene Stück direkt vom amerikanischen Chef-Zeichner Bill Morrison
signieren lassen.
Außerdem versteigert Panini noch bis Sonntag Simpsons-Sammlerstücke
im Internet. Der Erlös geht an die Leipziger Kinder- und Jugendhilfe.
«Tatort»-Kommissar eröffnet Antiquariatsmesse
Leipzig (dpa) - «Tatort»-Kommissar Peter Sodann hat die
parallel zur Leipziger Buchmesse laufende Antiquariatsmesse eröffnet.
Im zwölften Jahr präsentieren dort 82 Händler aus acht
Ländern Schätze aus fünf Jahrhunderten Buchdruckkunst.
Das Angebot richtet sich an Bücherliebhaber mit unterschiedlichen
Interessen, aber auch Sammler von Kinder- und Reiseliteratur. Fündig
werden auch Freunde der Fotografie und Grafik der Moderne.
Bundeskulturminister Bernd Neumann auf Verlagsrundgang
Leipzig (dpa) - Die Literatur zieht auch Bundeskulturminister Bernd
Neumann zur Leipziger Buchmesse. Der CDU-Politiker plant nach Angaben
des Bundespresseamtes am Freitag einen zweistündigen Rundgang
und Besuche bei zwölf Verlagen. Auf seiner Liste stehen bekannte
Namen wie Diogenes, S. Fischer, Suhrkamp, Rowohlt oder Siedler ebenso
wie Random House, DVA oder der Independent-Verlag Kookbooks.
Berliner Zimmer feiert 15-jähriges Bestehen - 18 Veranstaltungen
Leipzig (dpa) - Das Leseforum «Berliner Zimmer» des Börsenvereins
des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg feiert 15-
jähriges Bestehen bei der Leipziger Buchmesse. Seit 1992 haben
weit mehr als 20 000 Gäste die fast 250 Lesungen, Buchpräsentationen,
Foren und Ausstellungen besucht. Nach Schätzungen des Veranstalters
fanden insgesamt rund 50 000 Besucher den Weg in das Bar-Café mit
Lesebühne. Zu den «literarischen Untermietern» gehörten
Ralph Giordano, Thomas Brussig, Günter Grass, Gregor Gysi, Christoph
Hein, Manfred Krug, Charlotte von Mahlsdorf, Armin Mueller-Stahl, Heiner
Müller oder Herman van Veen. In diesem Jahr kommen unter anderem
Franz Xaver Kroetz, Klaus Wagenbach oder Julia Franck dazu.
Deutsche und chinesische Autoren im Euro-Asia Business Center
Leipzig (dpa) - Erstmals zur Leipziger Buchmesse lesen deutsche und
chinesische Autoren im Euro-Asia Business Center aus ihren Neuerscheinungen,
signieren und verkaufen ihre Bücher. So schildert der seit Jahren
in Bamberg lebende Journalist Xie You seine Erfahrungen mit den Deutschen. «Auf
den Flügeln Chinas» ist eine zweisprachige Lesung betitelt,
in der Gedichte von Claus Hunold live ins Chinesische übersetzt
werden. Der Leipziger Autor Manfred Steinert stellt zwei Bücher
vor, in denen er seine Begegnungen mit Land und Leuten schildert. Er
hatte drei Jahre lang als Technischer Direktor eines chemischen Betriebes
ein Werk in China aufgebaut.
Deutsche Bücherei zeigt Katalog-Leserad aus dem 18. Jahrhundert
Leipzig (dpa) - Die Deutsche Bücherei Leipzig zeigt bis zum
10.
April den Vorgänger moderner Internet-Suchmaschinen aus dem 18.
Jahrhundert. Das aus Holz und Schmiedeeisen bestehende Katalog- Leserad,
eine mechanische Suchmaschine, stammt aus der Bibliothek der Fürsten
zu Stolberg-Wernigerode. Die Konstruktion besteht aus acht ebenen Brettern,
die zwischen zwei Räderwerken gelagert sind. Darauf konnten die
schweren Bandkataloge der Bücherei je nach Bedarf schnell auf
Augenhöhe gebracht und auf der richtigen Seite aufgeschlagen werden.
