Die Veröffentlichung
in Wissenschaft und Forschung
Buch versus Internet
Für den Wissenschaftler steht am Ende einer Forschungsarbeit
immer die Frage nach der Art der Veröffentlichung. Schon für
die Zitierfähigkeit ist das adäquate Publizieren unabdingbar.
Das gut ausgestattete Buch ist noch immer die hochwertigste Form
der Publikation. Daneben ist wissenschaftliches Publizieren im Internet
heute selbstverständliche Möglichkeit.
Die Entstehung des Internets und digitaler Medien entfachte auch
eine theoretische Debatte über das Wesen des Digitalen. Mit
der Digitalisierung werden bisher gültige medientheoretische
Konzepte von Original und Kopie, Welt und Abbildung neu definiert.
Für das Digitale greift die Unterscheidung von Original und
Kopie nicht mehr, da das sukzessive Verschlechtern der Qualität
im Kopiervorgang analoger Medien konstituierendes Moment der Unterscheidung
war. Das digitale Dokument lässt sich, zumindest theoretisch,
unendlich ohne Qualitätsverlust reproduzieren.
Wissenschaft und Praxis digitaler Medien
Während man auf theoretischer Ebene versucht, die Neuerungen
des Digitalen in tragende Konzepte zu bringen, tritt in der Praxis
ein Phänomen zu Tage, das dem unendlichen Kopieren und der unendlichen
Haltbarkeit des Digitalen entgegenläuft: Durch den rasanten
Fortschritt der Technologie verlieren digitale Daten ihre Haltbarkeit.
Dieses betrifft sowohl die Ebene der Hardware als auch der Software.
Texte, die zu einem Zeitpunkt in einer bestimmten Hardware- und Softwarekonstellation
erstellt werden, sind einige Jahre später nicht mehr lesbar.
Mit der steigenden Relevanz digitaler Ressourcen für die Publikation
wissenschaftlicher Information gewinnt die Frage nach den Möglichkeiten
einer sicheren Dokumentation an Relevanz. So beginnt sich gerade
ein Problembewusstsein zu entwickeln, das erste Initiativen
hervorbringt, die auf die Entwicklung verbindlicher Standards dringen.
Das prozessuale Wesen des Internets bringt ein weiteres Problem
mit sich, das, der Vergänglichkeit von URLs - also der Internetadressen,
unter denen Dokumente gespeichert und gefunden werden.
Im OPAC der Deutschen Bibliothek werden beispielsweise keine Herkunfts-URLs
mehr angezeigt, um die häufige Anzeige ungültiger URLs
zu vermeiden. In einem aufwendigen Verfahren wird nun begonnen, elektronisch
publizierte Dissertationen mittels einem eindeutigen und dauerhaften
Code archivierbar zu machen.
Für Doktoranden gilt allgemein die Faustregel, sich bei Dissertationsveröffentlichungen
zu informieren, ob eine elektronische Publikation im eigenen Fachbereich
zugelassen ist. Nur dort, wo die konkrete Promotionsordnung es zulässt,
kann digital publiziert werden.
Das Buch – der Klassiker unter den Publikationsformen
So birgt das Internet als Publikationsmedium für Forschung und
Wissenschaft neben den Möglichkeiten auch für den Erfolg
des Akademikers wichtige Unwägbarkeiten, die sich vor allem
in der Zukunft zeigen werden. Das Buch bleibt deshalb nicht nur die
hochwertigste Möglichkeit der Publikation, sondern bezüglich
der dauerhaften Dokumentation auch die sicherste.
Für Wissenschaftler stellt sich mit der Buchpublikation die
Herausforderung einer aktiven Verbreitung der Forschungsergebnisse. Über
Erfolg und Misserfolg der Publikation entscheidet die Qualität
der wissenschaftlichen Arbeit nicht alleine. Für die Wahrnehmung
des Buches sind umfangreiche verlegerische Aktivitäten unabdingbar.
Der Verlag muss sich aktiv um die Verbreitung der Bücher
kümmern: Einstellung in Bibliotheken und Archiven, Verbreitung
im Buchhandel, Präsentation auf Buchmessen und Beschickung der
Fachorgane mit Buchinformationen. Der Wissenschaftler muss seinen
Verlag danach auswählen, ob er neben der hochwertigen Produktion
der Bücher auch einen starken Vertrieb hat.
Wollen Sie Ihre Forschungsarbeit als Buch publizieren, informieren
Sie sich über die Angebote im Wissenschaftsverlag
Deutsche Hochschulschriften,
der auch international tätig ist.
|