Der moderne Online-Katalog der Deutschen Bibliothek, zu der die Deutsche
Bücherei gehört, ermöglicht heute Zugriff auf mehr als
20 Millionen Bestandseinheiten.
Skandinavische Literatur im «Nordischen Forum»
Leipzig (dpa) - Literatur aus dem hohen Norden Skandinaviens ist
zur Leipziger Buchmesse im «Nordischen Forum» vereint.
Dort stellen Verlage aus Finnland, Island, Norwegen und Schweden ihre
Programme vor und präsentieren in 18 Lesungen Autoren. Die vier
finnischen, drei isländischen, fünf norwegischen und drei
schwedischen Literaten lesen auch an anderen Orten in der Stadt. Neun
von ihnen bestreiten am Freitagabend die «Lange Nordische Literaturnacht».
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16.03. Buchmessesplitter vom Donnerstag Teil 1:
Bundeskulturminister Bernd Neumann auf Verlagsrundgang
Leipzig (dpa) - Die Literatur zieht auch Bundeskulturminister Bernd
Naumann zur Leipziger Buchmesse. Der CDU-Politiker plant nach Angaben
des Bundespresseamtes am Freitag einen zweistündigen Rundgang
und Besuche bei zwölf Verlagen. Auf seiner Liste stehen bekannte
Namen wie Diogenes, S. Fischer, Suhrkamp, Rowohlt oder Siedler ebenso
wie Random House, DVA oder der Independent-Verlag Kookbooks.
Berliner Zimmer feiert 15-jähriges Bestehen - 18 Veranstaltungen
Leipzig (dpa) - Das Leseforum «Berliner Zimmer» des Börsenvereins
des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg feiert 15-
jähriges Bestehen bei der Leipziger Buchmesse. Seit 1992 haben
weit mehr als 20 000 Gäste die fast 250 Lesungen, Buchpräsentationen,
Foren und Ausstellungen besucht. Nach Schätzungen des Veranstalters
fanden insgesamt rund 50 000 Besucher den Weg in das Bar-Café mit
Lesebühne. Zu den «literarischen Untermietern» gehörten
Ralph Giordano, Thomas Brussig, Günter Grass, Gregor Gysi, Christoph
Hein, Manfred Krug, Charlotte von Mahlsdorf, Armin Mueller-Stahl, Heiner
Müller oder Herman van Veen. In diesem Jahr kommen unter anderem
Franz Xaver Kroetz, Klaus Wagenbach oder Julia Franck dazu.
Deutsche und chinesische Autoren im Euro-Asia Business Center
Leipzig (dpa) - Erstmals zur Leipziger Buchmesse lesen deutsche und
chinesische Autoren im Euro-Asia Business Center aus ihren Neuerscheinungen,
signieren und verkaufen ihre Bücher. So schildert der seit Jahren
in Bamberg lebende Journalist Xie You seine Erfahrungen mit den Deutschen. «Auf
den Flügeln Chinas» ist eine zweisprachige Lesung betitelt,
in der Gedichte von Claus Hunold live ins Chinesische übersetzt
werden. Der Leipziger Autor Manfred Steinert stellt zwei Bücher
vor, in denen er seine Begegnungen mit Land und Leuten schildert. Er
hatte drei Jahre lang als Technischer Direktor eines chemischen Betriebes
ein Werk in China aufgebaut.
Deutsche Bücherei zeigt Katalog-Leserad aus dem 18. Jahrhundert
Leipzig (dpa) - Die Deutsche Bücherei Leipzig zeigt bis zum
10.
April den Vorgänger moderner Internet-Suchmaschinen aus dem 18.
Jahrhundert. Das aus Holz und Schmiedeeisen bestehende Katalog- Leserad,
eine mechanische Suchmaschine, stammt aus der Bibliothek der Fürsten
zu Stolberg-Wernigerode. Die Konstruktion besteht aus acht ebenen Brettern,
die zwischen zwei Räderwerken gelagert sind. Darauf konnten die
schweren Bandkataloge der Bücherei je nach Bedarf schnell auf
Augenhöhe gebracht und auf der richtigen Seite aufgeschlagen werden.
Der moderne Online-Katalog der Deutschen Bibliothek, zu der die Deutsche
Bücherei gehört, ermöglicht heute Zugriff auf mehr als
20 Millionen Bestandseinheiten.
Skandinavische Literatur im «Nordischen Forum»
Leipzig (dpa) - Literatur aus dem hohen Norden Skandinaviens ist
zur Leipziger Buchmesse im «Nordischen Forum» vereint.
Dort stellen Verlage aus Finnland, Island, Norwegen und Schweden ihre
Programme vor und präsentieren in 18 Lesungen Autoren. Die vier
finnischen, drei isländischen, fünf norwegischen und drei
schwedischen Literaten lesen auch an anderen Orten in der Stadt. Neun
von ihnen bestreiten am Freitagabend die «Lange Nordische Literaturnacht».
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15.03. Buchmessesplitter vom Mittwoch:
Neue Reihe «Jahrhundert-Zeugen» zur
Leipziger Buchmesse
Leipzig (dpa) - Die Leipziger Buchmesse präsentiert in der neuen
Reihe «Jahrhundert-Zeugen» Autoren im hohen Lebensalter.
Mit 75 Jahren ist der Dramatiker Rolf Hochhuth der Jüngste. Zudem
geben der jüdisch-deutsche Romancier Edgar Hilsenrath, Schriftsteller
Erich Loest, Schauspieler Dietmar Schönherr (alle 80) sowie Publizist
Wolfgang Leonhard, Brecht-Biograf Ernst Schumacher und Dokumentarfilmer
Georg Stefan Troller (alle 85) Auskunft über das 20.
Jahrhundert.
36 Anmeldungen für 1. Deutsche Verlagsmeisterschaft Tischfußball
Leipzig (dpa) - 36 Teams haben sich bisher für die 1. Deutsche
Verlagsmeisterschaft Tischfußball angemeldet. Im Vorfeld der
Fußball- Weltmeisterschaft schicken auch Carlsen, DuMont, Kiepenheuer & Witsch,
Bertelsmann oder das Literarische Colloquium Berlin und Auswärtiges
Amt Vertretungen mit teils eigenwilligen Namen ins Rennen. 1. FC Pixie,
Dynamit, FC Diplomat, Harmloses Geplänkel, FC Leine, Die wilden
Fußballkerle oder Kickeralarm spielen dann im k.o.- System den
Sieger aus, der einen Kickertisch gewinnt.
Autoren gegen Verleger - Fußballspiel am Rand der Buchmesse
Leipzig (dpa) - Autoren und Verleger betätigen sich in diesem
Jahr am Rande der Leipziger Buchmesse auch sportlich. Das Autorenteam
um Thomas Brussig, Albert Ostermaier, Michael Lentz, Moritz Rinke und
Tobias Hülswitt fordert die Verleger zum Freundschaftsspiel heraus.
Die deutsche Autoren-Elf hatte bei der «First World Writers League» im
Oktober 2005 den 2. Platz belegt. Das von Verlegern organisierte Match
findet am Buchmessesonntag in der Nähe des Messegeländes
statt.
Über 50 Autoren nehmen auf «Blauem Sofa» Platz
Leipzig (dpa) - Das «Blaue Sofa» von «aspekte»,
Club Bertelsmann und «Die Zeit» ist seit 1999 wie in Frankfurt/Main
auch in Leipzig ein vertrautes Möbel. Auf der Couch in der Glashalle
nehmen in diesem Jahr mehr als 50 Autoren im Halbstundentakt Platz.
Erwartet werden dort unter anderem Magriet de Moor, Sir Ralf Dahrendorf,
Bret Easton Ellis, Frédéric Beigbeder, Ingrid Noll, Franz
Xaver Kroetz, Willy- Brandt-Sohn Lars, Ulla Hahn, Fritz J. Raddatz
oder Frank Schätzing.
Erster europäischer Preis prämiert Bücher für
sehbehinderte Kinder
Leipzig (dpa) - Auf der Leipziger Buchmesse hat ein europäischer
Preis für Bücher Premiere, die speziell auf Bedürfnisse
blinder und sehbehinderter Kinder zugeschnitten sind. Er wird für
die Werke «Das Huhn Alberta» von Annett Giebichenstein
aus Erfurt und Buch über den Zusammenstoß zweier Planeten
aus Italien vergeben. Zum Wettbewerb des europäischen Projekts «Typhlo & Tactus» waren
88 Bücher aus acht Ländern eingegangen. Das internationale
Netzwerk «Typhlo & Tactus» will seit 1999 das Angebot
altersgerechter Literatur für blinde und sehbehinderte Kinder
verbessern. Es wird von der Europäischen Kommission gefördert.
Messe-Poststelle schwer belastet
Leipzig (dpa) - Die Leipziger Buchmesse beschäftigt seit Tagen
auch die Kollegen der Versandstelle und die Angestellten der Deutschen
Post. Neben dem täglichen Versand müssen sie die dicken Programme
des Lesefestes «Leipzig Liest» austragen. Von den mit einer
Stückzahl von 40 000 aufgelegten Heften wurden bereits rund
29 800 verschickt. Bei einem Pro-Heft-Gewicht von 324 Gramm bewegten
die Postler bislang insgesamt 9,677 Tonnen.
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20.03. Zille: 2006 war großer Sprung für die Leipziger Buchmesse
Leipzig (dpa) - Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille,
hat zum Abschluss am Sonntag eine positive Bilanz gezogen.
Nach Angaben der Organisatoren kamen in den vergangenen vier Tagen
rund 126 000 Bücherfreunde auf das Messegelände. Das
entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
2005 waren 108 000 Menschen zum Frühjahrs-Branchentreff gekommen.
Frage: Wie erklären Sie sich den Run auf die Buchmesse?
Zille: «In der Geschichte der Buchmesse auf diesem Gelände
hat es Zeiten der Konsolidierung und der Wachstumssprünge gegeben.
Der letzte große Sprung war 2002 die Überwindung der 100 000-Hürde
bei den Besucherzahlen gewesen. Jetzt gibt es wieder einen großen
Sprung.»
Frage: Wird das Schneller, Höher, Weiter nicht langsam zum Problem,
und wo ist das Ende der Fahnenstange?
Zille: «Leipzig hat seine Grenzen, was die Publikumsmenge betrifft,
noch nicht erreicht. Die absoluten Zahlen sind nicht das Problem, da
sind Steigerungen durchaus noch möglich. Wir müssen an der
Logistik arbeiten. Es gilt, die Messe kompakt zu halten und die Ströme
so zu regulieren, dass jeder zu seinem Recht kommt - Publikum und Fachbesucher.
Wir wollen nicht jährlich schneller, höher, weiter, sondern
in Schwerpunkten inhaltlich Qualität bieten.»
Frage: Können Sie einen Ausblick geben?
Zille: «Der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen am Publikum
ist für uns ein klares Signal, dass das Konzept Leseförderung
aufgegangen ist. Es ist ein wichtiger Schritt bei der Etablierung der
jungen deutschen sowie der mittelosteuropäischen Literaturen,
dem
Kinder- und Jugendbuch sowie der Bildung gelungen. Diese Bereiche haben
alle zugelegt. Wir wollen 2007 alle Bildungsthemen vernetzen und damit
die Bildung und Leseförderung weiter stärken.»
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12.03. Geschäftsführer Marzin: Leipziger Buchmesse ist erwachsen und
kostet kein Geld mehr
Leipzig (dpa) - Die Leipziger Buchmesse ist nach Auffassung von Messe-Geschäftsführer
Wolfgang Marzin 16 Jahre nach der Wiedervereinigung erwachsen geworden. «Sie
ist ein Fixpunkt im Kalender von Ausstellern, Besuchern und Medien»,
sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wenige
Tag vor Beginn des «Frühjahrsfestes der Bücher» (16.
bis 19. März). An diesem führe kein Weg mehr vorbei. «Sie
ist der Frühjahrstermin der Branche und hat sich als solcher im
Markt etabliert.»
Weltweit gebe es rund 25 größere Buchmessen. «Leipzig
ist auf gleicher Augenhöhe mit den Frankfurter Kollegen, wir sind
mittendrin im Konzert.» Die Veranstaltung wachse seit Jahren
stetig und sei gesund. «Sie ist im Rund der Leipziger Messen
die mit dem größten Aufmerksamkeitsgrad», sagte Marzin.
Dabei könne Leipzig mit seinen Pfunden wuchern. Dazu gehöre,
dass das Buch und die Autoren im Mittelpunkt stehen. «Es geht
aber auch darum, neue Dinge zu erschließen.»
Trotz wirtschaftlich schwieriger Situation verzeichne der «Bücherfrühling» nach
wie vor Zuwächse. «Auch 2006 haben wir mit rund 2200 Ausstellern
ein leichtes Wachstum», sagte Marzin. Mit vier Messehallen und
mehr Nettofläche sei die Kapazität aber nicht ausgeschöpft. «Wir
haben noch Flächen in Reserve und Wachstum ist immer gut.»
Für die Leipziger Messe-Gesellschaft ist die Bücherschau
laut Marzin inzwischen die größte Veranstaltung. «Sie
hat nach der Wende die Basis gelegt für neue Erfolge und den Messeplatz
Leipzig hoch gehalten.» Seit drei Jahren rechne sie sich auch,
wobei der betriebswirtschaftliche Nutzen hinter dem Anspruch stehe,
etwas für das Buch zu tun. «Die Buchmesse kostet uns kein
Geld mehr.» Vom Umsatz her mache sie aber nur etwa fünf
bis sieben Prozent aus.
«Betriebswirtschaftlich ist sie eine Art Kür», sagte
Marzin.
«Der Leser steht im Vordergrund.» Die Autoren kämen
beim inzwischen weltweit größten Lesefest «Leipzig
liest» in Kontakt mit ihrem Publikum. Die Resonanz auf ein solches
Fest mit in diesem Jahr 1800 Veranstaltungen habe mit der Lesebegeisterung
zu tun. «Es geht nicht nur um die Messe, sondern um Leseförderung,
das ist unser "Big Deal".»
Dabei fürchten die Leipziger auch die Konkurrenz nicht, die
just zur gleichen Zeit zur lit.cologne nach Köln einlädt. «2005
waren Besucher und Aussteller verunsichert.» Allerdings hätten
drei Vorstöße gen Köln keine Entzerrung gebracht. «Es
ist aber nirgends festzustellen, dass sich die lit.cologne negativ
ausgewirkt hat. Wir haben genug Selbstbewusstsein, um nicht auszuweichen.
Wir bleiben, wo wir sind, die Zahlen sprechen für uns»,
sagte Marzin. Auch mit Frankfurt gebe es enge Absprachen, keine Konkurrenz. «Wir
haben gemeinsame Kunden und je fröhlicher die von der Leipziger
Messe gehen, umso besser für beide Standorte.»
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Leipziger Bücherfrühling: Literatur zum Lesen, Hören
und Sehen
Leipzig (dpa) - Für fünf Tage verwandeln sich fünf
Hallen der Leipziger Messe wieder zu einem riesigen Buchladen. Dort
können Leseratten jeden Alters nicht nur ungeniert stöbern,
sondern bei Lesungen, Gesprächen und Foren mit ihren Lieblingsautoren
ins Gespräch kommen. Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft
in Deutschland sind unter den rund 1500 Gästen auch eine Reihe
von Experten und ehemalige Aktive, die Auskunft zur «schönsten
Nebensache der Welt» geben.
Menschentrauben, volle Hallen, überfüllte Säle und
Gedränge an den Ständen sind auch in diesem Jahr programmiert.
Auch wenn die Organisatoren nicht auf Rekordjagd sind, gibt es ein
Plus an Fläche, Verlagen und Editionen. Der Kontakt von Verlegern,
Nachwuchsliteraten und gestandenen Autoren sowie Prominenten mit Lesern
und Fans ist gewollt. «Das bietet so nur Leipzig», sagt
Messe-Geschäftsführer Wolfgang Marzin. Hier prallen alljährlich
U und E aufeinander, was die Messe für ein Publikum vom Kleinkind
bis zum Greis attraktiv macht.
Die Mischung aus Gegensätzen, Klassik und Moderne, gedrucktem
Buch, Literatur auf CD oder per Mausklick lassen das «Frühlingsfest
der Bücher» alljährlich zu einem Event für Jedermann
und Leipzig zum Sammelbecken für Buchmarkt-Trends werden. Das
mehr als 1800 Veranstaltungen umfassende Marathon-Programm «Leipzig
liest» bietet tagsüber und an den Abenden ausreichend Gelegenheit
für Begegnungen.
Die Organisatoren setzen dabei auf die bewährte Mischung aus prominenten
Gästen, literarischen Debüts, kuriosen Veranstaltungen, ernsthaften
Foren und viel Spaß für junge Leser.
Auf der Messe sowie an mehr als 250 Orten in der Stadt - von Cafés
und Clubs über Theater, Buchläden und Schulen bis zum Jugendamt,
Museen oder Kirchen - sind neue Romane nationaler und internationaler
Altmeister ebenso zu finden wie Belletristik-Debüts und Sachbücher.
Erwartet werden Autoren wie Frédéric Beigbeder, Polina
Daschkowa, Frank Schätzing, Vladimir Sorokin, Wiglaf Droste, Bret
Easton Ellis, Ulla Hahn oder Franz Xaver Kroetz. Neben Schauspielern
und Sängern wie Heiner Lauterbach, Jan Josef Liefers, Konstantin
Wecker und Heinz Rudolf Kunze kommen auch Ulrich Wickert, Fritz J.
Raddatz, Moritz von Uslar oder Lord Rolf Dahrendorf zur «kleinen» deutschen
Bücherschau.
40 junge deutschsprachige Autoren machen die zweite «Lange
Leipziger Lesenacht» L3 zum Forum für aufstrebende Schriftsteller
und neue deutsche Literatur, wobei in der Moritzbastei parallel auf
allen Bühnen gelesen wird. Mit von der Partie sind Juli Zeh, Clemens
Meyer, Leonie Swann und Reinald Grebe. Danach legt Wladimir Kaminer
seine «Russendisko» auf. In «Prosa Prognosen» stellen
sich die Stipendiaten des Literarischen Colloquium Berlin vor, für
unabhängige Verlage wie Blumenbar, Luftschacht, Verbrecher Verlag,
Tisch 7 oder Kookbooks wird eine gemeinsamen Leseinsel geschaffen.
In einer Reihe «Jahrhundert-Zeugen» geben Schriftsteller
wie Jurij Brezan, Rolf Hochhuth, Erich Loest, Hans Pischner, Lenka
Reinerová und Francisco Ayala ebenso wie Kritiker Marcel Reich-Ranicki
oder Schauspieler Dietmar Schönherr Auskunft. In der Alten Handelsbörse
treten Hörbuch-Vorleser in Aktion. Im Finale für das beste
Hörbuch und den «HörKules» sind die Produktionen «Illuminati» von
Dan Brown, «Mein Venedig» von Donna Leon mit Hannelore
Hoger und Elke Heidenreichs «Nurejews Hund Oder Was Sehnsucht
vermag».
Mit mehr als einem Viertel der Ausstellungsfläche ist der Kinder-
und Jugendbereich mit 435 Veranstaltungen und über 400 Verlagen
fast ein eigenes kleines Festival. Allein 200 Programmpunkte gibt es
für Comic-Fans. Aus Japan anreisende Meister der Manga-Kunst sind
Beleg dafür, dass Leipzig wichtiger Europa-Treff von Fans der
japanischen Comics ist. Großmeister der Manga-Zeichenkunst wie
Kaori Yuki und Arina Tanemura aus Japan sowie Selena Lin aus Taiwan
geben ebenso Signierstunden wie Simpsons-Star-Zeichner Bill Morrison.
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Was kosten die Eintrittskarten? Die Leipziger Buchmesse
in Zahlen
Leipzig (dpa) - Zur Leipziger Buchmesse vom 16. bis 19. März
werden wieder weit mehr als 100 000 Besucher erwartet. Nachfolgend
die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten rund um die Messe, die sich
an Fachbesucher und allgemeines Publikum wendet:
Aussteller: rund 2150 aus 33 Ländern
Fläche: 53 000 Quadratmeter
Öffnungszeiten: täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintrittskarten:
Tageskarte 9,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro
Dauerkarte 20,00 Euro
Tageskarte Fachbesucher 7,50 Euro
Dauerkarte Fachbesucher 13,00 Euro
(Kinder bis zum 5. Lebensjahr haben freien
Eintritt. Ermäßigung gilt für Studenten, Renter und
Arbeitslose)
Im Vorverkauf erworbene Karten ermöglichen am
Besuchstag die kostenlose Hin- und Rückfahrt im
Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV, beschränkt
auf die Zonen Leipzig, Landkreis Leipziger Land,
Landkreis Delitzsch, Halle, Saalkreis und Landkreis
Merseburg-Querfurt)
Eintrittskarten gelten auch für die Leipziger
Antiquariatsmesse und die «buch + art -
Kunst rund
um das Buch»
Katalog: 10,00 Euro
Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipzig-liest.de
www.comicsinleipzig.de
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Geschichte der Leipziger
Buchmesse
Leipzig (dpa) - Leipzig als Zentrum des europäischen Handels war schon Ende des 15. Jahrhunderts auch Treffpunkt der Buchhändler, Drucker und Verleger. Die ersten Mainzer Drucker hielten sich um 1470 auf der Leipziger Messe auf. Um 1500 stand Leipzig mit elf Druckereien an der Spitze der über 60 deutschen Druckorte. Leipzig wurde zu einer ernsthaften Konkurrenz des älteren Messeplatzes Frankfurt/Main.
Nach der Reformation entwickelten sich Verlagsgewerbe und Buchhandel rasant, wurden aber vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) nahezu ausgelöscht. Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Buchmesse wieder einen Aufschwung. 1764 erklärten die Buchhändler Leipzig auf der Frankfurter «Fastenmesse» zur «Hauptstadt» des Buchhandels.
Nach einer Pause in der Nazi-Zeit begann die Buchmesse 1946 wieder, 1959 gab es eine internationale Buchkunstausstellung. 1973 wurden die traditionell zwei Buchmessen pro Jahr auf eine im Frühjahr reduziert. Bis zur Wende nahmen durchschnittlich 1000 Verlage daran teil. 1991 fand die erste eigenständige internationale Buchmesse nach der Wende statt.
Seit 1998 präsentiert sich die Branche auf dem modernen Messegelände am Stadtrand. Inzwischen gilt der vom weltgrößten Literaturfestival «Leipzig liest» begleitete Branchentreff als unverzichtbar vor allem für kleinere und mittlere Verlage, die ihre Frühjahrs-Neuerscheinungen präsentieren.
dpa
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Preis der Leipziger
Buchmesse
Leipzig (dpa) - Der mit insgesamt 45 000 Euro dotierte Preis der Leipziger
Buchmesse wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Die von Leipziger
Messe, Stadt und Land mit Unterstützung des Literarischen Colloquiums
Berlin jährlich vergebene Auszeichnung soll herausragende deutschsprachige
Neuerscheinungen aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch/Essayistik
und Übersetzung würdigen.
Die Verlage konnten drei Titel pro Kategorie vorschlagen. In diesem
Jahr musste die Jury unter Vorsitz von Martin Lüdke (SWR) aus über
700 Titeln wählen. Für die Endrunde nominierte das Gremium,
dem die Literaturkritiker Sigrid Löffler («Literaturen»),
Richard Kämmerlings («Frankfurter Allgemeine Zeitung»)
und Franziska Augstein («Süddeutsche Zeitung») angehören,
zehn Romane, Sachbücher und Essays sowie fünf Übersetzer.
In der Kategorie Belletristik stehen «Kaiserstraße» von
Judith Kuckart, Thomas Langs zweiter Roman «Am Seil», die
Romandebüts «Warum du mich verlassen hast» von Paul
Ingendaay und «Als wir träumten» von Clemens Meyer
und der Abenteuerroman «Der Weltensammler» von Ilja Trojanow
zur Auswahl.
In der Kategorie Sachbuch/Essayistik fällt die Entscheidung
zwischen «Die Intrige. Theorie und Praxis der Hinterlist» von
Peter von Matt, «Deutsche Architektur seit 1900» von Wolfgang
Pehnt, Jan Assmanns «Die Zauberflöte. Oper und Mysterium», «Schwere
Vorwürfe, schmutzige Wäsche» von Franz Schuh und «Moses
Vermächtnis. Über göttliche und menschliche Gesetze» von
Friedrich Wilhelm Graf.
Nominiert als für die beste Übersetzung sind Peter Urban,
Thomas Melle, Agnes Relle, Ragni Maria Gschwend und Inés Koebel.
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